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ÖL-Markt-News 2015 

 

 

 

 

DEZEMBER 2015

 

22.12.-James Turk:Gold und Öl werden Investoren 2016 überraschen:

 

Im Moment benötigt man nur etwa 1 Gramm Gold um ein Barrel West Texas Intermediate-Rohöl zu kaufen, was sogar noch weniger ist, als die 1,2 Gramm die im Chart für Ende November gezeigt werden. Rohöl ist also – gemessen in Gold – auf dem historischen Tief der frühen 1970er und wir wissen alle, wie sich Rohöl und Gold danach während des Rests der 1970er nach oben entwickelt haben.

 

Deswegen steht auf der Startseite hier auch ein Faß WTI in Gramm Gold. Das Tief von € / Liter WTI-Öl ist übrigens noch nicht erreicht. Das war im Januar 2009 bei 0,17 €.

 

Derweil positionieren sich schon die ersten Länder für den Aufschwung:

Mexico privatisiert Öl-und Gasfelder. 

 

+++ 

 

21.12. - Saudis Finanzreserven schrumpfen dramatisch und in 5 Jahren ist das Vermögen weg, wenn es so weiter geht. Das zumindest kolportieren einige Zeitungen und auch der IWF ist etwas beunruhigt.

Die Saudis gehen nicht pleite, auch wenn die Haushaltsdefizite schon bei 20 % liegen. Das dürfte in die Strategie der Ölschwemme einkalkuliert sein.  

Die Saudis haben es mit in der Hand, jederzeit die Reißleine zu ziehen und den Ölpreis explodieren zu lassen, so daß alle bisherigen Verluste kompensiert werden. Andernfalls macht ja eben diese Politik keinen Sinn. Die Frage ist, ab wann ist der Trendwechsel geplant oder nötig? 

 

 

+++ 

 

17.12. - Die erste Leitzinserhöhung des FED-Systems nach 10 Jahren auf 0,25 bis 0,5 % hatte bislang kaum große Auswirkungen auf den Markt. Das Signal war schon überall eingepreist, hatte Jellen doch in den letzten Monaten schon Andeutungen dazu gemacht.  

Natürlich muß das FED, wenn es die Lage erlaubt, die Zinsen wenigstens etwas erhöhen um einerseits positive Signale einer sich erholten Wirtschaft zu vermitteln, auch wenn es tatsächlich weiterhin schlecht aussieht. Aber genau deswegen braucht man ja wieder Spielraum nach unten, wenn der nächste Crash kommt.  

Jedenfalls brachte die Zinserhöhung keine Aufwertung des Dollars gegenüber dem Euro mit sich. Allerdings entgleitet heute Gold ins Tal. Aber das muß bei einem manipuliertem (Papiergold-) Markt nicht viel bedeuten. 

 

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16.12. - Der Ölpreisverfall gefährdet die Staatsfonds von Russland, Saudi-Arabien und Norwegen. Diese finanzieren darüber die Sozialausgaben für Ihre Bürger.

Aus den Fondskassen wird derzeit mehr entnommen, als hinein kommt.

Die Araber haben schon ihre Reserven angezapft, sind aber die Hauptverantwortlichen für diese Situation.

 

Wie wäre es, wenn sich mal dies Länder zusammenschließen und den Preis stabilisieren?  

Russland wollte bei einem Preis unter 40 $ drosseln. Die haben wir aber wo bleibt die Aktion dazu?

Wir befinden uns in einem Ölkrieg und der stärkste gewinnt, jedoch erst in einigen Jahren bei höheren Preisen. Bis dahin muß man durchhalten und alternative Konzepte entwickeln.  

Ich habe ein solches und sehe das daher recht entspannt. Sie auch? 

 

+++ 

 

14.12. - WELTonline listet heute 7 Gefahren eines tiefen Ölpreises auf:

1.mehr Fluchtgründe

2.weniger Investitionen

3.Stärkung Saudi-Arabiens

4.Gefahr für den Finanzmarkt

5. Klimakiller boomen

6. Blockade des Fortschrittes

7. Drohende Deflation.

 

Einige erwähne ich ja hier schon regelmäßig.  

Währenddessen erklären diejenigen, die gerade in Paris der Sonne befehlen wollen, die angebliche Erderwärmung doch auf 1,5 ° zu begrenzen, daß man auf Kohle, Gas und Öl verzichten könne.

Dabei ist nicht nur die Klimalüge zigfach widerlegt- besser gesagt, gibt es dafür gar keine Beweise - auch gerät durch den erstaunlich langen Ölüberschuß die Theorie des begrenzten und knappen, fossilen Brennstoffs ins Wanken. Offenbar haben die Saudis soviel von dem Öl in Reserve, daß sie es sich leisten können, trotz jährlicher Steigerungen des Weltölverbrauches, den ach so begrenzten Rohstoff einfach mal paar Jahre zu verschleudern.

 

Die oben genannten 7 Gefahren bereiten derweil einen weitaus höheren Ölpreis vor. Schließlich ist eines der Ziele der Förderpolitik der o.g. Punkt 3. Der Preis ist dann u.a. die Folge von Punkt 2. 

 

 

+++ 

 

11.12.- Aufgrund des Ölpreises steigen weltweit die Unternehmenspleiten. In den USA sind besonders Energieversorger betroffen, 3/5 der Pleiten sind von dort.  

Vor allem die ungünstige Konstellation von regelmäßig zu zahlenden Kreditraten und niedrigem Ölpreis und somit geringeren, teils nicht mal kostendeckenden Einnahmen, sorgen verstärkt für Konkurse.  

So steht die Zahl der Ausfallraten vor einem Jahrhunderthoch.  

Besonders all jene, die mit Schieferfracking zu tun haben trifft es.

Wohl dem der weder mit Krediten noch im Schiefergasgebiet investiert ist.  

Diese brauchen aber dennoch weiter  Ausdauer und Lösungen für Kostenreduktionen. 

 

+++ 

 

8.12. - Nachdem die OPEC praktisch die Fördermengen freigab, sich auf nichts einigte, stürzten die Ölpreise heute auf ein 6 Jahrestief.  

Im Februar 2009 erreichte WTI letztmalig Marken um 37 $. Bedauerlich für fast fast Ölförderländer und Öl-Unternehmen, erfreulich für all jene, die sich solche günstigen Einstiegschancen in die Rohstoffe wünschen.

 

Der Ball wird diesmal sehr lange und tief unter Wasser gedrückt. Vielleicht so tief, daß es knallt. Ab einer gewissen Grenze dürften einige Staaten und Dienste ganz andere Lösungsvorschläge für bessere Staatseinnahmen in der Schublade liegen haben. Noch lässt man die Saudis gewähren. Das kann sich  auch schnell ändern. Der Terrorismus ist ja allgegenwärtig. 

 

+++ 

 

4.12. - Trotz des letzten  Statements Saudi-Arabiens, den Ölpreis zwischen 60 bis 80 Dollar zu sehen, einigte sich die OPEC heute im Wien nicht nur gegen eine Drossellung, sondern gar zu einer Steigerung der Produktion.  

Somit können die OPEC-Staaten künftig 31,5 Mio. bbl täglich fördern, nach bislang 30 Mio.  

 

Zwar sackte der Ölpreis daraufhin ein, erholt sich aber wieder- bei WTI um die 40 $.  

Angesichts dieser unerwarteten Lage, müsste er viel stärker einbrechen.  

Die Märkte reagieren auch hier völlig unrational, ähnlich wie diese Woche auch der Euro plötzlich stärker wurde, obwohl die EZB diesen durch Fortsetzung der Inflationspolitik weiter abwerten will.

 

Was die OPEC damit bewog, wird wohl erst ab nächster Woche durchsickern.  

Allerdings ist jetzt schon klar, daß  bislang die vereinbarten 30 Mio. bbl regelmäßig überschritten wurden. Womöglich passt man den Wert auch jetzt nur den Tatsachen offiziell an.

 

Es sei auch daran erinnert, daß Russland schon ankündigte, selbst die Produktion zu drosseln, sollte der Preis unter 40 $ sinken.

Vielleicht wollen  die Saudis genau das austesten. Zumal Russland durch seine Aktivitäten in Syrien auch zum größeren Feind wurde. 

 

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2.12.- In Washington wurde beschlossen ,den chinesischen Yuan zur fünften Weltreservewährung zu machen.

Das war angesichts der Weltmachtstärke Chinas schon längst überfällig. Dadurch entsteht natürlich eine Untergewichtung der bisherigen Reservewährungen

im IWF-Währungskorb Pfund, Yen und Euro, vor allem dem Dollar.

Damit ist die Dominanz des Dollars eindeutig zu Ende. Er wird weniger nachgefragt werden und die Notierungen, die in Dollar lauten, teurer. So betrifft es auch den WTI-Ölpreis, der die dadurch neu entstehende Inflationsmenge des Dollars auffangen wird. Global müste also in € und $ gehandeltes Öl teurer werden, was uns recht sein kann.  

Ab 2016 gehts wieder aufwärts.  

Mal sehen, was die OPEC in Wien verlauten lässt. 

 

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1.12. - Ich plane gerade eine Konferenz, wo debattiert werden soll, um wieviel Grad sich die Ostsee erwärmt, wenn ich vom  Rügener Kreidefelsen hinein pinkle. Dann will ich Grenzwerte für Wildpinkler beschließen lassen.

 

Was, Sie halten mich jetzt für unzurechnungsfähig?  

Wer sowas Absurdes plant, dem würden Sie aufgrund festzustellender Inkompetenz gar nichts mehr abnehmen?  

 

Genau oben genanntes findet alljährlich wieder zur Vorweihnachtszeit statt. Dabei wird darüber debattiert, wie man die 30-Jahres-Statistik der Wetteraufzeichnungen in einem Gebiet durch die Beeinflussung eines lebensnotwendigen Spurengases, welches mit 0,038 % in der Atmosphäre vorherrscht, so manipulieren kann, daß ein Therm dieser Statistik, die 30-jährige Durchschnittstemperatur, um 2 Zähler nach unten geht. Das Besondere daran ist, daß der Anteil, den es zu beeinflussen gilt, nur  3 % an diesen 0,038% ausmacht. Diese 3 % will man um 20 % reduzieren. Es geht also um 0,000228 % - für die nächsten 20 Jahre. 

 

Da wird allen ernstes schon das 3. Jahrzehnt in Folge, derzeit in Paris, durch die Staatsführer und ähnliches Gesocks debattiert und nennt sich hochtrabend "Weltklimakonferenz".  

Ich frage mich immer, wie man solchen Politikern, "Wissenschaftlern" Unternehmen, Medien, Lehrern usw. auch nur noch ein Wort glauben kann, wenn jene das Pinkeln in die Ostsee als wichtigste Aufgabe des Jahrhunderts sehen.  

Mir wäre es peinlich und noch einem scheint das Theater peinlich zu sein. Er zog es vor, nicht auf dem üblichen Gruppenfoto für die Nachwelt zu erscheinen: Wladimir Putin. 

 

Zum Glück gibt es auch tolle Journalisten.  

Oliver Janich : Die Klimalüge in 15 Minuten widerlegt 

 

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NOVEMBER 2015      

 

27.11.- BREAKING NEWS:

Jetzt ist es soweit: saudischer Ölminister setzt Aufwärtssignal:

Ein Preisniveau zwischen 60 und 80 Dollar wäre ideal.  

Der anhaltend niedrige Ölpreis gefährde zunehmend wichtige Investitionen in die Branche. Man hatte einen derartigen Preisverfall auch nicht erwartet.  

„Die Narben einer andauernden Phase niedriger Ölpreise können nicht so leicht ausradiert werden“, so der Minister. 

Hört, hört! Schreibe ich das nicht schon seit Monaten? 

 

Nächste Woche trifft sich die OPEC wieder in Wien. Man wird dort beschließen, den Preis wieder auf das genannte Niveau zu bringen. Das gemeinsame Elend aller OPEC-Länder sowie auch Russland und den USA wird eine geschlossene Preisverteidiger-Allianz bilden.

Ab nächsten Jahr geht es wieder aufwärts.  

Die Saudis streichen die Segel.

Auf dieses Signal habe ich gewartet. Heute kommt es.  

 

 

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26.11. - Börsengewinne sind hauptsächlich von Volatilität abhängig.  

Fehlt diese, hilft man gerne nach.  

Diesmal bei den Währungen.  

So versendet GoldmanSachs die Empfehlung, gegen den Euro zu wetten. Es ist bekannt, daß GS gerne auch mal gegen seine eigenen Kunden gewettet hat. Das war imageschädigend und so kann man davon ausgehen, daß man das erst mal einige Zeit nicht macht.

Jedenfalls sackte daraufhin der Euro auf fast 1,05 zum Dollar.

 

Das Kursziel von GS liegt für 2019 bei 0,80. Naja, bis dahin fließt noch viel Wasser in die Ostsee. 

Schon im Frühjahr gab es verstärkte Anzeichen des Kurseinbruches, der sich auch stabil weiter in den Trend setzt. Ich sehe auch kaum Anzeichen für eine Gegenbewegung. Hierzu müsste die FED wenigstens erstmal definitiv die Leitzinserhöhungswahrscheinlichkeit (tolles Wort, oder?)  aufheben, danach das nächste QE starten, was den Dollar längerfristig schwächen müsste. Dagegen spricht die bislang kaum im europäischem Markt angekommenen  Geldfluten der EZB. Diese werden eher noch erhöht werden müssen, was den Euro weiter schwächt. 

 

Allen im Nichteuroraum platzierten Investoren kann das nur recht sein.

Nicht nur der Ölpreis ist für die Performance sehr relevant, auch der Wechselkurs. Derzeit scheint man eh mehr buchhalterische Gewinne mit den Währungskursen als mit den Erträgen über den Ölpreis zu machen. So hoffen wir jetzt mal, daß GS in die richtige Glaskugel schaut bzw. diese entsprechend her richtet.... 

 

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25.11. - Die deutsche Allianz, der größte Versicherer der Welt, steigt aus der Kohle aus. „Wir werden nicht mehr in Bergbau- und Energieunternehmen investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes beziehungsweise ihrer Energieerzeugung aus Kohle generieren“, sagte Allianz-Chefinvestor Andreas Gruber dem ZDF-Magazin „Frontal 21“.

 

Typische Konzern-Affen sind ohne eigene Meinung, folgen dem politisch korrektem Herdentrieb, machen alles nach. 

Der Oberhirte nennt sich auch noch Chef-Investor.  

Als Investor habe ich Sorgfaltspflichten mir und in diesem Fall seinen Versicherungskunden gegenüber.  

Das bedeutet, daß man kritisch recherchiert und prüft, ob es überhaupt sowas wie "Klimaschutz" geben kann.  

Da reicht es heute schon nur die Kommentarspalten der Mainstreampresse zu lesen. Das Volk ist wesentlich gebildeter als solche völlig unfähigen Manager, die meistens durch das Peter-Prinzip nach oben gelobt wurden.

Auch typisch ist für jene, daß sie nie gegen den Trend sondern immer mit der Herde investieren, also beim Preistief verkaufen und bei Hochs kaufen.

Von solchen Firmen kann man sich nur trennen- sonst erfriert man mit, wenn weder die Sonne scheint noch der Wind weht.

Selbst die Nachfahren von Rockefeller sind nicht besser. Hier erkennt man die alte Regel: Der Vater erschaffts, der Sohn erhälts und der Enkel studiert Kunst und verprassts. 

(danke an Leser Ronald E.)

 

Investment-Tip Nr. 21: Investiere nie aus ideologischen oder religiösen Gründen!

 

 

 

 

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24.11. - Zu den finanziellen Risiken von  Solar-oder Windkraftanlagen habe ich ja auch schon sehr viel geschrieben. Sowas kann schon Kopfschmerzen bereiten. Diese bekommen leider oft auch Bürger, die gar nicht in eine Windkraftanlage investiert haben. Nein, ich meine nicht die stetig steigende Stromrechnung, bei der wir den mutmaßlichen Profit der Betreiber bezahlen müssen, sondern durch den Infraschall der WKA.  

Wem das noch nicht bekannt ist, lese sich die von Leser Stefan W. (vielen Dank) zugesendete Studien-Sammlung hier einmal durch:

Es gibt keine Studien zu Gesundheitsschäden durch Infraschall ???

 

Von Erdöl-oder Erdgasproduktionen ist sowas natürlich auch nicht bekannnt. Die Erträge müssen auch unsubventioniert erwirtschaftet werden und kommen über keine Stromrechnung herein. 

 

 

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23.11. - Schrittweise bereiten Rusland und China ihre eigenen Öl-Referenzwährungen vor. Russland begann diesen Monat mit einer Testphase.

 

Zunächst würde ein in Rubel gehandelter russischer Urals-Öl-Kontrakt die europäische Referenzsorte BRENT und Europa als Importeur betreffen.  

Russland könnte dann Rubel verlangen, was die Nachfrage der Währung stützt und so auch einen Preistrend über die eigenen Börsen organisieren. Zudem kann man dann effektiver die schon angedeutete Drosselpolitik betreiben, damit der Rubel-Ölpreis steigt und somit noch mehr Rubel nachgefragt werden müssen.

Also im Prinzip können die Russen dann das gleiche wie die USA die letzten Jahrzehnte machen- zum eigenem Vorteil. Ebenso China. 

Auch die Preis-Macht der OPEC wäre so eingedämmt.

 

Wenn Russland und China also einen Petro-Rubel und einen Petro-Yuan einführen,haben diese Staaten ein direktes Interesse an hohen Ölpreisen, weil die Nachfrage nach den Währungen nicht nur jene stützen sondern auch die Staatseinnahmen verbessern.  

Russland braucht 100 $/bbl, oder 6500 Rubel pro Faß für einen ausgeglichenen Haushalt. Das wird gerade organisiert! 

Und ein höherer Ölpreis käme ja auch den Ölinvestoren in den USA ganz recht, da das auch den WTI-Ölpreis tangieren wird. 

 

+++ 

 

19.11. - 23% Wahrscheinlichkeit, daß Saudi-Arabien pleite geht.

Das beziffern gegenwärtig die Kreditmärkte so.

Das Problem:

Um sich weiter wie bislang zu finanzieren, fehlen zu jedem Faß Öl mindestens 40 Dollar. Hier staut sich ein enormer Fehlbetrag auf, so daß die Scheichs gezwungen sind, Staatsanleihen zu begeben, also Schulden zu machen.

Sie könnten aber leicht wieder auf die vom IWF errechnete Kenngröße von 82 $/bbl zum Haushaltsaugleich aufpumpen- indem sie einige Zeit die Pumpen zudrehen. Das wird auch passieren, denn das ist ja der Plan dahinter.

Derweil scheint man jetzt dem Vorbild der Vereinigten Arabischen Emirate zu folgen. Man diversifiziert zusätzlich in nicht so ölpreis-abhängige Geschäfte.  

Das mache ich übrigens auch. 

 

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18.11.- Fracking inzwischen rentabel? Die Realität zeigt etwas anderes...

Finanzmarktwelt ist auch nochmal der Sache auf den Grund gegangen.  

Ergebnis ist, daß der Rückgang der Bohraktivitäten im untersuchten Bakken-Feld von North Dakota nur damit begründbar ist, daß die Technologie bei diesen Dauertiefstpreisen unrentabel ist.

 

Nach meinen Erfahrungen ist Fracking  bereits seit dem Verfall der Gaspreise

in 2009 unrentabel. Das einzige was es stützte, waren billige Kredite und Anleihen. Aber das schrieb ich ja schon mehrfach. 

 

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16.11. - Das abscheuliche Attentat von Paris sorgte heute für neue französische Luftangriffe auf Stellungen des IS in Syrien.  

Dies dürfte die Lage aber weiter eskalieren lassen.  

So drehte sich der erneut abgesackte Ölpreis heute wieder nach oben.  

 

Mittlerweile wird befürchtet, daß sich dadurch die Lage im arabischen Raum weiter zuspitzt. Die umliegenden starken Ölförderländer sind durch das Dauerpreistief zusehends geschwächt und die Saudis könnten die Vormachtstellung in der OPEC verlieren und den IS dadurch weiter stärken, glaubt  

Pritchard vom Telegraph.  

Der Krieg gegen Jemen kostet die Saudis viel Geld, was man nicht mehr einnimmt, und sie stellen sich weiterhin gegen die Interessen der anderen OPEC-Länder, also gegen die Preisverteidigung. Immerhin entgehen dadurch den anderen OPEC-Ländern geschätzte 500 Mrd. $ an Einnahmen pro Jahr. Das wird man bald nicht länger hin nehmen.

 

Die Saudis haben jetzt sogar einen (vormals geheimen) Erlaß zu drakonischen Sparmaßnahmen beschlossen. Das Geld reicht also auch dort schon nicht mehr und es wird zu Widerstand im Lande führen.

 

Auch der Iran leidet so stark unter dem Preisverfall, daß nicht nur eine Wirtschaftskrise droht. Auch wurden Mittel für eine Miliz gekürzt, die gegen den IS kämpft.  

Alles in allem ist im Nahen Osten angerichtet- für eine Verstärkung der Konflikte unter Einbeziehung der Saudis und damit letztlich zu einer Trendwende bei deren Förderpolitik. 

 

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12.11.- Man braucht halt nur Jahre Geduld. Auch mit den Zugeständnissen bzgl. der Wahrheit zu Dämmung, Passivhaus-Unfug & Co.

Ein Modellversuch in Wiesbaden ergab genau das, was Konrad Fischer, ich u.a. schon lange erklären: Ein "Passivhaus" verbraucht keinesfalls weniger Energie- meist sogar mehr!

 

Dabei ist das hier ganz einfach, wenn man die Hyperbelfunktion des Wärmedurchgangskoeffizenten U-Wert (früher k-Wert) kennt und diese auch interpretieren kann.  

Dieser Funktion zufolge ist es völlig belanglos noch weitere Zentimeter dicke Dämmungen aufzutragen und einfältig zu glauben, "je dicker desto Dämmung".  

Aber wer ist schon in einfacher Physik und Mathematik gebildet und kann diese im täglichen Leben noch anwenden?

 

Ganz abgesehen davon, daß Dämmung in der heutigen Praxis gelebtes Schildbürgertum ist (Stichwort: Wärme einsperren!) 

Ich schreibe seit Jahren hier immer wieder darüber. Diesmal steht es sogar in diesem Mainstreamartikel von WELTonline.

Man muß die Wahrheit dauernd wiederholen, schließlich wird das mit der Lüge ja auch getan. 

 

 

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11.11. - Der aktuelle Energy-Outlook der IEA beschäftigt alle Medien, daher auch noch ein weiterer Kommentar hierzu:

 

IEA-Chef Birol:  

„Jetzt ist keine Zeit zum Entspannen, ganz im Gegenteil: eine Zeit niedriger Ölpreise ist der Moment, in dem wir für zukünftige Bedrohungen vorsorgen sollten.“

 

Das kommentiert der WiWo-Journalist hier so:  

 

Birol und seine Kollegen haben herausgefunden, dass der niedrige Ölpreis jetzt schon dazu geführt hat, dass weltweit viel weniger, in manchen wichtigen Ländern auch gar nicht mehr in die Ölförderung investiert wird. Der derzeitige Preis steigert die weltweite Nachfrage und lässt vor allem das Angebot tendenziell sinken.

 

Das habe ich nachweislcih auch schon heraus gefunden- gar schon 2009, ist also nicht DIE Leistung, sondern logische Folge des "Zyklusses der Schweine".

 

Der weltweite Investitionsrückstau zur Erschließung neuer Felder lag schon vor 6 Jahren im Billionenbereich, wurde zwar etwas abgebaut, legt aber nun wieder deutlich zu. Man muß davon ausgehen, daß selbst bei steigenden Öl-und Gaspreisen auch das Fracking einen Dämpfer bekommen hat, da sich hierbei viele die Finger verbrannten. Es braucht erst eine neue, unerfahrene Ölgeneration, die das Fracking nach der Krise wieder aufgreift - und dazu Preise, die eine Rentabilität fern der Kredite auch gewährleisten.

 

Die gleiche Diskussion hatten wir auch im Jahr 2009 schon. Da habe ich gerade ein Deja vu.... 

 

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10.11.- Die IEA sieht auch Licht am Ende des Tiefpreis-Tunnels:

80 $ ist die Zielmarke für die nächsten 4 Jahre. Natürlich will man sich nicht festlegen, ne Glaskugel haben die auch nicht, und schließen die Möglichkeit längerer tiefer Preis auch nicht aus.  

Fragt sich nur, wann eben was "länger" ist?

 

Wie man zudem sieht, gibt es noch ein paar weitere Protagonisten für höhere Ölpreise- nämlich jene, deren Geschäftsmodell auf dem Klimaschwindel beruht.

War es erst die Begründung, daß uns das Erdöl auszugehen drohe, wurde ja später das böse CO2 nachgeschoben.  

So "lohnen" sich jetzt auch immer weniger die verteuerbaren (aka "erneuerbaren") Energien. Warum Wind oder Solar, wenn man mit billigstem Erdgas und Erdöl auch Strom erzeugen kann?

 

IEA-Chef Fatih Birol erklärte, die niedrigen Ölpreise gäben keinen Anlass zur Entspannung. Das Gegenteil sei der Fall: „Jetzt ist die Zeit, uns gegen künftige Bedrohungen zu wappnen.“

Bedeutet übersetzt- Preise hoch und Einkaufsvorteile nutzen so lange es noch geht!!!  

 

Langfristig steigt nämlich der Verbrauch gerade dann, wenn es eine längere Tiefpreisphase gibt, da dann wegen des günstigen Rohstoffes immer mehr jenigen nachfragen und diesen bevorzugt einsetzen, was bald den Preis treibt.  

Wenn Sie also jetzt mal live einen Schweinezyklus mit erleben wollen, bleiben Sie am Ball- allerdings die nächsten 5 Jahre! 

 

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6.11. - Gute Nachricht für die US-Ölwirtschaft: Die umstrittene Keystone-Pipeline von Kanada zum Golf von Mexico wird nicht gebaut. Obama hat dies -angeblich aus Umweltschutzgründen- abgelehnt.

 

Natürlich sind die Umweltschutzgründe nur vorgeschoben, denn die USA hat haufenweise Pipelines, wo der Umweltschutz keine Rolle spielt.  

Den wahren Grund nannte ich hier schon seit Jahren mehrfach.  

Ausschaltung der nordamerikanischen Konkurrenz zum Schutz der eigenen Industrie.

Hier wird Big-Oil ordentlich Druck gemacht haben. Zwar nicht schön für die Kanadier, die wohl jetzt x -fach so teuer gen Westen zum Pazifik bauen müssten. Hilft aber langfristig dem WTI -Preisniveau, und das ist in unserem Interesse. 

 

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5.11. - Der Preiscrash hat viele US-Bohrfirmen in eine Krise geschickt. Jetzt wird ehemals wertvolle Technik veramscht oder versteigert.  

Die Lage ist aber durchwachsen. Einige Unternehmen sind schon bankrott, andere halten sich wacker, manche wachsen sogar leicht. Schließlich verursacht das Preistief auch Innovationen und so wird sich jetzt mehr um die Kostenseite als um die Förderquote gekümmert.  

Wenn es viele Verkäufer  von Equipment gibt, gibt es natürlich auch diesbezügliche Käufer.  

Wer sind die?  

Ganz klar langfristig orientierte Investoren, die wissen, daß man am besten dann kauft, wenn die Preise im Keller sind. Jetzt!

 

Mittlerweile fordern die OPEC-Länder Iran und Venezuela von Saudi-Arabien den Ölpreis wieder auf 70 bis 80 $ zu treiben. Das wird früher oder später geschehen, denn Ziel des Verdrängungswettbewerbes durch die Saudis ist es ja, später vom hohem  Preis aufgrund eingebrochener Förderung andernorts wieder zu verdienen- möglichst soviel, daß die derzeitigen Verluste mehr als kompensiert werden, sonst hat sich die Strategie ja nicht gelohnt. Wenn also in diesem Jahr 500 Mrd. bei den Saudis fehlen, sollten nicht nur die wieder reingeholt werden, sondern auch noch eine Rendite darauf. Das geht nur über wesentlich höhere Preise. 

 

Ob die Strategie für die Saudis so schnell aufgeht, ist allerdings fraglich, denn die US-Banken halten auch den angeschlagenen Ölfirmen die Treue, sonst müssten sie ja die Kredite abschreiben und kämen selber in Not.Da bewertet man die Reserven im Boden halt etwas anders, macht also zunächst Bilanzkosmetik.

 

Womöglich geht der Kampf unentschieden aus und man einigt sich auf internationale Förderquoten und  es geht weiter wie bislang, also vor dem Preiscrash- nur auf höherem Niveau. Letztlich zahlt den Preis doch eh der Verbraucher und der kann sich auch nicht dagegen wehren- sei er nun 47 $ oder wie schon mal, 100 $ höher.

 

Hier noch eine Einschätzung aus der SZ:

Der Boom macht Pause

Auch Bilderberger Daniel Yergin (Autor von "Der Preis") sieht Licht am Ende des Tunnels:

"Wir sind am unteren Rand eines Zyklus. In einem Jahr sieht der Markt schon ganz anders aus als jetzt."

 

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2.11.- Laut einer neuen Studie von BP gibt es noch im Jahr 2050 Öl im Überfluß.

Ach was?

Das ist für uns nichts neues, für die politisch korrekten BP-Manager wohl schon.

Auch im Jahr 2150 gibt es noch genug Öl.  

Das Ganze ist nämlich nur eine Frage des Preises. Hat der hohe Ölpreis, samt der günstigen Kreditverfügbarkeit, in den letzen Jahren dafür gesorgt, daß über Fracking bislang nicht beachtete Reserven halbwegs rentabel (?) angezapft wurden, so sorgt ein niedriger Ölpreis dafür, daß man das in Zukunft erst mal lässt, weil es keinen Profit bringt, somit die verfügbaren Reserven (scheinbar) schwinden. Solange, bis der Preis sich auf das nächste Level hochschaukelt.  

 

Im Übrigen muß man auch Jevons Paradoxon im Hinterkopf haben, wenn man den Ölverbrauch und diesbezügliche Sparmaßnahmen beurteilen will.  

Seit Beginn des Kohlenstoffzeitalters gab es langfristig nur einen Trend- mehr Ölverbrauch, mehr verfügbare Reserven und stets höhere Preisniveaus. Ich sehe nirgends etwas, was diese Tendenz aufheben könnte.

 

Tja, und die Lüge vom bösen Kohlenstoffdioxid, welches angeblich die Statistik des Wetters der letzten 30 Jahre  (aka Klima) verändern solle, bröckelt auch immer mehr:

Putin: Es gibt keine vom Menschen gemachte Erderwärmung  

(Darüber hat er sich schon 2003 berechtigt lustig gemacht.) 

 

Die Begründung Erdöl oder Erdgas deswegen einzusparen ist sowieso obsolet. 

 

 

 

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OKTOBER 2015

 

29.10.- In Phasen hoher Preise gibt es viele Begründungen, warum das länger so bleibt. Genauso ist es in Phasen von Abstürzen.  

Ein Beispiel dafür ist dieser durchaus lesenswerter Artikel vom Ökonomen Bernegger.

Kampf ums Öl: FED gibt den USA Flankenschutz im globalem Energie-Krieg.

 

Die Erfahrung lehrt aber, daß dann, wenn die Stimmung (neudeutsch: Sentiment) dauerhaft negativ - respektive positiv- ist, das Gegenteil eintritt.  

Dann kommen wieder die Meldungen mit dem Wörtchen "überraschend", was derzeit selten benutzt wird. 

Auch 2009 übertrafen sich die Deflationisten u.a. mit Begründungen und im Unterbieten des Ölpreises. Einer, von dem man heute nichts mehr liest, sah den Preis gar bei 10 $ . Das Gegenteil war dann der Fall. Öl stieg wieder über 100 $ - überraschend! 

 

Die weltweiten Bigplayer im Ölgeschäft sind immer an langfristig steigenden Preisen interessiert gewesen, genauso wie am billigem Einkauf der Fördervoraussetzungen.  

Derzeit sehen wir letzteres.  

Es braucht nur ein Scharmützel im Nahen Osten einsetzen oder organisiert zu werden, die Beteiligung Saudi Arabiens im Bezug auf den Syrien-Konflikt liegt hier sehr nahe, und schon kann man o.g. Artikel als obsolet bezeichnen.

 

Derweil wird der Boden für höhere Preislevels weiter bereitet.  

Shell hatte sich bereits aus der Arktis zurück gezogen- nun auch aus Kanadas Ölsanden.  

Es ist  eben nicht so, daß wie Bernegger schreibt, überall weiterhin auf Teufel komm raus produziert wird. Sicher ist das regional noch unterschiedlich. Was aber dann später fehlt, ist der Vorlauf der Neuexplorationen, weil eben diese derzeit gecancelt werden und erst wieder begonnen werden, wenn das Preislevel längere Zeit stabil höher ist. das fehlt aber dann mehrere Jahre. 

 

Der Vorteil derzeit ist, daß man die Technik und Ölbohrungen jetzt viel billiger einkaufen kann, als noch vor einem Jahr. Wer das tut wird in wenigen Jahren dafür belohnt. Und wer die jahrzehntelange Erfahrung im Ölgeschäft nicht hat- lese sich diese an - beim Bilderberger Daniel Yergin: Der Preis 

 

 

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28.10.- "Was haben Dick Cheney, James Woolsey, Bill Richardson, Jacob Lord Rothschild, Rupert Murdoch, Larry Summers und Michael Steinhardt gemeinsam? Sie sind alle Beiratsmitglieder eines in Newark, New Jersey, ansässigen Erdöl- und Erdgasunternehmens namens Genie Energy"

 

"Jetzt, wo Damaskus ums Überleben kämpft, hat Genie Energy offenbar genau dort ein riesiges Ölfeld entdeckt."

 

Syrien- da war doch was...

 

Bill Engdahl wieder mit einem tiefgründigen Hintergrundartikel:

Geister und Genozid: Syrien, Israel, Russland und eine Menge Erdöl. 

 

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22.10. - Einer der größten Ölkonzerne ist in bedrohliche Schieflage geraten: Petrobras aus Brasilien.  

287 Mrd. $ scheinen in den Sand -oder eher unter Wasser - gesetzt zu sein. Von 310 Mrd. $ Marktwert sind derzeit wohl nur noch 10 % vorhanden.  

Der gefallene Ölpreis spielt hier sicher eine Rolle, da die Explorationen dafür viel zu teuer sind. Aber auch eine selbst für Südamerika einzigartige Korruption.  

Der Konzern ist mit 130 Mrd. verschuldet- über Anleihen. Da diese im brasil. Real zu bedienen sind, gibts zusätzliche Probleme, da die Währung gegen den Dollar um 60 % eingebrochen sind.

 

Was lehrt uns das?

Investments in Öl nie in reine Erdölsuche, Investments nicht nur ausgerichtet auf Ölpreis-Hochzeiten, nicht in Drittweltländer mit unsicherer Rechtslage, nicht in hoch volatile Währungen, nicht auf Kredit, nicht in die intransparenten Riesenkonzerne.

Die Dinosaurier sind ausgestorben, die Ameisen haben überlebt!

 

Klar ist aber auch, daß dadurch der Markt ausgedünnt wird und die Überlebenden

in der nächsten Boomphase enorm profitieren werden. Ich behaupte gar, wer dann im Tal die bislang schon um 70% gefallenen Anleihen zum Dumpingpreis kauft, macht in Zukunft ein riesiges Geschäft. Das kann aber nur jemand, der sich mit dem Laden und der Umgebung  professionell auch auskennt. Da wären wir schon wieder bei der Korruption und Insiderinfos.... 

 

 

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21.10. - Der IWF warnt vor erodierenden Staatsfinanzen von Saudi-Arabien in den nächsten 5 Jahren wegen des niedrigen Ölpreises sowie damit der Gefahr eines Finanzengpasses.

 

Keine Sorge IWF, die Saudis brauchen bloß eine Drosselung ankündigen und schon dreht sich der Preis nach oben. Auch droht der Engpass nicht erst in 5 Jahren sondern 2016 schon.  

Immerhin müssen die Saudis, die 80 % Ihrer Einnahmen dem Ölverkauf verdanken, jetzt schon selbst kürzen und sogar seit langem wieder Staatsanleihen ausgeben, weil das Geld knapp wird. Noch versuchen sie ihre Marktstellung zu verteidigen.Noch.

 

Vorher drohen aber den anderen OPEC-Ländern Probleme ,und diese bilden ja bereits eine neue Preisverteidigerfront- auch gegen die Saudis.

Der IWF macht sich also auch Sorgen um den Ölpreis. Das ist ein Trend, an dem sich immer mehr beteiligen und infolgedessen Maßnahmen zur Preiserhöhung anschieben werden.

Solange es noch geht, sollte man die günstigen Einstiegschancen nutzen. Der Slot geht bald zu. 

 

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20.10.- Billiges Öl erfreut die Autofahrer und Teile der Industrie. Derweil klagen die Ölfirmen und bauen weitere Arbeitsplätze ab. So hat z.B. der Ölfeldausrüster Haliburton  bereits 20% seiner Mitarbeiter weltweit entlassen. 

"Doch gibt es auch Unternehmer, denen die miese Stimmung in der Sparte sehr willkommen ist. Für sie bietet sich dadurch eine günstige Gelegenheit, Öl- und Gasfelder zu erwerben: Dallas in der Nordsee."

 

Derzeit kaufen sich überall die Langfristinvestoren in einen unterbewerten Markt verdammt günstig ein. Alle Insider wissen, der Preis wird so tief nicht bleiben- ganz im Gegenteil. Wenn der Preis wieder oben ist, wird alles andere auch sehr teuer, weil es eben länger dauert, die jetzt Entlassenen oder die aufgegebenen Projekte schnell zu reaktivieren. Das wird zu Marktengpässen führen und die Preise hoch treiben.

 

Warum ich da so sicher bin?

Schauen Sie in die Geschichte des Ölpreises , z.B. bei Daniel Yergin. Das war schon immer so und es wiederholt sich nur gerade die Geschichte. Auch ein Blick auf den Schweinezyklus reicht schon. 

 

 

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16.10.- Nichts neues! US-Studie belegt:

Windkraft noch teurer und sinnloser als gedacht.

 

Hinzu kommt nicht nur, daß sich die verteuerbaren "Energien" bei den geringen traditionellen Rohstoffpreisen zur Stromgewinnung (Kohle, Gas, auch Öl) auch nicht subventioniert wirtschaflich behaupten können.

Besonders erfreuen dürfte es die Investoren, wenn jene nach Ende der Betriebszeit, die aufgrund Verschleiß schon wesentlich eher eintritt als prognostiziert, die Abrißkosten höher werden als sämtliche Ausschüttungen aus der Nutzungsperiode. Deswegen halten die Initiatoren solcher Investments oft auch nur geringste Anteile selber- nur aus PR-Gründen. (Erfahre ich aus Insiderkreisen der Branche in Hamburg.) 

 

Wenn eine Erdölbohrung versiegt ist, braucht man nur das Loch zubetonieren und den Boden renaturieren -oder rechtzeitig das Lease weiter verkaufen. Die Mühle samt Stahbetonfundament muß aber aufwändig abgetragen und recycelt werden.

 

Windkraft-„Investor“ Warren Buffet sagt:  

„Wir bekommen Steuervorteile, wenn wir viele Windparks errichten. Das ist der einzige Grund, diese zu errichten. Sie machen keinerlei Sinn ohne diese Steuervorteile“.

 

Doch Warren, Sinn machen sie, denn es geht nur darum neue Kredite und "Wachstum" damit zu generieren.

 

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14.10.- Als wissenschaflich gebildeter ehemal. Luftfahrtingenieur ist es für mich immer unerträglich, wenn offenkundige Fehleinschätzungen publiziert werden. Noch schlimmer ist es, wenn dies politisch motiviert ist und damit zudem noch die Opfer verhöhnt werden. So geschehen gestern bei dem Bericht der holländ. "Untersuchungskommission" zum MH-17-Abschuß.  

 

Ich mache es kurz: 

Hier die deutsche Übersetzung der Analyse des Verbandes russischer Ingenieure, der ich trotz ebenfalls sehr kritischer Betrachtung komplett  zustimme.

 

Die eigene Recherche zu solchen Themen schult übrigens auch die investigativen Fähigkeiten des Investors, deshalb sollte man sich regelmäßig mit derlei Lügen auseinander setzen. Es gibt diese ja zuhauf in der Welt, die leider auch schon dreimal um selbige gerannt sind, bevor die Wahrheit in den Socken ist.  

Wir können Sie eben nicht zwingen die Wahrheit zu sagen, aber dafür um so unverschämter zu lügen. 

 

 

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13.10.- In Israel wurde ein Ölfeld entdeckt, welches Mrd. von Fäßern Öl haben soll.  

Durch Grenzänderungen in der Vergangenheit (6-Tage-Krieg) gehört das ursprünglich syrische Gebiet nun zu Israel, obwohl selbst die UNO  das nicht anerkennt.

Das Gebiet könnte das bisherige Importland Israel zum Selbstversorger machen.

Aber wie es mit Neuentdeckungen eben so ist- es ist erstmal Theorie, denn:

 

Dass dort Öl ist, ist unbestritten, aber der schwierige Teil besteht nun darin, herauszufinden, wie leicht das Öl gefördert werden kann und wie hoch die Produktionskosten wären. In einer Zeit, in der der Ölpreis auf sehr niedrigem Niveau liegt, muss die Förderung vergleichsweise günstig sein, damit sich die Erschließung des Feldes lohnt.

 

...so das Statement eines israelischen Kommentars, dem ich zustimme.  

Ich berichtete hier schon öfters von großen Ölfunden in Australien, den USA, England oder der Arktis. Alle haben eines gemeinsam- es kommt von dort nichts hoch. Das wird auch einige Zeit noch so bleiben (mind. 10 bis 20 Jahre), denn so lange dauert oft der Erschließungsvorlauf, der aber erst zu laufen beginnt, wenn es eine akzeptable Preiszendenz nach oben gibt. Und da reden wir nicht von 60 bis 80 $ sondern von 100 bis 130 $/bbl.

 

Allerdings dürften sich bis dahin in o.g. Gebiet die Grenzen noch einmal verschieben müssen, denn wer investiert schon in ein Gebiet, welches völkerrechtlich umstritten ist? 

 

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 12.10.- PAUKENSCHLAG: Saudi-Arabien verbündet sich im Syrienkonflikt überraschend mit Russland.

Polterten einige Scheichs noch letzte Woche vom Heiligen Krieg gegen Russland, haben die Russen die Saudis mit ihren Erfolgen offensichtlich dermaßen beeindruckt, daß sie jetzt die Seite wechseln, nachdem sich Putin mit dem saud. Verteidigungsminister gestern in Sotchi traf.

 

Das sind für die Entwicklung des Ölpreises sehr gute Nachrichten, denn Putin dürfte die Saudis auch damit nötigen, ihre Förderpolitik zu ändern.  

Da man Russland mit der Preismanipulation durch Ölflutung bislang nicht in die Knie zwingen konnte, lohnt es sich für die Saudis auch nicht mehr, allein wegen der Frackingkonkurrenz den Preis unten zu halten. Die Luft geht langsam allen aus. 

 

Auch von der damit erneut geschwächten USA dürfte diesbezüglich kaum noch Widerstand kommen, denn die faulen Assets der Frackingfirmen könnten ähnlich wie 2007 auf das Finanzsystem durchschlagen. Was liegt dann strategisch näher als schrittweise zu Preisen zurück zu finden, mit denen alle leben können. Mit den Saudis ist nun auch das mächtigste OPEC-Mitglied in der von Russland aufgebauten neuen Preisverteidigerallianz. Nach etwas diplomatischem Gegacker zwecks Gesichtswahrung in den nächsten Monaten wird der Preis wieder schrittweise steigen.  

 

PS: PAUKENSCHLAG Nr. 2:  

Obama gibt auf - Kriege gescheitert

Guter Tag für eine friedliche Wende- wohl aber nur im Nahen Osten. In Europa, und vor allem in Deutschland sieht das ganz anders aus. 

 

 

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8.10.- Wer die Hand auf dem Ölhahn hat, der hat auch geopolitisch das letzte Wort,  

leitet dieser sehr lesenswerte DWN-Artikel:

Putins Masterplan: Russland will wieder Weltmacht werden  

ein.

Wie ich mehrfach schrieb, wird es künftig Russland sein, welches als Preisverteidiger auftreten wird. Mittlerweile will auch der Irak Russland als Schutzmacht.

 

Die Anstregungen zur Bildung enes neuen Preisverteidigers in Konkurrenz zur OPEC, welche Saudi-Arabien dominiert, dürften schon weit fortgeschritten sein,  

denn der getroffene Hund bellt bereits lauthals und ruft zum heiligen Krieg gegen Russland auf. 

 

Ich nehme an, man wird mit den neuen Verbündeten die Saudis und die OPEC zwingen, die Förderraten zu drosseln und den Preis anzuheben. Vielleicht ist man auch schon dabei, neben WTI und BRENT eine weitere Marke zu etablieren: URALS.

 

Das Timing passt gut: Die Saudis sind noch im Machtwechsel und Krieg mit dem Jemen gefangen, Europa zersplittert an der Migrationswaffe, die Ukraine ist mit sich selbst beschäftigt und die USA hat somit keinen einsatzfähigen Vasallen, der ihnen die Kohlen aus dem Feuer holt. Selbst sind sie dazu nicht mehr in der Lage.

Bereiten Sie sich vor. Es wird die nächsten Monate einiges dramatisches passieren. Zudem sollten sie auch alle Tanks gefüllt haben. 

 

 

 

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7.10. - Es geht wieder einen Ruck nach oben mit dem Ölpreis. WTI kratzte heute wieder an der 50 $ -Marke. Ursache ist die Ankündigung Russlands von vorgestern, als Ersatz für die Saudis zum Preisverteidiger zu werden.  

Die Entschlossenheit Russlands wird der Welt gerade eindrücklich in Syrien gezeigt.

Es scheint so, daß Putin dort jetzt aufräumt- nicht nur mit der Rückendeckung im eigenem Volke, sondern auch international. Selbst die USA stimmen dem zu, was sich darin ausdrückt, daß man kaum etwas dagegen äußert.  

Es täte uns allen gut, wenn dort unten endlich wieder Ruhe und Stabilität einkehrt. 

 

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5.10.- Die Zahl der Bohrungen in den USA geht weiter zurück, Baker Hughes berichtet von einem 5- Jahres-Tief.  

Es werden zudem viele Quellen stillgelegt.

 

Zudem gibt es weitere Gespräche Russlands mit anderen Förderländern.

Ich schätze, hier wird eine gemeinsame Strategie zur Disziplin einer bevorstehenden Förderreduzierung mehrerer Teinehmer abgestimmt.

Russland hat mit seinem Engagement in Syrien nicht nur die USA bloß gestellt sondern sich damit auch wieder in die Rolle eines erfolgreichen Global Players etabliert, auf den andere hören sollten.   

Siehe auch das Interview mit P.C. Roberts:

Putins entschlossene Botschaft an den Westen

Wie schon letztlich erwähnt, wird die künftige Förderdisziplin nun auch von Russland bestimt werden. Ein Preisanstieg wird die Folge sein- aber erst nächstes Jahr. 

 

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1.10.- Der erste Luftschlag Russlands gegen vermeintliche IS-Stellungen in Syrien

gab leichte Aufwärtsimpulse beim Ölpreis. Kriegsaufschlag nennt man das.

 

Aber auch die verbesserte Stimmung in China nach dem Börsencrash beflügelte die Kauflaune einiger Händler.  

Dadurch wurde preislich sogar die Erhöhung der Fördermenge im Irak gegen kompensiert.  

 

Einen Aufwärtstrend haben wir aber noch nicht. Nach dem Double-Dip des letzten halben Jahres muß sich der Markt erst mal beruhigen.

Zudem müssen weiterhin Produktionskapazitäten verschwinden oder die Saudis zur Drosselpolitik zurück finden.  

Womöglich agiert auch Russland jetzt geopolitisch wieder. Sind jene doch auch an einem hohen Ölpreis interessiert. Da helfen Kriegsscharmützel in ölhaltigen Gebieten immer. 

 

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 SEPTEMBER 2015    

 

 

28.9. - Bei dem Ölpreis zu teuer: Shell stoppt Bohrungen in der Arktis. Zudem sind die Probebohrungen in der Tschuktschensee erfolglos- also dry holes-kein Öl.

Man will dort nicht weiter machen.

Prima. Sorgt für künftige Angebotsengpässe. 

 

Auch zu teuer bei dem Ölpreis, und zusätzlich teils unberechtigt umstritten, das Fracking.  

Nun soll es auch noch für die Häufung von Erdbeben in Oklahoma verantwortlich sein. Doch das ist falsch.  

Die Seismologen wollen hier lediglich das Verpressen des Abwassers in geringe Tiefen als Ursache ausgemacht haben.  

Halte ich für ebenso absurd, denn Erdbeben entstehen durch Verschiebungen von tektonischen Platten in großen Tiefen. Beben aufgrund größerer Bergbauverwerfungen wären höchstens Gebirgsschläge. Diese müsste es aber zuhauf dann auch an allen anderen Orten der Ölförderung geben, denn es ist seit Jahrzehnten üblich, Formations -und Abwasser in SWDW (salt water desposal well) , also Entsorgungsquellen, zu verpressen.

 

Mit dem eigentlichem frac job von wenigen Stunden Dauer hat das ohnehin nichts zu tun. In Oklahoma gab es schon immer Erdbeben. Diese lasten die Gegner des Frackings schon lange dieser bewährten und beherrschbaren Methode an.

Leider kursiert hierzu zu viel Unwissen, was auch regelmäßig per copy  paste verbreitet wird und sich dann oft noch selbst zitiert.

Die Lüge ist drei mal um die Welt gelaufen, bevor die Wahrheit die Schuhe anzieht. 

 

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25.9. - Im Wochenrückblick hat sich der Ölpreis nicht wesentlich verändert. Er schwankte jeweils mit etwa 4 % im plus und 4 % wieder im Minus- konsolidiert somit um die 45 $ (WTI). Die Nachrichtenlage war diese Woche dünn, so daß

eine Trendrichtung ausblieb. Auch Russlands Ankündigung zur Drosselung der Produktion beim Absinken unter 40 $ hat noch keine Auswirkungen gezeigt.

 

 

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21.9.- Ab und zu kommt ja im TV was ordentliches. So sendete gestern n-tv

die Doku "Fracking-Segen oder Fluch" aus.  

Sie ist absolut sehenswert, da- mit kleinen Ausnahmen (CO2-Kram usw.) - sehr wissenschaftlich dargestellt wurde.  

Es ging hier hauptsächlich um das Fracking in Deutschland, ist aber international gleich. Es wurde sehr anschaulich mit den Argumenten der Fracking-Gegner aufgeräumt, mit dem Fazit, daß Fracking eine ausgereifte, beherrschbare und sichere Förderstimulierung ist.  

Ich sehe das ganz genau so!

Was nicht erwähnt wurde, ist der Kostenfaktor der Technologie, gerade bei geringen Gas-und Ölpreisen. 

Aber dazu habe ich mich hier ja in den letzten Jahren ausreichend geäußert, im Gegensatz zu den Fracking-Gegnern.

Also eine sehenswerte Doku- gerade für unkundige Skeptiker. 

 

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19.9. -BREAKING NEWS

 

Russland erwägt Drosselung der Ölförderung.

Damit bricht das Land die Kartellmacht der OPEC, respektive die der USA.

Wir haben einen neuen Preisverteidiger.  

Russland löst damit auch ein Signal an die OPEC aus, maßgeblich Saudi-Arabien, sich aktiv an der künftigen Drosselpolitik zu beteiligen, was auf die anderen OPEC-Länder disziplinierend wirkt, jene sich also dann auch an neue Quoten halten dürften.

 

Es ist anzunehmen, daß sich im Vorfelde schon mit den beteiligten Ländern Strategien dazu abgestimmt wurden.  

Zwar soll das erst ab 40 Dollar gelten, aber jetzt wird klar, daß die Förderpolitik der OPEC bröckelt und eine Trendwende einleitet. Gleichzeitig ist die Politik Kerrys gescheitert, Russland mit dem Preiskrieg in die Knie zu zwingen. 

 

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18.9.- Es gab im Vorfeld viele Diskussionen, wird sie es oder wird sie es nicht?

die FED- die Zinsen erhöhen?

Ich habe mich nicht daran beteiligt, da ich schon seit Jahren schreibe, daß die ZB`en gar keine Wahl haben, als weiterhin mittels billigen Kredits Geld ins System zu pumpen. Sicher wird man mal um paar Kommastellen nach oben punkten -um den Schein zu wahren- aber letzlich doch wieder den Leitzins runter ziehen und QE fortsetzen- notfalls unter anderem Namen. 

 

Rohstoff-politisch ist die gestrige Entscheidung Russlands, wegen Erdogans PKK-Politik den Bau der Turkish-Stream-Pipeline zu stoppen

Der Ölpreis reagierte diese Woche kaum und konsolidierte mit ganz leichter Aufwärtstendenz.

 

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15.9.- Auch (Fehl)-Prognosen wiederholen sich.  

2009, nach dem größten Ölpreis-Absturz (von 147 auf 37 $), gab es einige- vorrangig Deflationisten- die den Ölpreis in Kürze bei 10 $ sahen. Die Realität sah allerdings so aus, daß nur wenige Jahre später davor noch eine 1 stand.

 

Auch jetzt gibt es wiederum solche Prognosen, die den Ölpreis nochmals um die Hälfte einbrechen sehen - auf 20 $.  

Allen voran Goldman Sachs, die dafür bekannt sind, daß sie regelmäßig auch gegen ihre eigenen Prognosen wetten. Sie dürften also darauf setzen, daß sie heute auch nur vergessen haben, eine 1 davor zu stellen.  

Nichts so wertvolles wie das täglich millionenfach verbrauchte Erdöl, wovon haufenweise Staaten weltweit abhängig sind, sinkt dauerhaft ins Bodenlose. Der Gegentrend wird ebenso fulminant werden, wie schon früher in der Geschichte. 

 

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11.9.- Gestern Abend nahm der Gesetzesentwurf zur Aufhebung des seit 40 Jahren bestehenden Exportverbotes für US-Rohöl die nächste Hürde. Ein Unterkommitee des Repräsentantenhauses stimmte dem Entwurf zu.

Der Energieausschuß, das Repräsentantenhaus selbst und der Senat müssen noch zustimmen. Allerdings zeigen die Demokraten wenig Interesse daran, die Öl-orientierteren Republikaner aber schon. Sie erhoffen sich dadurch den Abbau der stets voll gefüllten Lager in Cushing, dem Erfüllungsort des Ölpreises.

 

Inwieweit sich das auf den Preis durchschlägt, wird unterschiedlich diskutiert.

Immerhin könnte die Sicht auf künftige Lagerentlastung die Frackingfirmen genauso auch ermuntern, ihr kreditgetriebenes defizitäres Geschäft weiter zu betreiben, da der Ölpreis kurzfristig steigen könnte.  

Andererseits könnte das Gesetz auch gar keinen Einfluß haben, weil der Ölpreis womöglich durch politische Interventionen der USA bei den Saudis diese, wegen ausbleibenden Erfolges der inszenierten Ölpreiskrise, doch wieder als Preisverteidiger fungieren lässt - und drosselt.

 

Immerhin war die Absicht Russland damit zu schaden ins Gegenteil umgeschlagen. Der vermeintliche Nachteil des billigen Öls erzeugte auch einen Rubelabsturz, so daß der Effekt fast verpuffte, jedoch mit dem Ergebnis, daß gerade deswegen die Allianz zwischen Russland und China nur noch fester wurde. Genau das Gegenteil dessen, was Kerry bei seinem Besuch in Saudi-Arabien im September 14 eigentlich vorbereitete. Ebensowenig konnten die Saudis bislang die US-Frackingindustrie zügig nieder ringen. Zwar gibt es Pleiten und Rückbau aber bis die Masse wirklich aufgibt, könnte es auch für die Saudis enger werden.Vorher saufen wohl eher einige OPEC-Länder ab, die auf hohe Preise angewiesen sind. 

actio = reactio. Die Pläne gehen nicht immer auf.  

Wahrscheinlich heist es bald: "Übung beendet-Ausgangslage herstellen!" 

 

 

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9.9.- Am letzten Wochenende hatte Venezuelas Präsident Maduro ein Gipfeltreffen der  OPEC vorgeschlagen, um Maßnahmen im Kampf gegen die seit Wochen anhaltende Talfahrt der Ölpreise zu besprechen. Zu dem vorgeschlagenen OPEC-Treffen sollen auch Länder eingeladen werden, die nicht zum Kartell gehören, etwa Russland. 

 

Pierre Terzian, Analyst Pétrostratégies, Paris sagte:

 

“Esgibt da Extremsituationen. Venezuela oder Ecuador haben wirklich Schwierigkeiten. Auf der anderen Seite können Ölgesellschaften nicht investieren – ganz einfach. Die Investitionen stürzen ab, weltweit. Das könnte in ein paar Jahren ein ganz anderes Szenario ergeben:  

Nachfrage übersteigt Angebot, die Preise heben ab.”  

 

Genau das wird auch passieren. Ich sage nur "Schweinezyklus".  

Wer sich heute hier positioniert - derzeit ist es echt billig - wird in einigen Jahren extrem davon profitieren. Der Ölpreis dürfte dann die alte Rekordmarke von 147 $ /bbl knacken.  

 

2009, nach dem letztem Ölpreiscrash, gab es noch billige Kredite für Investitionen, welche die jetzige Ölschwemme verantworten. Die gibt es künftig nicht mehr so einfach, weil sich die Banken damit gerade eine blutige Nase holen. Da wird man künftig vorsichtiger und die Investitionen gehen nur noch über den Cash flow oder Eigenkapital. Das bewirkt eine Kontraktion der Bohrungen und ein Absinken des Ölangebotes. Folge: Preis steigt. 

 

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7.9.- Der geringe Ölpreis hat Auswirkungen auf die Kalkulationen neuer Bohrungen bei aktuellen Projekten, und zwar positive.  

Nicht nur der Ölpreis und die Fördermengen sind für den Ertrag wichtig, sondern vor allem auch die Erstellungs-und Betriebskosten.  

Diese sind jetzt aufgrund der Überkapazitäten in den USA rapide gesunken. Das bedeutet, daß man jetzt für die noch zu erstellenden Bohrungen  und Ausrüstungseinkäufe für  neuere Projekte wesentlich weniger bezahlen muß, als ursprünglich kalkuliert. Dadurch entstehen höhere Reserven bzw. kann dadurch der Preisverfall gegen kompensiert werden.

 

Da jeder Kaufmann weiß, daß im Einkauf der Gewinn liegt, bietet sich jetzt wieder einmal eine gute Gelegenheit diese Preisvorteile zu nutzen. 

 

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1.9.- Nochmals ist WTI-Öl um 9 % teurer geworden.  

Wenn man einen Ball zu tief unter Wasser drückt, springt er halt hoch.  

Somit beläuft sich das Plus von WTI nach 3 Tagen auf 27% !!! Das gab es zuletzt 1990 mit dem Einmarsch von Sadam Hussein in Kuwait.

 

Derweil berichtet die EIA von stärker gefallener US-Ölproduktion  zwischen April und Juni, etwa 250.000 bbl /Tag weniger als erwartet.

 

In einem OPEC berichtet lässt zudem das Kartell vermelden, mit Nicht-OPEC-Ländern über preisunterstützende Maßnahmen zu sprechen. Wie die aussehen, ist noch nicht bekannt.

Offenbar gibt es ob der Dauer der Dauertiefstpreise langsam Protest - die Reserven schwinden überall und man braucht wieder Öl-Geld. Auch die Wirtschaft leidet stark darunter, da weniger Öl-Ausrüstungen usw. nachgefragt wird. Tausende Stellen in den USA, Norwegen und anderswo sind schon weg.

Es dürfte also bald die Trendwende kommen. Die Saudis müssen nur eine diesbezügliche Äußerung zu einer möglichen Drosselung vermelden. 

 

 

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AUGUST 2015

 

31.8.- Der ewige Zyklus:  

Die Geschichte des Ölmarkts zeigt, dass rasante Preisschwankungen eher die Regel als eine Ausnahme sind. Das macht die Preise unvorhersehbar.

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Genau deshalb ist es besser, lieber auf den Durchschnitt der Preise zu setzen, nicht von den Preisdifferenzen zu profitieren, sondern vom Verkauf des Öls und Gases. Solche Preistiefs wie letzte Woche können die Operatoren meist handeln, verkaufen den Tankinhalt vor Ort dann erst eine Woche später, wenn der Preis sich erholte.  

Man hat hier zwar nicht so hohe Gewinnmöglichkeiten wie bei reiner Spekulation, allerdings auch keine marginalen Verluste, meist eben nur geringeren Gewinn und organisiert es, diesen in der Zukunft wieder wett zu machen. 

 

Der WTI-Ölpreis federte letzte Woche vom Tief um gute 18% nach oben auf etwa 45 $ zurück. 

 

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27.8. - Nächster Kommentar erst kommende Woche, da ich garade einen Investment-Kurs mit Robert Kiyosaki mache. 

 

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25.8.- "Schon oft wurde eine Ölknappheit mit kräftig steigenden Ölpreisen vorhergesagt. Und tatsächlich erreichte der Ölpreis im Frühjahr 2011 und 2012 seinen Höhepunkt mit knapp 130 US-Dollar. Doch technologische Fortschritte haben die Erschließung zusätzlicher Ölvorkommen ermöglicht.  

 

Als bestes Beispiel dient die Erschließung der Ölreserven in den USA. Noch vor einer Dekade fiel die US-Ölproduktion unter fünf Millionen Barrel am Tag, um in 2014 mit 11,6 Millionen Barrel am Tag Saudi-Arabien und Russland als größte Ölproduzenten der Welt abzulösen.  

 

Durch den Einsatz von Horizontalbohrungen und dem sogenannten "Fracking" können bislang unrentable Vorkommen wirtschaftlich erschlossen werden. Dieser technologische Schub war von vielen nicht vorstellbar.",  

schreibt J.Rohmann auf telebörse.

 

So weit so gut. Was er aber nicht schreibt ist, daß der ganze Hype ab 2009 großteils kreditfinanziert war- also eine subventionierte Blase, vor der ich schon vor Jahren warnte- gerade was das Fracking betrifft.   

Das ist kein gesundes Wachstum und das Resultat haben wir eben jetzt- Überproduktion, Preisverfall ins Bodenlose und Abbau vieler Investitionsvorhaben. Damit wird der nächste Hype, eine Ölkrise in der Zukunft vorbereitet.  

Ich kann hier immer wieder nur auf die Auswirkungen des "Schweinezyklusses" verweisen. Das was heute nicht gemacht wird, weil alle in Panik sind, fehlt in der Zukunft.  

 

Jedenfalls dürfte aktuell bei nur 35 $ für das Öl aus dem goßen Frackingfeld Bakken in North Dakota die Lust auf Investitionen in Schieferöl-und Gas endgültig vergehen und die Produktionen abwürgen. So gehen Analysten schon jetzt davon aus, daß Ende des Jahres eine Trendwende steht.

Es ist also jetzt die beste Zeit in Öl und Gas zu investieren- zumal gerade der fallende Euro Dollarinvestments billiger macht. 

(anbei ein Dank an Leser R. E.)

 

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 24.8. - Jetzt ist der da - der schon länger erwartete nächste Börsencrash- nach 2009. Ausgelöst von China, dessen Zentralbank es nicht vermochte, die Kurse zu stützen.

Der DOW eröffnete mit einem historsichen Eröffnungskurs von über 1000 Punkten im Minus. Das Plunge Protection Team stützte durch Aufkauf wenige Minuten danach schon den Markt- ebenso den DAX, der unter 10.000 Punkte ging.

Auch Öl ist betroffen und rutscht unter die 40 $ -Marke, fast so tief wie 2009.

Derweil wittern die ersten schon Kaufgelegenheiten, denn alles was fällt, steigt irgendwann auch wieder.   

Das WTI-€-Äquivalent liegt bei 0,24 € pro Liter. 2009 hatten wir schon 0,17.  

 

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21.8. -Wie Sie wissen, lehne ich die individuelle Finanzanlagenberatung strikt ab, weil es schlicht unmöglich ist und noch nie richtig funktioniert hat, was man aber erst nach Jahrzehnten selber merkt.  

Ich bevorzuge daher die Empfehlung zu FINANZIELLER BILDUNG, sich INVESTMENTREGELN schriftlich (!) zu formulieren und sich für Investments oder Geschäfte einen PLAN zu machen.

 

Heute lasse ich mich mal von Robert Kiyosaki`s Blog unterstützen. Genau so wie er es schreibt, ist es. Unbedingt LESEN!

 

Letztlich stellte mir mein neuer Zahnarzt die Frage, was ich ihm denn empfehlen könnte, wie man 100 € anlegt.  

Ich antwortete ihm spontan: "In finanzielle Bildung. Kaufen Sie sich Bücher!"

Das empfehle ich Ihnen auch und so habe ich mir eben das neue Buch von Kyiosaki "Rich Dad´s Investment Guide" gekauft.  

Werde ich nächste Woche auch meinem Zahnarzt empfehlen...

 

(PS: Nein , ich bekomme von Robert keine Affiliate-Provisionen für die Empfehlungen!) 

 

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20.8. - Gestern ist der Ölpreis erneut stark gefallen und prallte bei 40 Dollar ab. Weiterhin drückt der Machtkampf zwischen den Saudis, der USA und Russland den Preis bei immer noch kaum gedrosselter Produktion. Da auch weiterhin eine große US-Raffinerie wegen Wartungsarbeiten einen Ölrückstau in Cushing verursacht wird sich das bis September nicht ändern.  

Übrigens die kleinen und nicht kreditgefährdeten Operatorfirmen drosseln natürlich oder  stellen Neubohrungen zurück. Man hat es ja nicht nötig, Öl und Gas bewußt zu Dumpingpreisen abzugeben. 

 

Dieser Preiskampf hat schon jetzt historische Ausmaße und wird in die Ölgeschichte eingehen. Pleite gehen werden viele US-Shale-Frackingfirmen. Danach wird man lange nichts mehr von dieser Industrie hören, weil sich damit auf Jahre keiner mehr die Finger verbrennen will. Die Produktionsmengen sinken und der Preis wird steigen.  

Das US-Kalkül Russland damit zu schaden geht auch nicht auf. Jene schauen sich gen Asien um und machen u.a. bilateralen Handel in eigenen Währungen. Die Russen sind eh sowas gewöhnt. So schaut auch der Gazprom-Vice-Chef gelassen auf den Preiskrieg und sieht die russ. Ölindustrie dagegen gut abgeschirmt.

 

In einem Jahr- länger wird man das nicht durchhalten- wird der Ölpreis wieder an alte Rallyes anknüpfen. War immer so, denn die Gewinner des Kampfes wollen ihre Verluste dann wieder rein holen. Wer  sich jetzt also gut positioniert, dürfte dazu gehören.Ich jedenfalls bin dann dabei! 

 

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18.8.- Das Frackingunternehmen Samson, welches durch den größten Leveraged Buyout in dieser Industrie, bei der die Heuschrecke  KKR mit 7,2 Mrd. $ einstieg, muß im September nach Chapter 11 Konkurs anmelden. Mit dem Finanzdeal wurden üblicherweise Schulden aufgetürmt, die  die übernommene Firma aus dem Cash Flow zu zahlen hat. Bei dem derzeitigem Ölpreis ist das nicht mehr möglich.

Dies ist bislang die größte Pleite, die die derzeitige Ölpreiskrise in den USA hervorbrachte. Marktbereinigung- danach gehts wieder aufwärts.

 

Und weil das immer so ist, positionieren sich die Big Player schon für die Zukunft.

So hat Shell jetzt die Erlaubnis in der Arktis nach Öl zu bohren, wo sich nach Schätzungen der US-Regierung ca. 20 % der unentdeckten Welterdöl-und Erdgasvorräte tummeln sollen.

Deren Erschließung ist aber vor allem abhängig von einem- dem Preis.  

Und bei 42 $ macht man im eisigem Offshore nur Verluste. Shell rechnet natürlich damit, daß die derzeitige Preistiefphase vorbei geht- wie immer in der Geschichte. 

 

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 17.8.- 10% heimliche Zwangsanleihe durch die Regierung geplant, lässt ein der Redaktion COMPACT von Beatrix v. Storch geleaktes Fax verlauten.

Das ist aber nicht neu.  

Bereits 2010 verlinkte ich hier eine Bundestagsrede, wo die SPD eine Immobilien-Abgaben zur Schuldentilgung öffentlich ansprach.  

2011 hatte der Zensus deswegen bereits die Immobilien Deutschlands erfasst, um dem Markt damit später eine Verschuldungssicherheit ermitteln zu können.  

Die  "10% auf alles" - Warnungen folgten auch der Beschlagnahme von Giralgeld in Zypern o. dem ersten griechischem Schuldenschnitt und einige Think Tanks (Boston Consulting Group) brachten das mehrfach ins Gespräch.  

 

Die Planungen scheinen nun eher nur fortgschritten zu sein oder der Abgeordnete hat davon jetzt zum ersten mal was gehört. Jene glauben ja noch an den Rechtsstaat, obwohl dieser regelmäßig eigene Gesetze und Verträge bricht, alles nach Gutdünken auslegt und gar rechtlich völlig sittenwidrig rückwirkend agiert.

 

Daher sollte man auch recht früh seine Vermögensverhältnisse optimiert haben. Wenn nämlich ein entsprechendes Gesetz erscheint, ist es i.d.R. zu spät, da rückwirkend beschlagnahmt wird.  

 

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14.8. - Der Trend befeuert den Trend und der ist bei den meisten Rohstoffen nach unten. Bei den Energieträgern hält sich Erdgas aber wacker.  

Der Henry- Hub-Erdgasdurchschnitt hat die neuerliche Abwärtsbewegung nicht mit gemacht und konsolidiert seit Januar und zeigt gar kontinuierliche Aufwärtstendenzen an. 

 

Der Ölpreis fiel heute weiter auf ein Fast-6-Jahres-Tief, was aber mehr dem Ausfall einer Raffinerie in den USA geschuldet ist, welche die Verarbeitungskapazität von 240.000 bbl/Tag wegen Reperaturarbeiten zeitweise außer Kraft setzt. Demzufolge stiegen die Lagerbestände in Cushing, was den Preisdruck verstärkte. 

 

 

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11.8.- Das EZB -Programm, also die 60 Mrd. pro Monat, ist wirkungslos. Das war absehbar, da das gleiche System des quantitative easing in den USA ebenfalls fast wirkungslos war. Dies befeuerte eh nur die Spekulation und schafft neue Blasen, wie z.B. den Fracking-Hype durch billigsten Kredit. Aktuell sind wir hier mal die Leidtragenden. 

 

Das einzige was passiert ist, daß die Währungen schrittweise weiter abwerten.

 

Da kommt der chines. Yuan gerade recht, der ebenfalls strategisch als Dollar-Alternative aufgebaut wird. Das dauert aber noch- von wenigstens 15 Jahren ist die Rede.  

Ja, es ist nicht jedermanns Sache, solch lange Zeiträume zu planen und zu kalkulieren. Aber als Investor muß man das. Die meisten versagen, weil sie keine Ausdauer haben und sich von temporären Volatilitäten oder Emotionen leiten lassen.  

Wer hilft hier?  

Zum Beispiel T Harv Eker- "So Denken Millionäre"- Kaufen, lesen (mehrfach) und anwenden! 

 

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7.8.-  Gestern mutmaßte ich über Ereignisse, die das Iran-Abkommen doch noch infrage stellen könnten. Heute wird bekannt, daß der Iran mit China einen Naturalienhandel vertraglich vereinbart hat: 

24 Kampfflugzeuge J-10 gegen Förderrechte am größten iranischem Ölfeld Azagedan für 20 Jahre im Wert von ca. 1 Mrd. $.  

Dies dürfte einigen in Israel und den USA gar nicht gefallen, zumal auch noch der Verdacht bestehe, daß man beim Jet israelische Technik in China kopierte, was ja dort auch so üblich ist.

 

Fakt ist, daß der Iran zwar enorme Ölreserven hat, die Explorations-bzw. Fördertechnik jedoch importieren muß. So stehen jetzt zwei Importeure zur Wahl. Mit einem wurde der Vertrag schon abgeschlossen. Die anderen wären die USA gewesen, im Falle des Aufhebens der Sanktionen. Damit könnte man den Deal eigentlich jetzt platzen lassen. Gründe dafür wären jetzt konstruierbar.

 

Ansonsten zeigt sich China erneut als guter Langfristinvestor mit ausgezeichnetem Timing. Vor einem Jahr hätte man beim doppeltem Ölpreis womöglich noch 50 Jets liefern müssen.  

Investmentregel Nr. 21: Kaufen, wenn alle verkaufen wollen! 

 

 

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6.8. - Jetzt regt sich weiterer Widerstand gegen das geplante Iran-Atom-Abkommen. Zum einen aus dem Lager der US-Neocons.  

Dort vertreten einige auch Big-Oil und für die kommt das Abkommen zur Unzeit, wegen des Preisverfalls und der Befürchtung weiterer Überversorgung mit Öl durch den Iran beim Aufheben der Sanktionen. 

Obama behauptet zwar, daß es ohne dem Abkommen Krieg gäbe, aber aus Erfahrung der US-Außenpolitik ist Krieg oder Frieden nicht von solchen Abkommen abhängig....

 

Aber auch die Israelis als Hauptfeind des Mullah-Staates befürchtet, daß die jahrelange Feind-Propaganda gegen Iran nun plötzlich obsolet würde, gewisse Glaubens-und Wirtschaftsziele schwerer umsetzbar seien.  

 

Jedenfalls ist es gut möglich, daß beide Kräfte noch dafür sorgen, daß das Abkommen doch noch nicht in Kraft tritt, wohl auch, um den Ölpreis wieder nach oben zu heben. Ich denke,da passiert demnächst noch was. Das ging mir hier alles plötzlich zu schnell und reibungslos. 

 

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4.8.- Die OPEC-Länder konnten innerhalb eines anderthalb Jahrzehnts Ihre Einnahmen von 200 Mrd. $ (1998) auf 1.600 Mrd. $ (2012) steigern- hauptsächlich aus dem Öl-und Gasgeschäft (zw. 80 bis 100%).  

Was passiert, wenn jetzt der Ölpreis so tief ist?  

 

Durch die Petrodollar-Kopplung, also die Einnahmen werden in $ fakturiert, fehlt es faktisch 1:1 an Geld für Importe- zeitverzögert jedoch.  

Die jeweiligen Landeswährungen neigen dann zum Abwerten (siehe Rubel).  

Noch kann man dieses Leistungsbilanzdefizit mit den Reserven kompensieren- aber nur eine gewisse Zeit lang und wenn man davon ausgeht, daß diese Lage nur temporär ist. (Genaueres beschreibt dieser Artikel:Russland fährt einen riskanten Kurs- aber mit Kalkül) 

 

Und genau davon gehen die Ölstaaten alle aus. Denn fast alle brauchen 100 $ fürs Faß Öl für einen halbwegs ausgeglichenen Haushalt (Export : Import), sonst führt eine Inflation (Währungsabwertung) u.a. zu inneren Unruhen.  

 

Wohl aber nur Russland und die Emirate haben zum Öl-Export  Substitutionsmöglichkeiten in ihrer Industrie oder Dienstleistungsbranche, die einen Währungsverfall abschwächen kann. Alle anderen brauchen höhere Preise-bald.  

Daher wird es diese auch geben, nur nicht jetzt gleich, denn das Kalkül des bisherigen Preisverteidigers Saudi-Arabien ist ja, den aktuellen Hauptfeind  zu beseitigen- die tatsächlich unrentable Frackingindustrie.

Die soll sich in der Ölgeschichte erst in einigen Jahrzehnten wieder melden, wenn

das Öl wirklich mal etwas knapper werden könnte, und der Preis die Technik -unsubventioniert per Kredite- rechtfertigt.

 

Die Saudis spekulieren hier auch auf die immer zügige Reaktion der Öl-Investoren (meist angestellte CEOs von AGs), bei Preisverfall sich sofort vom Markt zurück zu ziehen und erst später, wenn die Anderen schon lange in Position sind, sich zögerlich wieder zu betätigen.  

Von dieser Investmentpause eines Schweinezyklusses profitieren dann nur die dabei geblieben sind.  

Das Spiel ist auch nicht neu, geht schon viele Jahrzehnte so- nur mit neuen Leuten halt, denen das neu vorkommt, weil die Erfahrung fehlt und sie zu faul sind, viel darüber zu lesen. 

 

 

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 JULI 2015        

 

31.7. -Öl-Quiz : Haben Sie Öl im Blut?

"Öl-Experte" wird man dadurch nicht gleich. Da braucht es schon wesentlich mehr an Wissen, als nur diese 12 eher unterhaltsamen Fragen zu beantworten. 

 

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29.7.- Die Ölpreise sind weiter im Keller und die meisten Kommentatoren malen  

üblicherweise dann schwarz.  

Natürlich sind tiefe Ölpreise, welche auch bei einigen Projekten der Ölindustrie derzeit keine o. geringe Gewinne generieren, für den Moment nicht begeisternd.  

Oder vielleicht doch?

Die wesentliche Eigenschaft erfolgreicher Unternehmer und Investoren ist Positives Denken. Ohne diese Einstellung ist kein Unternehmen zu führen.

"In jedem Rückschlag liegt der Keim eines noch größeren Vorteils", schrieb ich öfters und so denke ich auch,

oder war es Napoleon Hill, oder Dale Carnegie oder Art Williams, Robert Kiyosaki oder T Harv Eker?  

Nun, alle sagen, schreiben und leben es und nicht nur diese!

 

So müssen einige Ölfirmen weltweit jetzt erstmal von ihrem hohen Roß runter und innovativ werden, Lösungen müssen her, neue Konzepte, neue Technologien und sich auch von dem einen oder anderen trennen, wie der Chrevron-Konzern, welcher jetzt 1500 Stellen streicht.

 

Die Lösungen, die nun entwickelt werden müssen, werden später belohnt werden und man wird dann froh sein, daß es die Krise gab, sonst hätte man immer noch an alten Mustern festgehalten.  

Krisen halten einen wach und erzeugen Fortschritt. Erfolgserlebnisse tun das eben nicht, die machen eher träge.  

 

Diese Dialektik, daß zum Erfolg auch der Rückschlag gehört- die Chinesen sagen Jing und Jang - wollen aber viele nicht wahr haben oder erleben.  

Aber es gehört zum Leben - in allen Bereichen.  

Wir können uns nicht freuen, wenn wir nicht das Leiden erfahren haben und umgekehrt. Jetzt muß man vielleicht eben hier und da mal etwas leiden, wobei sich gerade jetzt schon wieder einige freuen, welche günstig einsteigen können, ganz egal wo.  

Nach meinen Erfahrungen haben mir ausschließlich die Krisen- ich betone es nochmals- nur die Krisen- spätere Erfolge ermöglicht. Das gleiche haben mir viele andere erfolgreiche Unternehmer auch so bestätigt. Ist seit Jahrtausenden so. 

 

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27.7.- Seit vier Jahren Frackingpause in Deutschland wird es auch die folgenden Jahre nicht zu weiteren frac-jobs zwecks Erdgasgewinnung kommen. Auch wenn man hierzulande etwas mehr fürs Gas bekäme, bleibt diese teure Technologie wegen der fehlenden Infrastruktur auch bei höheren Preisen weiterhin unwirtschaftlich. Subventionen sind auch nicht zu erwarten, so kann die Industrie den schwarzen Peter aber wenigstens den naiven Umweltaktivisten zuschieben, die das Fracking jetzt angeblich "verhinderten".  

 

So wie ich es mir schon dachte, ist das Iran-Abkommen - auch bzgl. einer möglichen iranischen Ölschwemme- überbewertet.  

Irgendwann nächstes Jahr könnten Milliarden frei werden, welche dann aber erst einmal die veraltete Förderindustrie sanieren müssen. So geht man derzeit für Mitte 2016  höchstens von einem zusätzlichen Weltmarktangebot von 0,4 Mio. Faß aus.  

Ich bezweifle aber weiterhin, daß es so plötzlich dauerhaft zu dem sicher zu befürwortendem Tauwetter kommt, sind doch die Israelis hier ganz anderer Meinung und diese regieren die USA ebenso mit. Da wird noch einiges unerwartetes passieren. 

 

 

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24.7.- Wie es um die Frackingindustrie steht, beschreibt als Ergänzung zu meinem gestrigen Beitrag dazu auch dieser Artikel in der schweizer Handelszeitung:

 

"Jedes Mal hat das auf die Schieferölförderung spezialisierte Unternehmen die eigene Kreditlinie so weit ausgeschöpft, dass sie bedroht war. Die kostenintensive Förderung wurde mit Krediten von bis zu 1,05 Milliarden Dollar (knapp eine Milliarden Euro) von den Banken gestemmt. Immer wieder hat das Bankenkonsortium unter Beteiligung von JPMorgan Chase und Wells Fargo die Kreditbedingungen weiter gelockert und Halcon konnte weitermachen."

 

(Wieso erinnert mich das jetzt an Griechenland?)

 

Diese Subventionierung, durch ein von einer Zentralbank gesteuertem Bankensystem, nenne ich deshalb auch Sozialismus. Im echtem Kapitalismus mit richtigem Geld gäbe es diese Verwerfungen nicht. Der Fracking- Laden wäre nicht mal pleite, weil er unter den Kostenbedingungen gar nicht erst angefangen hätte.

 

Jetzt kommen natürlich die Banken in Not und fordern mehr Eigenkapital zum Erhalt der Firmen, denn eine Ölfirma möchten die Banker natürlich nicht führen. Das ist ja mit Arbeit verbunden.

 

Aber in jedem Rückschlag liegt bekanntlich der Keim eines noch größeren Vorteils. Wenn der Markt schmerzlich bereinigt ist, wird man nicht mehr so leichtfertig mit Kredit in diese Industrie gehen. Zudem werden die Förderraten sinken, hauptsächlich von Erdgas, was dessen Preis anheben wird- neben dem Ölpreis. Dann werden auch wieder die belohnt, welche konventionell mit eigenen Mitteln ins Business gegangen sind. 

 

 

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23.7. - Einer der Verursacher dieser ständigen Krisen, des Boom und Busts -die BIZ - stellt jetzt das fest, was Kenner des Geldsystems schon lange wissen:

Die Politik des billigen Geldes ist gescheitert. Sie erzeugte kein Wachstum.

 

Nicht ganz.  

Wachstum wurde erzeugt aber kein nachhaltiges. Ich meine jenes an den Kredit-und Anlagemärkten, welches immer wieder zu Blasen und Crashs führt. So ist auch dieses Kreditsystem Hauptverantwortlicher für den derzeitigen Ölpreiseinbruch.

Warum?

 

Ohne die totale Kreditfinanzierung der US-Frackingindustie wäre der Hype bereites 2008 /09 vorbei gewesen, da diese Technologie ohne diese Kreditsubvention ehestens ab Preisen oberhalb von 100 $ beginnt wirklich rentabel zu werden- also OHNE Kredit. Keiner hätte genug Geld gehabt, um die vielen Frackingbohrungen zu finanzieren. 

Nur durch die ständige und vor allem billige Kreditvergabe an die Operatoren sowie das bekannte Verpacken dieser Titel in handelbare Derivate wie beim Immobilienboom wäre es nie zu dieser Überversorgung des US-Ölmarktes gekommen, was letztlich die Saudis mit auf den Plan rief, welche den Boom jetzt abgebrochen haben.  

 

Dieses Geld aus dem Nichts, was Banken angeblich verleihen, gar noch Zinsen  und Sicherheiten dafür wollen, sorgt an allen Märkten ständig für Blasen und Crashs und verzerrt jede pragmatische Wirtschaft. Das ist globaler Bankensozialismus, da dieses System  weltweit besteht. Wo Sozialismus immer endet ist bekannt. Die nächste Stufe ist erst einmal die Massenverarmung.  

 

Und dann ruft auch noch die sozialistische BIZ die sozialistischen Regierungen auf, die Krisen zu lösen. Da fehlen einem eigentlich die Worte. Sind es doch gerade diese Marionetten der internationalen Banken, die nichts können, außer das Geld anderer Leute zu verscherbeln.  

 

 

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22.7.- Billiges Öl: Wer gewinnt, wer verliert?

Eine Untersuchung von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) zeigt es.

Demnach sind die Gewinner natürlich die Verbraucher Europas, den USA und Ostasiens.  

Die derzeitigen Verlierer natürlich auch wir als Ölproduzenten.

Damit befinden wir uns in Gesellschaft von Kanada, Norwegen und Latainamerika sowie von Big-Oil, also den großen Konzernen.  

Auch Saudi-Arabien und andere OPEC-Staaten sowie Russland als große Exporteure sind derzeit auf der Verliererseite.  

Hierbei ist es interessant, daß gerade die Saudis mit Russland ein Investitionsabkommen geschlossen haben. Das könnte das globale Öl-Machtverhältnis in Richtung Osten verschieben. Gerade diese Staaten sehe ich als die künftigen Gewinner und Big Player, wenn jene den Preis durch entsprechende Förderabkommen zugunsten ihrer Staatshaushalte wieder nach oben bewegen könnten.

 

Aber wie sang Udo Jürgens so richtig:  

Wer nie verliert hat den Sieg nicht verdient.

Derzeit sind wir also auf der Verliererseite. Die ist nunmal notwendig um zu siegen. Auch ich habe in meinem Leben des öfteren mal verloren, um dann später genau wegen dieser Lehren zu gewinnen. Das gehört halt dazu.  

Abgerechnet wird immer zum Schluß. 

 

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21.7. - Ein FED-Mitarbeiter sieht für September eine Zinswende. Der Leitzins könnte von 0 auf 0,25 % angehoben werden. Wahrscheinlicher ist es, daß erstmal alles weiter so bleibt  wie es ist, denn durch den Ölpreisrückgang ist der durch das Fracking hervorgerufene kreditgetriebene Aufschwung in den USA stark abgeschwächt worden und Besserung ist hier noch nicht in Sicht. Zwar hilft ein kleiner Ölpreis bei der Konjunktur, allerdings braucht es neue Nachschuldner für die Kredite der Frackingindustrie. 

 

Spekulanten erwarten zunächst auch keinen all zu schnellen Ölpreisanstieg. Offensichtlich wird dort die Rückkkehr des Irans etwas überbewertet.  

Zunächst einmal hat der Iran bis Dezember Zeit, alle Bedingungen für den Deal einzuhalten. Vor Januar 2016 kommt also keine weitere Menge auf den Markt. Im positiven Falle würden innerhalb eines Jahres auch erst einmal 0,5 Mio. bbl dazu kommen.

 

Die Saudis hatten im Juni  diese 0,5 Mio. bbl zusätzlich gefördert (30,5 Mio.).Es ist anzunehmen, daß man dies auch wieder zurück fährt, denn auch die OPEC will sich nicht dauerhafte Dumpingpreise leisten.

Zwar sieht die IEA derzeit weiter ein Überangebot an Öl auf dem Markt, allerdings auch in 2016 eine Nachfragesteigerung von 0,9 Mio. bbl/Tag.

Warten wir es ab, bis Dezember ist es noch etwas hin und ob der Iran-Deal dann wirklich so läuft wie heute erwartet, wird sich erst beweisen müssen. Außerdem gibt es bis dahin wieder ganz andere Unwägbarkeiten, die preisbeeinflussend sind. 

 

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16.7. - Das passt natürlich nicht in die Religion der Klimaschwindler und deswegen ist von dort auch Funkstille.

Aufgrund der Sonnenaktivität soll es um 2030 eine kleine Kaltzeit geben ("Eiszeit" finde ich etwas übertrieben). Kennern der Materie ist das Phänomen nicht neu. Jetzt wird es abermals durch eine seriöse Wissenschafft bestätigt:

 

"Den letzten Höhepunkt der Sonnenaktivität gab es 2013 und es ist der 24. Aktivitätszyklus der Sonne, seitdem im 18. Jahrhundert die ersten Messungen der Aktivität stattgefunden haben. Schon im Jahr 2011 gab es Hinweise darauf, das dieser und die kommenden Zyklen deutlich schwächer ausfallen könnten als zuvor. Der 25. Zyklus könnte so schwach sein, dass er quasi komplett entfallen könnte und diese Vorhersage wird durch die neue Forschung von Valentina Zharkova quasi bestätigt."

 

ganzen Artikel hier lesen. 

 

Wenn das tatsächlich durchschlägt, wird der Ölverbrauch in 15 Jahren erheblicher steigen als bislang prognostiziert. 

 

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15.7.- Eine fundamentale Eigenschaft erfogreicher Menschen und von Investoren ist: Gelassenheit!

Dies zeigte sich gestern und heute bzgl. der unterschiedlichen Reaktionen auf die Ankündigung , daß man sich im iranischen Atomstreit geeinigt habe und nun angeblich neues Öl den Markt flute, der Preis ins bodenlose falle.  

 

Doch wie meistens passiert das Gegenteil, was keiner erwartet. Nach einem gestrigen kurzen Preisdämpfer gibt es keinen weiteren Abwärtsimpuls- im Gegenteil.  

Natürlich kann man das auch jetzt noch nicht fest machen, aber ich will sagen, daß man mit der Beurteilung lieber etwas wartet, erst mal einen Schritt zurück geht und beobachtet, bevor man in Panik- oder auch Euphorie- verfällt.  

Ob es am Ende wirklich zur Einigung, zur Aufhebung der Sanktionen, zur schnellen Marktteilnahme iranischen Öls kommt, steht noch gar nicht fest.  

Und wer sagt, daß sich bis dahin die Lage nicht auch positiv bzgl. des Preises oder der Nachfrage entwickelt hat? Ein neuer Krieg o. andere Einflüsse können - und ich behaupte auch- werden, den Preis in eine Richtung treiben, die nach oben geht.

 

Das gleiche gilt für Griechenland. Auch hier ist man als vorausschauender Investor gut beraten gewesen, sich rechtzeitig von griechischen Banken zu verabschieden.

Ich schrieb das hier schon vor 5 Jahren.  

Nun sollen die Banken dort sogar noch weitere Wochen geschlossen bleiben und der scheinbar ausgehandelte Deal ist auch noch gar nicht in trockenen Tüchern. Selbst wenn, sind diese in einigen Monaten wieder durchgeweint und es geht von vorne los.  

Eines kann man den Griechen aber auch nicht vorwerfen, daß sie nicht beharrlich sind. Sie beharren auf immer neuen Forderungen.... 

 

 

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13.7. - Wie auch von mir erwartet geht die griechische Insolvenzverschleppung in die Verlängerung.  

War ein Kasperletheater zur Erpressung von neuen Steuergeldern, bei den Griechen über sogen.  "Reformen" und bei den Gläubigern, vor allem aus Deutschland, welche aber erst versteckt in der Zukunft schlagend werden.  

Noch kann hier weiter aufgeschuldet werden.

 

Einen Schuldenschnitt soll es nicht geben, sagte jene Kanzlerin, mit der es auch keine Maut, keine Mwst.-Erhöhung und letzte Woche noch auch keine weiteren Hilfszahlungen an Hellas geben sollte. Das glaube ich wohl, weil das Kind wird dann einfach anders bezeichntet!

 

Der WTI-Ölpreis ist bei ca. 52 $ abgeprallt und nach oben gedreht. Heute kamen positive Signale aus China  und - man kann es so oder so sehen- aus den iranischen Atomverhandlungen. Dort ist es nicht sicher, daß man sich bis nä. Woche in Sachen Sanktionsaufhebung einigt. Ich glaube es jedenfalls nicht und so wird iranisches Öl auch nicht preisschwächelnd wirken. 

 

 

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9.7. - Vor Jahren wurde auch ich belächelt, als ich zur Krisenvorsorge (Lebensmittelvorräte, Stromaggregat, Wasser usw.) rief und empfahl, sein Geld möglichst außerhalb des Bankensystems zu investieren oder zu parken.

Jetzt ist, nach Cypern, im nächstem EU-Land zu beobachten, was passiert, wenn man nicht vorsorgt. Dort sind die ersten Banken vor dem Kollaps weil die Konten leer geräumt wurden. Zudem werden Bankschließfächer beschlagnahmt, also das Bargeld darin, damit man es nicht ins Ausland retten kann.  

Die Banken sind weiterhin zu und die Wirtschaft ist defacto zusammen gebrochen.  

An alle Unternehmer hier:  

Auch unsereiner wird nicht verschont. Mit 60 € kommt man nicht weit und in Cypern wurden auch deren Girokonten enteignet. 

 

Sicher ist das für Deutschland noch nicht so relevant, aber in 10 Jahren dürfte sich der Schuldenkrebs auch nach Norden durchgefressen haben. Da ist es gut zu wissen, wie das System agiert- und sich natürlich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, denn Rechtsstaatlichkeit gibt es nur in der Propaganda, will sagen, es wird auch einfach rückwirkend beschlossen und vollstreckt.

 

Es ist somit nicht nur interessant, wer geschoren wird, sondern vor allem wer und welche Investments eben nicht.  

Und ein Investment kann auch ein eigenes Geschäft sein- aktiv oder passiv geführt.  

Was man nie enteignen kann, sind z.B. auch  die eigenen unternehmerischen oder beruflichen Fähigkeiten, aus Rückschlägen oder Risiken Chancen zu machen oder die eigenen Erfahrungen samt Fachwissen. Deswegen rate ich immer zu intensiver persönlicher Bildung.

zu deutsch: Lesen Sie viel! 

 

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8.7. - Der Ölpreis hat sich nach einer 2-monatigen Konsolidierungsphase wieder bewegt. Da Impulse nach oben fehlten, ging es abwärts. Daß das griechische Referendum daran beteiligt sei, halte ich für abwegig. Griechenland hat keine Einflüsse auf den Preis.  

 

Eher kamen mehrere gewichtigere Faktoren zusammen:

Zu geringer weltweiter Nachfrageanstieg (derzeit nur 1% p.a.), Libyens Rückkehr an den Weltmarkt, noch nicht abgebauter Überhang durch die US-Frackingproduktionen und mögliche Einigungen bei Irans Atomprogramm, was auch die Rückkehr des sanktionierten Öl-Landes auf den Weltmarkt vermuten lässt. Bei letzteren war man aber schon mehrfach optimistisch, was sich letztlich immer wieder zerschlug. Selbst beim Abbau der Sanktionen dauert es wenigstens ein Jahr, bis sich die Förderungen aus dem Iran bemerkbar machen.  

 

Auch die Mitteilung aus den USA, daß dort wieder mehr Öl gefördert würde, hatte letztlich zum plötzlichen Abverkauf geführt. Im Zweifel gehts an den Börsen eben nach unten, was wiederum einlädt, billiger zu kaufen und der Preis sich dann wieder nach oben bewegt, zumal sich ab 50 $ die Förderung beim Fracking wirklich nicht mehr lohnt.  

Es geht halt immer auf und ab, mit der Tendenz nach oben. Schon seit anderthalb Jahrhunderten ist das beim Öl so. Jene, die sich langfristig beteiligen, haben genau daran gut verdient. 

 

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6.7. - Das Mistrauensvotum der Griechen gegen das Sparpaket, also gegen sich selber, war wohl dann doch zu stark, als das man das Ergebnis durch eine GoldmanSachs nahestehende Firma, welche das Ergebnis auszählte, verfälschen konnte. So veröffentlichte man dann das Ergebnis, daß 61 % mit "NEIN" stimmten. Mir selbst ist es unklar, warum aber 39 % "JA"-Stimmen für noch mehr Einschränkungen abgestimmt haben sollten. Das ist unplausibel.

 

Jedenfalls wird sich meine Prognose bewahrheiten. Es kommt neben neuen "Hilfszahlungen" unter anderen Namen vorrangig zum Haircut bei den Einlagen. Dieser ist rein technisch ja schon lange vorbereitet- nur die Zahlen sind anders. Es wird gemunkelt, daß alles was über 8000 € auf dem Konto ist, mit 30 % gecutted wird. Über 100.000 € sollen einen 40%igen Haarschnitt  "bekommen".

 

Derweil sind die Banken weiter geschlossen und auch an die Schließfächer kommt man nicht mehr heran. Das einzige was funktioniert ist derzeit Bargeld. Jenes gehört selbstverständlich auch ins Portfolio eines Investors.  

Gerade in Zeiten, wo man diese Freiheit einschränken will, sollte man gerade verstärkt mit Bargeld zahlen- allein schon aus Protest gegen die EU-Diktatoren- und natürlich zur eigenen Sicherheit gegen Überwachung der Privatsphäre. Zudem behält man besser den Überblick über die eigenen Finanzen in der privaten Haushaltskasse. 

 

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3.7. - Jetzt hat der ESFS als erster Griechenland für insolvent erklärt, kurz vor dem US-Feiertag morgen. Womöglich wird befürchtet, daß jetzt eine Kaskade von Kreditausfallversicherungen ( CDS ) dort schlagend werden könnten. So hat man ein Wochenende zum Krisenmanagement.

 

Aus dem Krisenmanagement von Griechenland kann man auch einiges lernen. Was ich meine, wird allerdings kaum mainstreamend kolportiert.  

Egal wie schlimm die Lage ist, eines wird nicht an die Gläubiger verhökert- die eigenen Goldreserven sowie die eigenen Öl-und Gasreserven. Beide spielen aus unterschiedlichen Gründen auch bei den Gläubigern keine Rolle. Überlegen Sie mal warum nicht? 

 

Daß Griechenland enorme Gasreserven hat, habe ich hier schon 2011 mitgeteilt.

Scandic, eine nordeuropä. Handelsorganisation, bot damals bereits den Griechen einen Kredit über 250 Mrd. Dollar an - für die Exclusivrechte an den Öl-und Gasvorkommen. Damit wäre der ESFS - Kredit sehr leicht bedienbar, und andere auch.  

Vermutlich dürften sich aber die USA im Verbund mit griechischen Oligarchen diese Rechte schon gesichert haben, denn Scandic wurde damals abgewiesen.

Jedenfalls erkennt man, was wirklichen Wert hat:  

OGGS- Oil,Gas, Gold, Silver.

Nie vergessen! 

 

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2.7. - Es ist irgendwie doof, wenn man sich im Angesicht einer bereits 7-jährigen Dauerkrise immer noch auf die Aussagen von Politikern (Berufslügner) und Banken verlässt. Dann schaut man nämlich doof aus der Wäsche, wenn die Banken eben nicht wie gedacht nur wenige Tage zu bleiben, sondern erstmal auf unbestimmte Zeit, so wie in Griechenland jetzt. 

Diese sollen erst wieder öffnen, wenn es zu einer neuen Vereinbarung mit den Gläubigern gekommen ist. 

 

Ich bin mir sicher, daß trotz der Aussage griech. Politiker "Keiner beabsichtigt einer Mauer zu bauen", ach das war ja Ulbricht, also "Die Spareinlagen sind sicher"  jene nach Öffnung der Banken zum überwiegendem Teil weg sind.  

Das bereits erprobte Szenario wird sich jetzt nach dem Präzedenzfall  Cypern nach und nach durch Südeuropa fressen. Wir im Norden dürften noch einige Jahre Zeit haben. Man sollte sich aber nicht an die vermeintliche Sicherheit gewöhnen, sonst schaut man dann auch so wie die Griechen.

 

Freeman bringt es hier auch deutlich auf den Punkt:

Der Euro ist alternativlos bis zum Untergang 

 

 

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 JUNI 2015

 

30.6. - Wie mehrmals gesagt, wird die Konkursverschleppung Griechenlands fortgesetzt werden- zu viel steht deswegen auf dem Spiel. Heute wird bekannt, daß man über ein drittes zwei-jähriges Hilfsprogramm debattieren will, das Land natürlich im Euro bleiben soll.

Das "Rettungspaket" soll einen Schuldenschnitt beinhalten. Davon gehe ich auch aus.Raten Sie mal wer das alles später bezahlt? Ich jedenfalls nicht! Und Sie?

 

Derweil hat sich Russland bzgl. seiner Erdgaslieferungen nach Europa strategisch positioniert. Durch eine weitere, unter der Ostsee laufende North -Stream- Pipeline, soll Deutschland, welches eigentlich durch die USA von Russland mehr entkoppelt werden soll, zum  Gasdrehkreuz für Europa werden. Die unzuverlässigen Ostblockländer werden damit ihres Erpressungspotentials unter der Fuchtel der USA gegen Russland enthoben.

 

Putin ist übrigens Judoka und spielt Schach. Das tat ich in meiner Jugend auch. Was ich z.B. beim Judo lernte ist:  

Wenn dich jemand drückt, zieh ihn. Wenn Dich jemand zieht, drück ihn. Bedeutet:

Nimm die Energie des Gegners zu Deinem Vorteil auf.  

Eine sehr weise Strategie, auch in anderen Bereichen.Kann ich nur empfehlen. 

 

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29.6. - Jetzt ist es doch passiert. Nach dem monatelangen Bank-Run schließen heute die Banken in Griechenland zunächst für eine Woche. Zudem werden Kapitalverkehrskontrollen für Griechen eingeführt und Tsipras will eine Volksbefragung. Die Reihenfolge ist natürlich Erpressung. Erst Geld gesperrt, dann Abstimmung.

 

Ich glaube dennoch nicht daran, daß man Greece jetzt adhoc aus der EU o. dem Euro lässt, dazu liegt es für die NATO strategisch zu wichtig. Höchstwahrscheinlich werden die restlichen Gelder auf den Konten z.T. gecypert, also geklaut, um eine neue Kreditsicherheit zur Fortsetzung der nun schon 5-jährigen Konkursverschleppung zu bekommen. 

 

Es ist jetzt nach Cypern das zweite Beispiel, wie sich das System seine Verlängerung organisiert. Schauen Sie sich das genau an. In einigen Jahren wird es auch Nordeuropa treffen.  

Die gigantischen, stetig exponentiell weiter wachsenden Schulden müssen weg, und das geht nur, indem das Guthaben auf der anderen Seite gestrichen wird- das Scheingeld auf dem Konto. Für die Griechen ist es jetzt zu spät zu flüchten- für Sie noch nicht. Nicht der Staat geht eben pleite, sondern seine Bürger, hauptsächlich die Systemgläubigen. 

 

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25.6. - Die EZB räumt ein, Ihr Pulver verschossen zu haben, um die Krise einzudämmen, welche ja bereits seit mindestens 7 Jahren läuft.

Tatsächlich sind noch nicht all zu viele Asset-Blasen zu erkennen, evtl.nur bei Aktien o. ausgewählten Immo-Märkten. Auch Öl ist derzeit nicht inflationär wirkend.

Die gewünschte  Inflation hat sich somit noch nicht all zu stark auf die Konsumentenpreise ausgewirkt.

 

Das ist natürlich systembedingt.  

Warum?  

Weil eine  "Geldschwämme" , also die Inflationierung einer Währung, nur über eine diametral entgegen gesetzte "Verschuldungsschwemme" per Kredit funktioniert.  

GELD = SCHULD.

Letzteres wirkt dann wieder deflationär. Beide Effekte wechseln sich gegenseitig ab, wirken auf verschiedene Märkte und schaukeln sich über Jahre in immer höhere Ebenen. Dabei werden in jeder Phase Vermögenswerte umverteilt- meist von den Ahnungslosen zu den Wissenden.

 

Ich kann es nicht ändern, aber die Chancen daraus nutzen. Das muß man auch, denn die Alternative wäre finanzielle Unfreiheit und Abhängigkeit, gar Untergang. 

Daher ist es immer wieder wichtig sich zu vergegenwärtigen,  ja ich will gar sagen sich zu konditionieren, wie das System funktioniert, damit es sich im Unterbewußtsein festsetzt und man daraus die richtigen Entscheidungen trifft.  

Denn die wahre Wirkungsweise des Geldsystems verschweigt die Verbildungsindustrie - aus gutem Grunde. 

 

An der Stelle deshalb die wiederholte Einladung zur  Film-Trilogie  Money as debt. . Heute sehen Sie das Werk ganz anders als beim ersten mal- Wetten?

Ansonsten sei der EZB nicht getraut. Sie hat noch Reserven. Dann werden es halt hunderte Milliarden im Monat.  

Dann klappts auch mit dem Nachbarn der Deflation.

 

PS: Mittlerweile ist der 3. Teil von GELD ALS SCHULD erschienen. 

 

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24.6. - Letztlich fragte mich wieder mal ein Interessent, warum er eine Ölquelle kaufen solle?  

Nun, wenn er das nicht selber weiß, dachte ich, erklärte ich ihm wenigstens einen meiner Gründe.  

Dazu mache ich es mir heute mal leicht. Lesen Sie sich einfach den FOCUS-Artikel durch:Politik greift ungehemmt zu

 

Auch Österreich und Russland haben ganz einfache Gründe trotz der Sanktionen weiter die South-Stream-Pipeline zu planen: Im Winter ist es überwiegend kalt und Erdgas hat Österreich eben nicht.

 

Sicher geht man mit beiden Sachen auch kalkulierbare Risiken ein, aber noch riskanter ist es, im Leben nichts zu riskieren!  

Dann ist man nämlich abhängig vom Risiko Anderer, welches man nicht beeinflussen kann. Das ist noch viel riskanter! 

 

 

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22.6. - Als ich 2010 meinen hier veröffentlichten Artikel zu meiner "Griesenlandreise" schrieb, ahnte ich nicht, daß das Drama so viele Akte hat. Heute kommt ein weiterer hinzu und er wird nicht der Letzte sein.  

Zwar tagen heute wieder EZB & Co. mit Krisensitzungen usw., der Bankrun ist weiter im vollem Gange und die griechische Zentralbank warnt für morgen vor Bankenschließungen. Aber ich denke, daß dies alles nur Scheingefechte zur Erpressung einer weiteren Verlängerung der Konkursverschleppung ist. Wäre es anders, würden u.a. die Währungen stärker ausschlagen.

 

Kaum ausgeschlagen hat während meiner kurzen Pause der Ölpreis.  

WTI und BRENT nähern sich beide an und konsolidieren weiter um die 60 $.  

Eine schwache Nachrichtenlage um die Rohstoffe lässt auch hier mal den Trend pausieren.  

Ist zwar langweilig aber das ist tatsächlich die Regel beim investieren.  

Dazu gehört zum überwiegenden Teil eben gar nichts zu tun- oft über Jahre oder Jahrzehnte hinweg.  

Diese Kunst der Geduld  erlernt man daher oft auch ab dem mittleren Alter. Daher sind die Alten auch erfolgreicher. Die können eben warten. Diese Erfahrungen muß jeder immer wieder neu machen. Ich auch. 

 

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15.6. - Hier noch ein lustiges aber eigentlich tragisches Fundstück wie der Finanzmarkt funktioniert.

Da staunt selbst "Mister Dax" Dirk Müller:  

Chin Meyer erklärt für einfache Bürger wie der kapitalistische Irrsinn funktioniert.

 

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12.6. - Auch die IEA, die Internationale Energie Agentur (nicht verwechseln mit der EIA), hat jetzt in Ihrem Bericht ein höheres Nachfragewachstum nach Öl prognostiziert und folgt somit anderen Institutionen.

Sie erhöhten die Schätzungen des Nachfragewachstums um 280.000 bbl am Tag.

Somit dürfte die weltweite Ölnachfrage in 2015 bei 94 Mio. bbl /Tag liegen.

 

Wie gesagt, je billiger das Öl, desto höher die Nachfrage und je höher die Nachfrage desto "steigender" wird der Preis.  

Allerdings sinkt die Nachfrage seit Jahrzehnten wiederum nicht, auch wenn der Preis wesentlich höher ist als vorher. Einen Umkehrschluß kann man -mit Ausnahme der kurzen Krisenzeit in 2009 - also nicht verzeichnen. Und auch damals sank die weltweite Nachfrage nur um 3 %- trotz Weltwirtschaftseinbruch!

Öl bleibt unabdingbar. 

 

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11.6. - Jetzt ist auch China nachgezogen, sich weiter vom Petro- Dollar abzunabeln und bezahlt GAZPROM in Yuan.

Bald müssen sich die überschüssigen Dollars irgendwo niederschlagen, ich schätze beim Ölpreis.

Dieser steigt heute etwas weiter, obwohl bekannt wurde, daß die OPEC derzeit etwas mehr fördert als geplant. Wir sind wieder über 60 $ bei WTI. 

 

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10.6.- Auch die US-Energiebehörde EIA äußerte sich gestern bzgl. des Ölverbrauches der USA für 2015 positiv und hob ihre Prognose an.

 

Auch das API (American Petroleum Institute) vermeldete einen Rückgang der Lagerreserven beim Erdöl um 6,7 Millionen Barrel.Ebenso sinken die Reserven bei Benzin stärker als gedacht.  

Ganz klar  der übliche Zyklus.  

Was nach langer teurer Phase plötzlich nur noch halb so teuer ist, wird verschwenderischer nachgefragt. Das wirkt natürlich preistreibend- bis zum nächsten Zyklus.

Hinzu kommt, daß jetzt viele Anleger bemerken, daß man mit dem unterbewertetem Erdöl bei überbewerteten Börsenwerten künftig richtig Geld verdienen kann. Immerhin ist der Ölpreis in diesem Jahr schon um ca. 30 % gestiegen. Solche Trends locken Trader an.  

Eigentlich bietet sich Öl und Gas derzeit als günstige Ausweichmöglichkeit bei einem überkauftem Aktienmarkt an. Jetzt ist die Zeit der sophisticated investors, jenen die kaufen wenn es billig ist.

 

Einen weiteren Preistreiber finden wir in Russlands Entdollarisierung. Mit China wird Öl schon in der Landeswährung verkauft. Somit sinkt die Petrodollarnachfrage, welche nur über höhere Ölpreise kompensiert werden kann.

Diese Abkehr Russlands von der Weltreservewährung ist der Hauptgrund für die Rückkehr des "Kalten Krieges" gegen Russland. Und dafür ist jede noch so plumpe Lüge recht, die nur oft genug medial wiederholt werden muß, um geglaubt zu werden, auch wenn jegliche Beweise fehlen oder z.B. die Physik dagegen spricht. 

 

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8.6. - Nachdem alle anderen Ölkonzerne Ihre Fracking-Bohrungen in Polen eingestellt haben, nimmt jetzt auch der letzte -ConocoPhillips- reißaus.

Grund: zu hohe Kosten und zu wenig Erdgas.  

Das prognostizierte ich schon 2009!  

 

Solange die Gaspreise nicht steigen, lohnt sich Fracking aus Schiefergestein nicht. Allerdings zwingen die gefallenen Preise in den USA zu verstärkten Effizienzanstrengungen in der Industrie. So schlossen sich nicht nur die großen Erdölausrüster Baker Hughes und Halliburton zusammen, sondern auch die Operatoren vor Ort agieren seit kurzem sparsamer, so daß sich in einigen Gebieten gar die Shale-Öl bzw. -Gasförderung bei 60 bis 65 $ lohnen kann. Am besten steht natürlich jener da, welcher keine Kredite zu bedienen hat.

 

 

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5.6. - Erwartungsgemäß beschloß die OPEC auf ihrer heutigen Sitzung in Wien keine Förderkürzungen. Die Obergrenze bleibt bei 30 Mio. bbl / Tag. Der Ölpreis zog trotzdem etwas an, da man davon ausgeht, daß die Nachfrage aufgrund des geringeren Preises steigt und dieser somit auch später wieder anziehen wird.

 

Wie wichtig Erdöl in der Zukunft bleibt, zeigt China. So ist Exxon Mobile nicht länger größter Ölproduzent (von den staatlichen wie die saudische ARAMCO abgesehen), sondern Petro China. Diese haben letztes Jahr 2,4 Mio bbl /Tag gefördert. Zudem kaufen die Chinesen alles an Ölfeldern weltweit auf, was ihnen vor den Renmimbi oder Dollar kommt.

So investierte z.B. Petro China das doppelte in Neuerschließung als Exxon.  

Übrigens verfolgen die Chinesen auch die gleiche Strategie wie wir:

"Neues Öl aus alten Feldern" 

 

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3.6. - Eine"radikale Idee" soll lt. WELTonline den statistischen Mittelwert des Wetters von 30 Jahren retten. Diese Statistik wird von CO-2-Gläubigen auch Klima genannt.  

Die radikalste Idee wäre allerdings die Wahrheit, daß der Mensch weder das Klima beeinflussen noch "retten" kann, es keinen "Treibhauseffekt" gibt und Kohlenstoffdioxid keinerlei Einfluß auf das Welt-Wetter innerhalb von 10.950 Tagen hat. Stattdessen kommt das übliche Geblubber zur Aufrechterhaltung diverser Konjunkturprogramme, welche die Klimareligion begründet.

 

Naja, "etwas" haben selbst die Ölproduzenten davon.  

Schließlich verlangen alle angeblich "grünen" und verteuerbaren Energien kontinuierlich Erdöl und Erdgas ohne jemals etwas daran zu ändern, daß damit Kohle, Öl und Gas eingespart werden- ganz im Gegenteil.  

Und so ist es auch nicht verwunderlich, daß die OPEC heute eine steigende Nachfrage sieht, die Förderraten daher nicht reduzieren will. 

 

Wenige Tage vor dem Treffen des Kartels sagte der saudische Minister Nahimi: 

 

"Wir befriedigen derzeit die weltweite Nachfrage, und ich sehe nicht, dass sich dies ändert" - und sieht positive Aussichten für Ölproduzenten.

 

Der Kollege aus Katar meinte:  

"Die weltweite Konjunkturerholung zeigte ermutigende Signale, und die Öl-Nachfrage zieht an."

 

Tut dem Ölpreis gut. Es geht weiter aufwärts.

 

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1.6. - 2007 interviewte der bekannte und im selben Jahr leider verstorbene Filmemacher Arron Russo (u.a."Die Glücksritter" mit Eddy Murphy oder "America: Freedom to Fascism") Nick Rockefeller.  

Dieser steckte ihm, daß die geheime Weltelite, die sich in zwei Wochen beim nächsten Bilderberger-Treffen in Tirol trifft, vor hat, die Menschen zu verchippen, das Bargeld auch abzuschaffen.  

Ich und viele andere wurden bezüglich dieser Warnungen damals üblicherweise als "Verschwörungstheoretiker" diskreditiert. Dabei gehören solche "Insiderinfos" - die mehr und mehr dank Internet öffentlich werden- zur Recherchetätigkeit eines jeden Investors.

 

Heute, 8 Jahre später, steht das im Mainstream, hier als Beispiel dem FOCUS.

Allerdings glaube ich, daß dieser Plan schief gehen wird.  

Das müsste weltweit durchgesetzt werden und das ist nicht möglich. Zudem benötigt Cybergeld eine unangreifbare elektrische Infrastruktur, die es nicht gibt. Es würde sich sofort ein Devisen-Zweitmarkt mit Dollar o.a. Währungen bilden. Wer dennoch berechtigt besorgt über diese in den Faschismus (z.B.Totalüberwachung) gleitende Entwicklung ist, kann sich in Edelmetalle oder die Weltwährung Dollar flüchten. Dieser wird weltweit auch in bar gehandelt.  

Grundsätzlich sollte man weitestgehend -allein schon aus Protest - wieder bar zahlen.  

Das ist nicht nur anonym sondern regelrecht gesetzeskonform, denn ausschließlich Bargeld ist lt. Gesetz das Zahlungsmittel und nicht der Anspruch darauf, also das Computer-Giralgeld auf dem PC-Konto. 

 

 

 

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MAI 2015

 

29.5. - Die Öl-Lagerbestände in Cushing/Ok. sind stärker zurück gegangen als erwartet, statt  1,8 Mio sind es nun 2,8 Mio. bbl weniger, was den WTI- Ölpreis etwas stützt. Allerdings hat sich auch die Ölproduktion der USA um ca. 3 % wieder erhöht. Somit konsolidiert der Preis zwischen 57 und 60 $ derzeit. 

 

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28.5. - Schuldenschnitte, "Cyprisierung" von Konten, Kapitalverkehrskontrollen, Minuszinsen, Steuerterror, Kapitalmarktbeschränkungen, Bargeldbeschränkungen, Gesetzesbrüche, Vorratsdatenspeicherung, staatliche Steuerdatenhehlerei, Diskussion eines Bargeldverbotes sind einige der finanziellen Repressionen gegen die "Terroristen" - nämlich Sie, den Sparer, Investor, Anleger, Unternehmer, Mittelständler, Angestellten, Rentner oder Bürger.

 

Die EU hat mittlerweile alle Merkmale einer Finanzdiktatur und beabsichtigt zur Verlängerung des Systems gar ziemlich offen und direkt die Enteignung ihrer Völker. Dazu sind alle Mittel der Propaganda recht, dies den "Terroristen" ordentlich zu verkaufen, daß sie so lange wie möglich schlafen. Besonders hervor tun sich hierbei die Zwangsanstalten des TV.

 

Doch ab und an kommt von dort auch mal ein indirekter Tip für geschundene EU-Bürger:

PLUSMinus: Steueroase USA.  

Auch wenn dort ebenfalls längst ein Polizeistaat  gegen die eigenen Leute eingeführt wird, so hat dort der non-us-citizen erstaunliche Möglichkeiten sein Vermögen zu schützen. Aber sehen Sie selbst. 

 

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 26.5. - Der saudische Ölminister meint, daß die Nutzung fossiler Energieträger kurz vor seinem Ende stünde, eventuell 2050. Deswegen will man jetzt in Solaranlagen investieren.

 

Erdöl und Erdgas werden solange wir leben weiterhin die wichtigsten Rohstoffe bleiben. Wäre es anders, läge der Preis wegen Knappheit viel höher und der Weltöltagesverbrauch ginge kontinuierlich nach unten.  

Das Gegenteil ist der Fall.

 

 

Aber wahrscheinlich haben die Saudis schon Befürchtungen, daß die Förderraten ihrer Felder zurück gehen oder sie ihre Führungsmacht verlieren.  

Die Emirate haben deshalb schon vor Jahrzehnten eine Diversifizierung sehr erfolgreich begonnen, um nicht nur vom Öl abhängig zu sein. Das erkennen die anderen Scheichs jetzt wohl auch. Allerdings ist selbst in der Wüste Solarstrom in egal welcher Aufbereitungsform alles andere als sinnvoll und kann auch dort nur durch Subventionen "wirtschaftlich" werden. Das ist aber nie nachhaltig-Stichwort: Energiedichte! 

Der Unsinn von  Desertec ist ja erwartungsgemäß auch aufgeben worden. Die Physik war hier der natürliche Feind. 

So ist die Meinung des Ministers lediglich eine politische, um das Solargeschäft anzuschieben. Womöglich ist er selbst darin involviert.

 

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20.5.- 2013 kauften die USA von Saudi-Arabien 1,5 Mio. bbl Öl täglich, 2014 nur noch unter 1 Mio.  

Die Araber kompensieren das durch China mit Lieferungen von 1 Mio. bbl pro Tag. Grund sind die US-Eigenproduktionen durch das Fracking sowie größere kanadische Importe. Vom nördlichen Nachbarn kommen 3 Mio. am Tag.  

 

Sollten sich die Saudis weiter nach Asien orientieren, das Frackinggeschäft zudem nachhaltig zurück gehen, schwinden auch die Lagerreserven, was den WTI-Preis antreiben wird. Dieser ging jetzt in eine ersten Korrektur nach unten, obwohl Cushing einen stärkeren Rückgang der Kapazitäten meldete. Hier erfolgt jetzt die übliche Korrektur und spekulative Gewinnmitnahmen. Dann gehts weiter aufwärts. Vertrauen Sie ganz einfach auf die Schweine und deren Zyklus.... 

 

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19.5. - Zwei weitere Entwicklungen versprechen höher Ölpreise.

Zum Ersten ist jetzt der lange diskutierte Gesetzentwurf zur Aufhebung des Exportverbotes von US-Ölprodukten   im Kongress eingebracht worden. Tendenziell geht man davon aus, daß das Exportverbot aufgehoben wird, wenigstens teilweise. Damit würden sich die Überkapazitäten in den Lagern, vor allem dem Erfüllungsort des WTI-Preises in Cushing/ Ok. entspannen, was zu einem Preisanstieg von WTI führen wird.

 

Zum Zweiten bahnt sich meine mehrfach hier prognostizierte Vermutung an, daß das FED ein "QE 4" zur Stützung der Märkte und der Verhinderung einer Deflation, die auch durch sinkende Ölpreise befeuert wurde, beschließen wird. Dies trägt, bedingt durch den Öl-Dollar-Standard, immer auch zum Preisauftrieb bei Rohöl bei, da dort diese Inflation antizipiert wird.  

Die 4 Billionen Dollar in den 6 Jahren bis 2014 haben vorzugsweise den Aktien-und Immobilienmarkt aufgebläht, der aber nun überhitzt ist. Demzufolge dürften Umschichtungen in die derzeit unterbewerteten Energierohstoffe sehr wahrscheinlich sein, zzgl. dem "QE 4"-Geld. 

 

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15.5.- Trotz ungebrochener Produktion der Saudis steigt der Ölpreis schon wieder. Als Grund werden Spekulanten ausgemacht, sowie erhebliche Long-Positionen auf dem Future-Markt, weil alle höhere Ölpreise erwarten.  

Üblicherweise haben die Spekulanten die Bodenbildung abgewartet und sind dann in den steigenden Markt gegangen. Aber auch die aktuelle Dollarschwäche treibt die Preise etwas an. Dennoch dürfte es bald einen Rücksetzer geben um danach erneut noch höher zu steigen.

 

anderes Feld: 

 

Ein Geheimpapier der EU fördert zu Tage:  

Der geplante Einsatz der Nato gegen Libyen trägt deutlich die Züge einer Invasion. Die EU nimmt außerdem in Kauf, dass Zivilisten bei dem Einsatz getötet werden können. Unter der Führung der US-Regierung wird der Krieg zum Instrument der Politik in Europa. Bei dem Einsatz geht es um die Kontrolle über die Öl-Förderung in Nordafrika.  

weiterlesen

Das wundert uns jetzt nicht wirklich, oder? 

 

 

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13.5. - Das Öl aus Russland größtem Ölfeld in Sibirien fließt großteils nach China und man macht sich damit weiter unabhängiger von europäischen Kunden. Allerdings steigt dann auch die Abhängigkeit von China, zumal 46% der russischen Staatseinnahmen aus dem Erdöl und Erdgas kommen.

Doch der Öldurst in Asien wird weiter steigen, so daß auch die Kunden gewisse Abhängigkeiten gegenüber den Lieferanten haben. Man braucht und arrangiert sich.  

Was fehlt ist auch in Rusland Investitionsgeld zur Erschließung neuer Felder. Daher hinkt die Exploration auch hier hinterher, was zwangsläufig demnächst zu noch höheren Preisen als die bislang gewohnten führen wird.  

Ich gehe davon aus, daß man sich bis 2018 an Preis von durchschnittlich 130 $ gewöhnen wird müssen.  

 

US-Außeminister Kerry ist zudem überraschend mit Putin in Moskau zusammen getroffen. Offensichtlich braucht die USA für irgendeine neue Aktion gegen die "Terroristen" einen Verbündeten und so sind sogar die Aufhebungen der Sanktionen in Aussicht gestellt. Der nach unten manipulierte Öl-Preis hat eben wieder mal nicht den Schaden verursacht, den er in Russland anrichten sollte. So könnte der Preis auch deswegen wieder steigen dürfen. WTI liegt heute über 62 $, Tendenz weiter steigend. 

 

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12.5. - Die USA erlauben dem holländ.-britischem Konzern Shell unter Auflagen nach Öl und Gas in der Tschuktschen-See der Arktis vor Alaska zu bohren. Zwar melden üblicherweise Umweltschützer Bedenken an, dabei ist im Gebiet bereits Shell seit 2010 aktiv. Auch ConocoPhillips und Statoil wollen dieses Jahr dort bohren, und im russischem Seegebiet GAZPROM.

 

Das Gebiet dürfte meiner Ansicht nach aber nicht so riskant sein, wie propagiert. Die See ist sehr flach, im Schnitt 77 m tief und von Juli bis Oktober auch schiffbar. Die Offshoreförderung sollte dort trotz Eis beherrschbar sein, wenn sie gar andernorts in 3000 m Tiefe auch recht sicher funktioniert.

Jedoch werden notwendige Sicherheitsauflagen die Förderkosten erhöhen, was darauf schließen lässt, daß sich die Konzerne sicher sind, diese in Zukunft amortisiert zu bekommen, also einen höheren Ölpreis erwarten, mindestens über 100 $. 

Aktuell konsolidiert WTI um 60 $, BRENT bei 66 $. 

 

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11.5. - H.Müller berschreibt für den SPIEGEL wie und wen der Ölpreis schockieren kann.  

Mal steigt er, mal fällt er halt.

Bei ersterem ächzt die Wirtschaft und der Verbraucher wegen der Inflation bzw. Teuerung, bei zweitem auch, weil darin die Angst vor einem Wirtschaftsbschwung und neuerliche Preisblasen wegen künftigen Nachfragemangels in der Zukunft auf Grund zurück gefahrener Erschließungen interpretiert werden.  

Natürlich beeinflusst jeder Preis, egal ob Hoch oder Tief auch andere Assets auf den Märkten. Grund zum Jammern gäbe es also immer. 

 

Man muß sich halt nur die positiven Seiten als Investor zu nutze machen und natürlich den langfristigen Trend beachten. So können die Risiken dieser Volatilität für einen selbst in Chancen gewandelt werden.

 

Auch Müller beschreibt bzgl. des Frackings, was sich bei jetzt steigenden Preisen wieder lohnen könnte, den Schweinezyklus, der dann zeitverzögert später die Preise wieder einknicken lassen könnte. Wenn es da eben noch nicht andere preisbildende Komponenten gäbe, wie z.B. die Spekulanten...oder die Notenbanken.  

Da man das aber nie genau kalkulieren kann, ist es wohl besser, sich statt der Preisspekulation in die unternehmerische Teilhabe zu begeben und einen möglichst langfristigen Durchschnitt zu erzielen. 

 

 

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6.5. - In Libyen wurde ein wichtiger Ölhafen geschlossen, weswegen man hofft, daß sich das Öl-Angebot abschwächen könnte.

Saudi-Arabien hat auch den Ölpreis für Europa wie die USA angehoben und das API meldete einen Rückgang der US-Lagerbestände von 1,5 Mio bbl.

 

Desweiteren sehen Spekulanten eine festere Aufwärtstendenz im Chart, an der sie teilhaben wollen und so werden Kontrakte weiter teurer.  

WTI geht auf 62 $, BRENT steht kurz vor 70 $.  

Die nächsten Tage dürfte es aber eine Korrektur nach unten geben um dann den Trend fortzusetzen. 

 

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5.5. - Die Ölpreiserholung schreitet fort. Heute notiert WTI wieder über 60 $, BRENT über 68 $.

 

Derweil wird auch Erdgas teurer. Ja, auch der Henry Hub, aber ich meine das Gas für die EU-Verbraucher, weil jene sich wieder einmal durch Brüssels EU-Kartellverfahren gegen GAZPROM ins Knie schießen lassen müssen

Man wirft dem Konzern vor, in der EU unterschiedliche Preise zu nehmen, für Litauen z.B. mehr als für Deutschland.

 

Wieder typisch für die sozialistischen Kommissare im Obersten Sowjet von belgischen Politbüro. In einer gleichgeschalteten Planwirtschaft hat es gefälligst für alle Einheitspreise zu geben. Wo kämen wir sonst hin, wenn wir die freie Marktwirtschaft bei der Preisbildung gewähren lassen?  

Da nimmt man lieber höhere "Einheitspreise" in Kauf und Schuld daran ist natürlich auch die "Wirkung" und  nicht die "Ursache", also hier die EU selbst. 

 

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4.5.- Auf der kroatischen Insel Krk entsteht ab 2016 ein 1,3 Mrd. € teures LNG-Terminal, welches die EU-Steuerzahler mitfinanzieren müssen, damit die USA ihr Erdgas nach Europa verschiffen können.

 

Die Abhängigkeit von russischem Gas werden weder dieses Terminal an der Adria noch der  LNG-Partnerbetrieb an der polnischen Ostsee maßgeblich beeinflussen können, da es nur der regionalen Versorgung dienlich sein kann. 

Für die USA und deren Erdgasförderer kann das aber neben einer Angebotsentlastung, welche einen Preisauftrieb bewirken kann, auch ein Referenz-Testlauf sein, ob es sich lohnt, Erdgas ähnlich wie Erdöl über eine gewaltige Tankerflotte zu verschiffen.

 

Auf keinen Fall lohnen wird sich das für den Endverbraucher. Dieser wird die entstehenden Zusatzkosten auf den Gaspreis aufgeschlagen bekommen.  

Da hilft es künftig nur ,dies durch eine eigene Beteiligung am Gasgeschäft zu kompensieren.  

Jedenfalls könnte sich, Nutzen hin oder her, hier ein neuer Trend aufbauen, eben auch Erdgas per Tanker pipelineunabhängig weltweit zu verkaufen.

Was macht man schließlich nicht alles für Profit? Diese Entwicklung sollte man weiter beobachten. 

 

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APRIL 2015

 

30.4. - Gespannt wartete man gestern auf die Lagerdaten aus Cushing. Entgegen der Prognose vieler Analysten gingen diese erstmals seit 21 Wochen zurück, was den WTI-Preis stützte.

Ebenso stützend wirkte sich die FED-Entscheidung aus, die Zinsen weiter niedrig zu halten. Auch hier gingen viele von einer Anhebung aus. Beobachter halten es für möglich, daß man ein QE 4 startet....  

Das habe ich schon vor einem Jahr hier geschrieben, daß das kommen muß. Mathematisch geht es gar nicht anders.

 

 

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 29.4. - Es liegt mir fern, irgendwelche Programme von Parteien o.ä. zu bewerben oder zu kommentieren, aber das was die AFD auf ihrem brandenburgischen Landesparteitag in Bezug auf deutsche Energiepolitik beschloß bzw. fordert, kann ich als wissenschaftlich gebildeter und pragmatisch denkender Mensch unterschreiben.  

Ich glaube der Großteil der Leser hier ebenfalls. 

Aber lesen Sie selbst:

Braunkohle Aus, Fracking Ein: Der GRÜNE Energie-Suizid   

 

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27.4.- Wie immer bei Preis-Übertreibungen schlägt nach einiger Zeit die Stunde der Spekulanten. Das ist jetzt wieder der Fall beim Ölpreis. So haben diese letzte Woche ungewöhnlich viele Long-Positionen (Wetten auf höheren Preis) abgeschlossen. Ganz klar sind das auch alles Chartisten, die sich die Chart-Trends anschauen und da gab es eine Konsolidierung und jetzt einen mehrwöchentlichen Aufwärtstrend. Da muß man einfach rein. 

 

Hier spielt jetzt die Psychologie mit.  

Es müssen dabei noch nicht mal die Fundamentaldaten stimmen, allein schon diese Nachrichten lassen die Herde in die Long-Richtung laufen. Jetzt will man mit dem Ölpreis wieder Geld verdienen und diese Psychologie treibt Preise auch nach oben. Allerdings wirds dann volatiler, da unvorhergesehene Nachrichten oder temporäre Gewinnmitnahmen auch mal schnell den Preis kurzfristig abstürzen lassen können. Aber wie ich immer schreibe, auf den langfristigen Trend kommt es an.  

Man vergleiche auch mal die Charts nach früheren Preiseinbrüchen.Meist ähnlich. 

 

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24.4.- Weitere positive Signale vom Ölmarkt:

Aus Sorge vor der Sicherheit der Öltransportweg aus Arabien wegen neuerliche Luftangriffe der Saudis auf Jemen erhöhen Risikoaufschläge die Preise. Zusätzlich wird WTI beflügelt durch zurück gehende Lagermengen in Cushing wie US-Datenanbieter Genscape informierte.

 

Unterdessen verabschieden Russland und China ein gigantisches Gaslieferabkommen. GAZPROM wird China ab 2019 jährl. mit 38 Mrd. cbm Erdgas beliefern und kompensiert damit mögliche Lieferausfälle aus Europa. Eine 4000 km lange Pipeline namens  „Power of Siberia“ wird dazu neu gebaut. 

 

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23.4. - Die USA versuchen den Ukraine-Konflikt und den Gasstreit bzgl. des absurden EU-Kartellverfahrens gegen Russland zu nutzen und bieten sich erneut als Alternative an.  

Nicht nur daß sie propagieren, Ihr eigenes Schiefergas mit LNG-Tankern nach Europa zu schippern, auch der Export der Fracking-Technologie gen Osten ist laufend im Gespräch.

Da  Haliburton & Co nicht mehr in den USA wachsen, weil die Shalegas-Bohrungen zurück gehen,  muß es Europa kompensieren, egal ob es  wirtschaftlich ist. Bezahlt werden könnte es über einen höheren Gaspreis der nur noch politisch dem Volke begründet werden müsste. 

 

Etwa so:  

"An der Verdopplung des Gaspreises für die Europäer ist der Russe schuld, der ein Monopol besitzt. Um das zu brechen haben wir keine Mühen gescheut, euch mit extra gebauten LNG-Terminals und Tankerflotten sowie neuen Frackingbohrungen in euren Gärten diese Kosten umzulegen."

 

Wir dürften in kürze solche Propaganda zu lesen bekommen.  

Allerdings wird dieser Schuß wieder mal nach hinten los gehen, denn keine Tankerflotte kann Gaspipelines ersetzen. Die USA werden nämlich ihr Gas künftig selber benötigen, weil zurück gehende Bohrungen das Erdgasangebot reduzieren. Aber künftige, langfristige Entwicklungen, gar einen Schweinezyklus, sind für Politiker noch nie relevant gewesen, da sie dann, wenn es eintritt, eh nicht mehr verantwortlich sind. 

 

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21.4.- Die DWN listen in ihrem Beitrag "Schulden außer Kontrolle" gut die verschiedenen und vorbereiteten und schon laufenden Möglichkeiten der finanziellen Repression auf, die durchgezogen werden, um das System noch einige Jahre zu verlängern. Davon kann man ausgehen.  

Besonders gut zu plündern sind alle bekannten und leicht zugänglichen Vermögenswerte der Masse, also Versicherungen, Pensionskassen, Anleihen, Spar-und Giroguthaben, Immobilien oder das Arbeitseinkommen mittels Besteuerung. Was nicht auf der Agenda steht, sind Firmenanteile o. ähnliche gewerbliche Vermögenswerte oder Investments. Ölfelder stehen auch in keinem Focus! 

 

"Für Sparer und Anleger ist die Zeit gekommen, sich genau zu überlegen, was sie mit ihrem hart erarbeiteten Geld machen. Sie müssen sehr intelligent vorgehen. Über kurz oder lang wird ihnen jeder Ausweg abgeschnitten werden. Der Crash ist systemimmanent."

 

Bevor es crasht, wird erst die Masse arm. Die Leser dieser Seite sollten nicht dazu gehören, sondern wie geschrieben "intelligent vorgehen"

 

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20.4. - BakerHughes meldet einen Rückgang der Bohrungen in den USA die 19. Woche in Folge und auf tiefsten Stand seit 2010.

Gleichzeitig drehen die Prognosen ins Positive. Immer mehr Analysten gehen jetzt von steigenden Ölpreisen aus. WTI und BRENT festigen heute Ihre Preispositionen.

 

Unterstützend sind Meldungen aus China, wo sich die Zentralbank gegen die Konjunkturabkühlung positioniert.Banken müssen weniger Mindestkapital zur Kreditvergabe bereit halten. 

 

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17.4. - Der  Preisverfall des Öls verändert immer auch die Kausalketten der jeweiligen Abhängigkeiten und ist somit der Ursprung seines Wiederanstieges bei einem Petro-Dollar-Standard.  

Hatten bislang die OPEC-Staaten Ihre Öleinnahmen auf dem Finanzmarkt reinvestiert (z.B. US-Staatsanleihen) so fällt das jetzt aus, da sie selber auf ihre Dollarreserven zurück greifen müssen, da die Dollareinnamen ja defacto halbiert wurden. Erstmalig seit 20 Jahren saugen OPEC-Staaten Liquidität wieder aus dem Markt, was zusätzlich  zu einer Dollarstärke führt.

 

Nun sinkt damit natürlich auch der Kauf von US-Anleihen, mit denen sich der US-Staat mit finanziert. Die Differenz muß die Notenbank ausgleichen- durch Geld drucken, was wiederum zur Inflation führt, welche dann auf die Förderkosten, respektive den Ölpreis durchschlägt. Und schon steigt er wieder.  

 

BRENT ist heute schon bei 64 $, WTI schon bei 58 $. Eine Einleitung der Trendwende ist wohl schon geschafft, Rücksetzer kommen aber sichr noch einige. 

 

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15.4.- Der IWF sieht vor dem Hintergrund niedriger Ölpreise und starkem Dollar

mehr Wachstum. Man geht gar von einem Wirtschaftswachstum im Euroraum aus.  

 

Genauso falsch wie zu Prognosezeiten bei einem höheren Ölpreis werden auch jetzt wieder die Erwartungen linear in die Zukunft interpoliert. Dabei müsste längst klar sein, daß es nie kontinuierlich auf- o. abwärts geht.  

Und beim Ölpreis geht es nach dem Abwärtsttrend jetzt erstmals mit einer ersten Tendenz wieder aufwärts, mit dem Dollar auch noch, wobei hier auch kurzfristig eine Korrektur fällig wäre. Diese ist auch beim DAX längst fällig, der selbst für Profis nun schon als gefährlich überkauft bezeichnet wird. Zeit also zum Umsteigen von teuren in derzeit billige Werte. 

 

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14.4. - Die Förderung aus Frackingprojekten ist jetzt in den USA rückläufig. Damit wirkt sich der Ölpreisverfall nun üblicherweise zeitverzögert auf die Prouktion aus. Gleichzeitig stabilisieren sich die Ölpreise weiter und zeigen einen ersten Aufwärtstrend.

Auch die IEA prognostiziert im Mai einen Rückgang der Schiefergasproduktion, den ersten seit 4 Jahren. Das wird den Gaspreis unterstützen.

 

Bevor Fracking wieder rentabel wird, müsste der Öl-Preis wenigstens 80 $ erreichen, Gas 6 $. Allerdings wäre die Rentabilität dann auch nur unter der weiteren Kreditsubvention da.Doch diese Sicherheiten dürften jetzt angezählt sein. Ohne Kredite bräuchte die Methode ordentliche dreistellige Ölpreise zum überleben. 

 

Zusätzlich hilft, daß sich die Einigung mit dem Iran  nun erst einmal doch nicht abzeichnet. Vor einem Jahr wird von dort kein zusätzliche Öl den Markt überschwemmen.

Es geht bald wieder aufwärts - nur Geduld. 

 

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10.4. - In England ist ein angeblich riesiges Ölfeld entdeckt worden, 100 Mrd. bbl Öl sollen darin lagern und ein Vorkommen von Weltrang sein, gar Englands größtes.

Ganz glauben mag ich das nicht- im Gegenteil.  

Was mich verwundert ist der geringe Entölungsgrad von lediglich 3 bis 15 %, und das, obwohl das Öl in nur 700 bis 900 m Tiefe lagere. Bei diesen geringen Tiefen dürfte der Entölungsgrad viel höher und Fracking dürfte auch nicht nötig sein, obwohl man es womöglich braucht. 

Ich halte es für eher unwahrscheinlich, daß es sich in dieser geringen Tiefe um eine Schieferformation handelt.  

Die Fördertiefe ist sehr entscheidend für die Bohrkosten und damit die Rentabilität. Daher wäre ein solches Feld ideal. Das widerspricht sich aber dann mit dem ungewöhnlich geringem Abschöpfungsvolumen.  

Wer weiß wer hier mit welchen fiktiven Bilanzwerten die Bilanz aufhübschen will? Ich verweise hierzu auf meinen Komentar von vorgestern. 

 

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 9.4. - Wie immer zu Zeiten niedriger Ölpreise lohnt sich das Einkaufen. Jetzt kauft Shell die britische BG und wird damit nach Exxon Mobile und BP der drittgrößte private Öl-und Gaskonzern. Natürlich geht es dabei auch um Kostenreduzierung.

 

Für Shell ist es wegen der gefallenen Gewinne und zwecks Kompensation dieser auch günstiger, bestehende Produktionen zu kaufen, gerade dann wenn deren Bilanzwerte im Keller liegen.  

Das ist echtes investieren. Beispiel dran nehmen!

Weiterführender Artikel von van de Kamp hier. 

 

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8.4. - Wenn nichts mehr geht, bietet man seine Öl-und Gasreserven an.

Der griechische Verteidigungsminsiter, der eigentlich sein Tafelsilber verteidigen sollte, bietet Victoria Nuland (bekannt durch "F....the EU") an, die Rohstoffe zu fördern. 

Angeblich könnten die Reserven 600 Mrd. $ bringen.  

Daher wird schon seit 2011 gemutmaßt (u.a. von Dirk Müller in "Showdown"), die griechische Insolvenzverschleppung könnte hauptsächlich diesem Ziel dienen.

 

Allerdings sind Öl und Gas im Boden erst dann etwas wert, wenn dieses nachgewiesen ist und sich auch wirtschaftlich fördern lässt.

Ansonsten bewerte ich mein Grundstück auch mit mehreren Millionen, weil man womöglich auch in einigen hundert Kilometern Tiefe unter Mecklenburg auf Erdöl stoßen dürfte.Immerhin wurde hierzulande bis 1993 sogar erfolgreich gefördert. 

Solange aber in Hellas nichts nachweislich nach oben gefördert wird,sind das alles Illussionen.

 

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7.4. - Die hier gestern befürchtete Ölschwemme von 2 Mio. bbl / Tag durch die Öffnung der westl. Märkte für den Iran scheint verfrüht zu sein.

Bis heute sollte der Iran das Papier unterschreiben, verlängert bis übermorgen. Allerdings will Iran nur ein allgemeines Papier unterschreiben, die USA wollen fixe Punkte.  

Demzufolge dürfte die Aufhebung der Sanktionen, die schrittweise ab 2016 vorgesehen wäre, ausfallen.  

Die Ölpreise legen daher heute zu. 

 

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6.4.- Ab diesem Monate drohen ersten Fracking-Unternehmen Probleme bei der Bilanzierung Ihrer Reserven. Nachdem diese bislang zu den alten höheren Ölpreise bilanziert wurden, müssen ab diesem Quartal die tiefen Preise kalkuliert werden. Das wäre nicht tragisch, wenn es da keine Kredite gäbe, welche als Sicherheit die höher bewerteten Reserven hinterlegt haben. Somit könnte Kreditlinien gekürzt oder ganz gestrichen werden. Damit können nötige neue Fracs nicht finanziert werden, was die Rückzahlung der Kredite durch neue Förderergebnisse weiter erschweren wird. Ab Sommer sollte es daher zu einem spürbaren Rückgang der Förderraten aus US-Schiefergebieten  kommen. 

 

Auch in China ziehen sich Öl-Multis wie BP und Shell aus den geplanten Vorhaben zur Schiefergasgewinnung im Reich der Mitte zurück.  

Grund: Trotz hoher Investitionen bleiben die erwarteten Gewinne aufgrund des Ölperisverfalls aus. Sehr ausdauernd ist man in den dortigen Chefetagen nicht. 

 

Der Iran hat im Atomkonflikt eingelenkt und darf dem Westen womöglich ab Sommer wieder Öl verkaufen. Bislang wurden wie 2009 schon Überkapazitäten auf See in Tankern gebunkert. Einige erwarten nach Ablauf des Embargos daher eine kurze Ölschwemme mit Preisverfall von BRENT-Öl. Da aber den OPEC-Ländern so langsam doch die geliebten Einnahmen fehlen, man mit der egoistischen Haltung der Saudis zur Stützung Ihrer Marktmacht auf Kosten der anderen Kartellmitglieder nicht zufrieden ist, könnten sich bei der nächsten Konferenz die benachteiligten Ölstaaten gegen die Saudis wenden und eine Drosselung zur Preisstützung durchsetzen. Außerdem dürften sich dann auch die Rückgänge der US-Frackingaktivitäten im Markt bemerkbar machen. 

 

 

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2.4.- Das ist wieder einmal typisch für Politik. Gerade als spürbar wird, daß die  kreditgetriebene US-Schieferfracking-Blase zusammen fällt, beschließt man hier diese Technik einzusetzen, und glaubt, sich damit von den zuverlässigen russischen Gaslieferungen unabhängig machen zu können.

 

Allein ein Blick auf die im Artikel gezeigte Karte lässt erkennen, daß sich Fracking höchstens dort lohnen kann, wo es riesige zusammenhängende Felder gibt, die auch den Aufbau einer großen Infrastruktur rentabel erscheinen lässt. Das ist ganz gewiss nicht in Deutschland. Meiner Vermutung nach geht es hierbei eher um ein Neugeschäft im Verkauf von Ausrüstung von Haliburton & Co. Schließlich brechen deren Umsätze und Wachstumsaussichten aufgrund zurück gegangener Fracs in den USA gerade ein. Das alles unter der Vorstufe zum TTIP. 

 

Gefährlich werden kann es immer wieder auf den Bohrplattformen. Im Golf von Mexico ist gerade eine explodiert und steht in Flammen. Die Bohrinsel gehört der mexikanischen PEMEX.  

Zwar schreit Greenpeace wieder wie vor 5 Jahren bei dem Deepwater Horizon-Unfall Zeeter und Mordio, aber das Öl im Wasser baut sich grundsätzlich recht schnell durch Bakterien ab. Sicher kommen einige Tiere zu Schaden und manch Strand wird verschmutzt, aber das kam in der Natur schon vor der menschlichen Erdölförderung vor. Nur daran erinnert aus politisch- ideoligischen Gründen heute kaum einer. 

 

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1.4.- "Der deutliche Absturz des Preises für Rohöl bringt sowohl einige Staaten in eine schwierige finanzielle Lage, als auch viele kleine und mittlere Produzenten an ihre Grenzen."  

weiterlesen 

 

Besonders betroffen sind ja Schiefer-Fracking-Projekte, wobei nicht alles was im texanischem Schiefer fördert, unrentabel werden muß. Es gibt einige Quellen, die aus Zwischenformationen der Barnett -Shale auch mit aktuellen Preisen noch sehr gut 2-stellig performen, teilw. schon 10 Jahre ohne weitere Fracs und nur durch Eigendruck, also auch ohne Pump-Jack. Referenzen sind gern auf Anfrage erhältlich. 

 

Auch das Projekt ESPERANCE POINT hat selbst beim Erreichen der Minimalfördermenge noch zweistelliges Ausschüttungspotential. Jetzt merkt man, daß es besser ist, konservativ zu kalkulieren, rechtzeitig (2008) aus dem Fracking ausgestiegen zu sein und nicht auf Kredit zu kaufen. 

 

 

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MÄRZ 2015        

 

30.3. - Jetzt kommen weitere Gründe sein Geld von den Banken abzuziehen und in Sachwerte oder andere Alternativen zu gehen. 

 

1. Österreich cancelt ausgesprochen kurzfristig schon zum Juni 2015 (!!!)  diesen Jahres die staatliche Einlagengarantie.  

Die wenigen Mittel des dazu aufzustellenden Bankenfonds in Höhe von 1,5 Mrd. werden bei Bankenpleiten keinesfalls ausreichen. Es werden dann die Bankkunden mit Ihren Geldeinlagen herangezogen werden (siehe Zypern). Einige Ausnahmen wie Immotransfers, Scheidungs-o.Unternehmerkonten  u.a. gibt es noch.

Da man kaum hinter die Bilanzen der Banken schauen kann, diese nur als Insider versteht, sind Bankeinlagen in Österreich somit Hochrisikoanlagen geworden. Ob jetzt jeder Bankberater am Schalter bei Einzahlungen ebenfalls eine umfangreiche Risikobelehrung machen muß, ist nicht bekannt.

 

2. Australien führt als erstes Land eine Zwangsabgabe auf Sparguthaben ein. Ob es hier am Schalter einen Warnhinweis gibt, daß es das eingezahlte Geld per Gesetz nun keinesfalls mehr zum vollen Wert zurück gibt, ist auch unbekannt.

 

Beides sind Versuchsballons und diese werden definitiv auch in Deutschland u.a. Ländern eingeführt, da nicht davon auszugehen ist, daß die Masse hier groß aufschreit.  

Kurz gesagt, ist es schlicht fahrlässig sein Geld noch naiv -vertrauensseelig den Banken zu überschreiben. 

 

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27.3.- Die Saudis bombardieren im Jemen und die Angst geht um, die Angst um die 27 Kilometer breite Meeresstrasse Bab al-Mandab. Über die viertmeistbefahrene Wasserstraße gehen täglich etwa 3,8 Mio bbl Erdöl. Zudem ist es ein Hort von Piraten.  

Der Krieg im angrenzendem Jemen verstärkt nun die Befürchtung einer möglichen Behinderung oder Schließung dieses wichtigen Transportweges zwischen Europa und Asien. Ein Umweg über das Kap wäre zwar möglich aber teurer und länger. Gefährlicher wird es aber, wenn seitens des Jemen gegen die Saudis zurück geschlagen würde. Dann sind wir ganz fix wieder über 100 $.

 

Unterdessen sieht US-Öl-Milliardär T. Boone Pickens die USA in der Pflicht, den Kampf der OPEC gegen die US-Frackingindustrie zu parieren. Er will die Überproduktion stoppen lassen, weil er keinen Sinn darin sieht, das die Saudis drosseln sollen, welche für die US-Überproduktion ja gar nicht verantwortlich sind.

Zumindest den Stop neuer Bohrungen fordert er, dann würde sich der Preis auf 70 $ stabilisieren. Ohne die Frackingindustrie wäre nach Einschätzung von Pickens der Ölpreis bereits zw. 150 bis 200 $.  

Verantwortlich ist m.M.n. aber nicht die Frackingindustrie, sondern primär die FED mit Ihrer Geldschwämme und dem billigen Kredit. Ohne diesen gäbe es die derzeitige Frackingblase nicht. Sie wäre spätestens seit 2009 mit dem Gaspreisverfall eingebrochen. Aber das will Pickens wohl nicht sehen, weil er sicher auch im Kredit ist. 

 

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26.3. - Nachdem der Ölpreis nochmals deutlich nachgegeben hatte, steigt er nun wieder über 50 $ (WTI). Grund ist der Kriegsaufschlag, denn Saudi-Arabien zieht in den Krieg.  

Mit 9 Ländern geht es im Jemen gegen schiitische Rebellen: 

Ägypten, Marokko, Jordanien, der Sudan, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Bahrain stellen Flugzeuge zur Verfügung.  

Ägypten, Pakistan, Jordanien und der Sudan bieten Bodenunterstützung an. 150.000 Soldaten werden dafür aufgestellt (z.Vgl.: die NVA +Grenzer der DDR hatten 1989 ca. 211.700 Mann).

 

Daher machen sich die Marktakteure nun Sorgen, daß der Konflikt großräumig eskalierend auch Saudi-Arabien treffen könnte. Einige sehen schon brennende Ölfelder, die von den Rebellen als Rache gezündet wurden.

Ebenso sind die Schiffahrtsrouten der Öltanker möglicherweise betroffen. 

 

Wie schon vor einigen Wochen in Bezug auf den IS hier erwähnt, kann sich ein regionaler Konflikt ganz schnell zum Preistreiber für Öl entwickeln, auch wenn die Lager noch voll sind. 

 

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23.3. - Auch andere erwarten für den Sommer eine Erholung der Ölpreise. Aufgrund der Verzögerung werden erst dann die noch laufenden Überproduktionen abgebaut sein. Immerhin sind seit Dezember die Zahl der Explorationsbohrungen um 40 % gesunken. Dennoch gibt es aufgrund der Förderträgheit einen 42-Jahres-Höchstwert der US-Produktion.

 

Der Markt findet aber jetzt ins Gleichgewicht und konsolidiert, was eine Trendwende im Sommer ermöglichen kann. Der Vorteil des geringen WTI-Preises ist zudem, daß die Amis den Sprit wieder in vollen Zügen verbrennen, kostet ja nicht viel.

 

Wer also jetzt in den Markt einsteigt und Geduld hat, profitiert dann wieder in der langjährigen Aufwärtsphase. 

 

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20.3. - Die deutsche Wintershall wird trotz Ölpreisverfall ihre Förderung in den kommenden Jahren deutlich ausbauen, auf Russland, Norwegen und Argentinien setzen.  

Zwar erwartet die BASF-Tochter für dieses Jahr erhebliche Einbußen, aber offensichtlich erwartet man auch, diese künftig mit höherer Förderung und steigenden Preisen wieder zu kompensieren. Also bereitet man sich schon mal darauf vor.  

 

Sehr vernünftig, die Entscheider.  

Man sollte planen, kaufen und investieren, wenn der  Markt oder die Stimmung  am Boden liegen. Betrifft  jedes Investment.  

 

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19.3. - Die FED hat gestern abend ganz vorsichtig kommuniziert, im Sommer eventuell die Zinsen zu erhöhen - seit 9 Jahren! Das stärkte kurz den Euro etwas, verpuffte aber bereits heute vormittag wieder. Wahrscheinlich wird man es, wenn überhaupt, nur um wenige Prozentpunkte machen, um die Glaubwürdigkeit nicht ganz zu verlieren. Schließlich erzählen die das schon seit Jahren.

 

Ich tippe daher eher auf das Gegenteil. Man fährt eher ein weiteres quantitative -easing-Programm an.

Die Zinsen dürfen nicht steigen, weil sonst die Wirtschaft gleich wieder kollabiert, der Aktienmarkt ebenso und womöglich irgendwelche Derivate schlagend werden.  

 

Das System braucht immer neue Nachschuldner und denen muß man den billigen Kredit schmackhaft machen, denn nur darüber kommt Geld ins System. Mit höheren Zinsen wird das nichts. Solange noch keine spürbare Teuerung auf die Preise durchbricht, wird weiter inflationiert. Da Öl derzeit billig ist, spricht auch hier nichts gegen weitere Geldschöpfung. 

 

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17.3. - Die Ölpreise von BRENT und WTI sind wieder gefallen. Aber es kommen

jetzt optimistischere Stimmen aus Saudi-Arabien.

Ein Berater des saudischen Ölministers sagte auf einer Energikonferenz am Wochenende, daß man eine steigende Nachfrage aufgrund des günstigen Preises erwarte und sich der Preis stabilisiere.

 

Im Juni ist die nächste offizielle OPEC-Konferenz geplant, wo über Eingriffe entschieden werden könnte. Was dann die Saudis machen, ist noch nicht klar. Zunächst werden sie an der aktuellen Förderpolitik festhalten.  

Einige OPEC-Länder wollen aber schon in Kürze eine Krisensitzung einberufen, da deren Haushalte zwingend höhere Ölpreise benötigen.

 

Die Lager in Cushing/Ok., wo der WTI-Preis gebildet wird, sind derweil auf Höchststand. Es wäre ein leichtes für die USA das zu ändern, indem man das weiter bestehende Exportverbot von Rohöl aufheben könnte. Auch hier hält man sich noch zurück, was darauf schließen lässt, daß der billige Ölpreis geopolitisch derzeit so gewollt ist. Vor Sommer dürfte sich daher nicht viel ändern. 

 

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16.3.- Der FOCUS stellt jetzt der Masse Robert Kiyosaki vor, wie man den Fluch armer Eltern besiegen kann, u.a. hier mit sechs Regeln zum reich werden.  

Richtig man braucht eigene Regeln- generell und nicht nur zum reich werden, auch bei jedem Geschäft oder Investment!

 

Schon letztlich empfahl ich ein Seminar von Roberts dt. Team und auch dieser Artikel ist nicht so schlecht.  

Aber, Kiyosaki meint bei den Vermögenswerten keinesfalls Aktien oder Anleihen, so wie das der Journalist völlig falsch manipulativ hinein interpretiert, sondern Investments mit Cash flow, wie aus Immobilien und Ölfeldern, welche Kiyosaki selbst besitzt. Ich habe Kiyosaki nie Aktien oder Anleihen bewerben hören. 

Im Gegenteil warnt er gerade vor Aktien und Anleihen, weil er das tatsächliche Ponzi-Geldsytem kennt. Er empfiehlt natürlich auch seit Jahren regelmäßig Gold.

 

Das entscheidende aus Kiyosakis Lehre ist aber sein Cash-Flow- Quadrant, der nicht erwähnt wird. Die Einteilung in Arbeiter, Freiberufler, Unternehmer und Investor. Also kaufen Sie sich unbedingt die Bücher für Ihre eigene finanzielle Bildung von ihm und entwickeln Sie sich zum Investor. Das beginnt alles mit der Denkweise.Was Sie denken, sind Sie!  

Auch T Harv Eker, Dale Carnegie oder Napoleon Hill sind empfehlenswert. 

 

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13.3. - Der Ölpreis hat zwar aufgrund der letzten Lagerdatenmeldung wieder etwas nachgegeben, für europäische Konsumenten werden Ölprodukte aber weiter  teurer. Der Grund, die Euroschwäche.

Diese könnte durch einen möglichen "Grexit" der Griechen, den erstaunlicherweise nun auch der alternativlose deutsche Finanzminister Schäuble plötzlich und unerwartet befürchtet, noch mehr zunehmen. Diese Frage dürfte nach Auslaufen der letzten Insolvenzverschleppung im Sommer beantwortet werden.  

 

Entweder steigt Hellas irgendwie aus (ggf. mit selektivem Schuldenschnitt?) und lässt die Sicherheiten triggern, die dann durch die EZB "gerettet" werden müssen, oder das Land bekommt noch mehr Kredite, die auch irgendwo aus dem Hut gezaubert werden. Beide Szenarien würden den Euro weiter abwerten.  

Irgendwann stehen dann auch die Franzosen, Spanier und Italiener vor der Tür. Dann ist die Kursprognose von 85 ct. schneller erreicht als man gedacht hatte. Immerhin sind wir gerade noch 5 ct. von der Parität entfernt. Diese Abwertungshöhe machte der Euro letztlich in zwei Wochen.

 

Goldman Sachs legt jetzt noch nach: 0,80 $. Dies entspräche nach heutigem Kurs von 1,05 $ einer Aufwertung von Dollarinvestments, also auch der Ölquellen, von ca. 30 %. Manche Felder machen derzeit wohl somit mehr Steigerung als mit ihrer Produktion.  

 

Merke:  

Hinter jeder Chance, steckt ein Risiko, aber auch nur hinter einem Risiko ist eine Chance! Beide bedingen sich dialektisch. Hier ist das Währungsrisiko aktuell zu einer Chance geworden. 

 

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11.3. - Die Aufwertung des Dollars gegenüber dem Euro geht weiter, ebenso gegenüber Gold. Die Zielprognose für den Euro geht jetzt sogar noch weiter runter.

Bis 2017 soll die Währung nach Meinung einiger Bankanalysten auf 85 ct. fallen. Das wäre eine weitere Aufwertung von Dollarinvestments von 22 %. Somit bietet sich die Flucht in den Dollar weiterhin an zumal auch in Dollar gerechnetes Gold stärker nachgibt.  

 

Dafür ist Gold in Euro weiterhin ein guter Inflationsschutz und Ölinvestments in Dollar ebenfalls.  

Ich habe immer darauf gewartet, daß die $- Ausschüttungen aus den Produktionen den gleichen nominalen Wert in € haben. Daß sie womöglich künftig in € sogar darüber liegen würde uns natürlich noch mehr freuen. Besonders interessant wird es, wenn sich der Ölpreis in diesem Zeitraum bis 2017 auch erholt. Hier würde schon die Marke von 80 $ ausreichen.  

 

Beim aktuellem Euro-Crash muß man sich auch vergegenwärtigen, daß dieser schon vor der eigentlichen Geldflutung der EZB begann. Die ersten 60 Mrd. sind ja noch nicht mal im Markt. Somit ist es durchaus vorstellbar, daß im Laufe der Geldflutung die 85 ct. erreicht werden. Demnach sind aktuell Dollarinvestments noch günstig zu haben. 

 

 

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10.3. - Währenddessen der Ölpreis weiterhin konsolidiert, werten Dollar-Investments weiter auf, da der Euro wegen der gestern begonnenen  EZB-Geldflutung weiter auf Talfahrt ist. Womöglich sind Dollarinvestments aus heutiger Sicht noch günstig zu haben, sollten sich die Prognosen verschiedener Bankanalysten bewahrheiten, nachdem der Euro noch bis auf 0,90 $ sinken kann. Dann hat man mit 1,08 $ noch gut gekauft und es wären gute 20 % Währungskursgewinn drin. 

 

Stützend für den Ölpreis können auch die jetzt auf April verschobenen Gespräche der UN-Atomenergie-Agentur IAEA mit dem Iran über dessen Atomprogramm sein, da davon auszugehen ist, daß der Iran als wichtiges Förderland erstmal nicht so schnell an die weltweiten Ölmärkte zurück kehrt. 

 

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6.3. - Am Montag wird wie angekündigt die EZB  ihr QE-Programm beginnen und mit über einer Billion € schrittweise die Gemeinschaftswährung weiter abwerten. Vorausschauenden Investoren war dies schon seit Jahren klar, daß vor dem Dollar zuerst der Euro geopfert werden wird und haben sich frühzeitig in den Dollarraum begeben.Daher ist es fundamental wichtig das Geldsystem und deren Akteure zu verstehen um so langfristige Trends optimal zu erkennen und zu nutzen. 

 

Dieser Flucht-Trend aus dem Euro hat weiter zugenommen, wobei Investoren auch wieder ihre heimischen Währungen (Pfund, Yen usw.) entdecken.  

So kann, wie im derzeitigen Szenario, ein Währungsrisiko bei einem Auslandsinvestment auch eine Chance werden.  

So werteten gegenüber dem Euro auch Dollar-Investments auf.  

Lag der Kurs im August 2014 noch bei 1,34 liegt er heute bei 1,09.  

Das aktuelle Projekt kostete im August  ca. 17.500 € und heute ca. 21.600 €.  

Das bedeutet einen Zuwachs von ca. 23 %. Wer vor Jahren bei einem Kurs von 1,50 eingestiegen ist, hat noch billiger gekauft.  

Das schwächt bei Ölinvestments den derzeitigen (theoretischen) Bilanzwertverlust durch den gefallenen Ölpreis etwas ab.  

Es ist anzunehmen, daß sich der Abwertungstrend des Euro bis zur Dollar-Parität fortstetzen kann und der Aufwärtstrend beim Ölpreis in den nächsten Monaten für Freude sorgt. Dann hat man billig Ölfelder gekauft und bekommt mehr Euros raus als geplant.  

 

Aber auch hier der Hinweis: Alles was rauf geht, geht auch wieder runter -und umgekehrt! Abgerechnet wird zum Schluß. 

 

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5.3. - BRENT steht wieder über 60 Dollar, WTI hinkt mit ca. 15 % weniger noch hinterher. Anlaß für  WELTonline zu beleuchten, was hinter der Differenz steht.

Ein Grund ist der einzige Erfüllungsort für den WTI-Preis, Cushing/ Ok.. Sind dort die Tanks voll, sinkt der Preis. Das verzerrt die tatsächliche Lage. Das fehlt im Artikel.

 

Ein weiterer Grund ist, daß BRENT in London, WTI an der seit Jahren strenger regulierten NYMEX in New York gehandelt werden.  Die Spekulanten können in England daher freier agieren.

 

Zwar erwarten einige Analysten eine längere Konsolodierungsphase auf derzeitigem Niveau. Maßgeblicher sind aber die Signale aus Saudi-Arabien und der IEA. Von dort wird anziehende Nachfrage gemeldet und die Agentur sieht die Herstellung eines "Gleichgewichtes auf den Ölmärkten". Somit könnte WTI zu BRENT demnächst aufschließen. 

 

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3.3 - Normalerweise werbe ich hier nicht für andere Portale, es sei denn, es hilft dem hiesigem Leser beim Investieren, der Erweiterung der finanziellen Bildung und ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. 

 

Entscheidend ist, dass man für Geschäfte und das Investment Regeln braucht, sonst überlässt man alles dem Zufall. Einige meiner Regeln zur Auswahl von Geschäften finden Sie unter Öl-Investmodelle,  

oder bei Robert Kiyosaki und seinem RichLife-Team (Kiyosaki ist selbst in Ölquellen investiert): 

6 Grundregeln beim Investieren. 

 

Darunter wird für morgen ein kostenloses Webinar dazu angeboten, an dem Sie teilnehmen können und sicher einiges dazu lernen werden. Ich jedenfalls habe sehr viel von meinen Mentoren gelernt und lerne noch heute weiter. Tun Sie das auch. 

 

 

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FEBRUAR 2015       

 

 

27.2. - In den USA sind im Januar die Preise erstmals seit 2009 wieder gefallen.Setzt sich der Trend fort, drohe Deflation.

Genauso wie der hohe Ölpreis ein Inflationsindikator ist, wirkt ein niedrigerer Preis deflationär. Was im ersten Augenblick positiv erscheint, billiges Benzin u.a. Erdölendprodukte, wirkt aber längerfristig rezessionär, da Investitionen in Erwartung weiter sinkender Preise in die Zukunft verschoben werden. Das setzt eine Deflationsspirale in Gang, weil die Nachfrage sinkt, Entlassungen drohen und noch weniger Geld im Umlauf ist. 

 

Und weil die Zentralbanken die Deflation berechtigt fürchten,sind sie an weiterer Aufblähung der Geldmenge interessiert. Diese wird sich dann natürlich auch wieder künftig im Ölpreis abbilden. Das wird in langjährigen Zyklen sichtbar. Der Normalbürger erkennt diese jedoch nicht. Für den Investor gehört das aber zum Grundwissen.

 

Sollte sich also das Ölpreistief noch einige Zeit fortsetzen, wird die FED kaum die Zinsen erhöhen sondern neue QE auflegen müssen. Auch die EZB und andere Zentralbanken sind schon munter beim Geld drucken dabei.

 

Ich möchte auch hier nochmals erwähnen, daß in einem Fiat-Money-System Deflation und Inflation gleichzeitig je nach Assetklasse oder Wirtschaftsgut auftreten, respektive die Folgen daraus. Geld entsteht durch gleichzeitige Verschuldung über einen Kredit samt Zins und Sicherheit. Die eine Seite mit dem Geld wird immer reicher und dies wirkt auf die Teuerung (aka Inflation), welche sich vorrangig im Finanzbereich abbildet. Die verschuldete Seite hat dagegen kein Geld, wird ärmer, was preisdrückend wirkt (aka Deflation) und das großteils in der Güterwirtschaft erkennbar ist. Nur die jeweilige Gewichtung wechselt regelmäßig.

 

 

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25.2. - Der Ölpreis-Crash bringt immer mehr Probleme- etwa in Norwegen, wo es jetzt schon 10.000e Jobverluste gab. Mit 60 $ für BRENT sind die Off-shore-Inseln nicht mehr wirtschaftlich. Neu gebohrt wird erstmal auch nicht.Da Öleinnahmen dort 80 % der Staatseinnahmen ausmachen, droht gar Rezession. Allerdings hat man genügend Reserven. 

 

Auch Kanada hat Probleme mit dem Preis, der für WCS derzeit bei nur 36 US-$ liegt. Öl-Sande sind damit völlig unrentabel und jetzt hat erwartungsgemäß Obama auch noch sein Veto gegen die Keystone-XXL-Pipeline von Alberta nach Nebraska eingelegt. Staut sich dort das Öl weiter, verfällt der Preis weiter und neue Explorationen lohnen nicht. Dagegen entlastet eine eventuelle Verschiebung beim Bau der Leitung den überfüllten US-Ölmarkt und baut Lagerbestände ab, zumindest in den Gedanken der Futures. Das könnte den WTI-Preis, der in Cushing gebildet wird,stützen. 

 

Doch damit nicht genug. Jetzt meldet sich die OPEC mit einer Krisensitzung in ca. 6 Wochen. Außer den Saudis leiden die anderen OPEC-Länder darunter, weil diese die Ausfälle für ihre Staatshaushalte überhaupt nicht kompensieren können.

So nennt hier nun auch Venezuelas Präsident ein Ziel des Preiskrieges, die Zerstörung der Wirtschaft Russlands und Venezuelas. Das will man nicht länger dulden. Bin gespannt was man machen will ohne die Saudis? 

 

Alles in allem sind das jedoch Indikatoren dafür, daß der Markt den Preis antizipiert, Förderrungen und Explorationen zurück gefahren werden und auch politisch Druck auf die Preistiefs kommt. Für einen nachhaltigen Aufwärtstrend braucht es aber noch einige Monate auf dem Niveau, sonst wäre die Öl-Kriegsstrategie verpufft. Also noch etwas Geduld haben! 

 

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24.2. - Derzeit reisst der niedrige Ölpreis auch in Saudi-Arabien ordentliche Defizite in den Staatshaushalt. Immerhin kalkulierte man dort auch mit 100 $. Dennoch macht der neue König der Bevölkerung erst mal Geschenke und zeigt sich gelassen, was die Förderpolitik betrifft. Der Schuldige an der hohen Produktion steht dort auch fest, nicht unberechtigt, wie ich meine. Es ist die bislang boomende US-Frackingindustrie, die noch dazu hauptsächlich durch Kredite (Anleihen u.ä.) aufgeblasen wurde, auch um einen Depression der USA zu verhindern.

 

Daher, und das scheint schon offiziell zu sein, wollen die Saudis diesen Konkurrenten vom Markt haben. Auch berechtigt, meine ich, denn kreditgetriebenes Wachstum ist auch markt- und wettbewerbsverzerrend, vor allem wenn es über den Dollar geht, der einfach nur gedruckt wird, ohne wahrhaftigen Gegenwert.  

 

Natürlich kommt es den Saudis nicht ungelegen, daß man den Erzfeind Iran damit auch schaden kann und den Amis kommt es gelegen, selbiges Russland anzutun. Man muß nur aufpassen, daß man selbst nicht mit unter geht. So haben die Saudis nur durch die wenigen Monate Ölpreisverfall schon ein historisch-hohes Haushaltsdefizit durch die Förderpolitik aufgebaut.  

Aber das ist auch nur ein "Kredit" und der wird zurück gezahlt werden, wenn der Ölpreis später in wesentlich höhere Sphären zurück kehren wird, als wir es bislang kannten. Denn nur deswegen betreiben die Saudis derzeit diese Förderpolitik. Jedoch müssen für eine Trendwende des Preises nicht unbedingt nur die Saudis ihre Produktion drosseln. Die Wende kann auch von ganz anderen Marktereignissen kommen. 

 

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23.2. - "Wegen des niedrigen Ölpreises fehlt Konzernen wie Total und BP Geld für neue Investitionen. Aber ausgerechnet das wird den Preis bald wieder nach oben treiben".  

Genau so ist es wie TOTAL-Chef Pouyanné hier der FAZ sagt. 

Auch er sieht die Niedrigpreisphase noch bis Sommer und dann einen  längerfristigen Anstieg.

 

„In der historischen Erfahrung haben wir erlebt, dass die Preise im Allgemeinen nach 18 bis 24 Monaten nach einem Ölpreisschock wieder angestiegen sind“, sagte Pouyanné.  

 

Wie schon oft geschrieben, alles nichts neues und schon die X-te Wiederholung mit dem Resultat wesentlich höherer Preisebenen als vorher. 

 

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20.2. - Die wöchentl. Daten von Baker Hughes vermeldeten einen Rückgang der Ölproduktion in den USA um 9,2 Mio.bbl täglich.

So meldet es Reuters und das Handelsblatt, onvista u.a. übernehmen das unkritisch. 

Das wäre natürlich toll, denn dann würden die USA gar kein Öl mehr produzieren und der Preis explodieren. Es muß sicherlich "auf 9,2 Mio. bbl/Tag" zurück heißen, was auch das größte Wochenminus seit der Ölkrise 1973 ist. Vor einem Monat ging die EIA noch von einem Anstieg von 7,4 % auf 9,3 Mio. bbl/Tag aus.

 

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18.2. - Der Chef des ROSNEFT-Öl-Konzerns,Igor  Setschin, sieht es wie ich:  Die preisbedingte Verschiebung  neuer Förderprojekte führe zu einer Preiserhöhung in der Zukunft. Er sieht den Preis demnächst auf 80 und längerfristig auf 110 $ steigen. Er zweifelt wie ich daran, daß es wegen der Finanzblasen und Manipulationen keinen tatsächlich freien Öl-Markt gibt. Es sei ein einziges "Affentheater". Stimmt !

 

Auch Morgan Stanley sieht die Öl-u.Gasförderung bis 2017 um 20% fallen. Um 100 Mrd. $ könnten die Investitionen zurück gehen.

 

Der heute erscheinende "BP Energy Outlook" prognostoziert, daß die weltweite Energienachfrage bis 2035 um insges. 37 % wachsen wird. Dabei soll Erdgas besonders stark zulegen, Gastanker wichtiger als Pipelines werden. Bis auf 28% soll der Erdgasanteil im Energiemix steigen, ähnlich wie Erdöl und Kohle. 

 

Der Stimmungstrend scheint sich jetzt wieder ins positive zu drehen. Es werden wieder verstärkt Aufwärtstrendprognosen verbreitet- fundamental berechtigt! 

 

 

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17.2. -Im Bundeswirtschaftsministerium will man ab 2018 kommerzielle Bohrungen, und dabei auch den Einsatz des Frackings, prüfen.  

Die Gefahr dürfte dann weniger von der zu Unrecht verrufenen und seit 1947 praktizierten Aufbruchmethode rühren, sondern eher von juristischer Seite. Sollte das TTIP durchgehen, könnten ausländ. Ölfirmen bei einer Untersagung der Bohrlizenz einfach so klagen, egal ob sie hier überhaupt  gewinnbringend bohren wollen oder nicht. Das Geld könnte somit über den Klageweg verdient werden.

 

Aber bis 2018 dürften die Forschungen soweit sein, daß man beim Fracking noch unbedenklichere Stoffe einsetzen kann. Es wird derzeit schon intensiv daran geforscht, u.a. mit Kaffesatz (kein Witz). Aber auch die derzeitigen homöopathischen Dosen sind nicht das Problem, sondern, Sie ahnen es, der Öl-und Gaspreis.  2018 dürfte er aber wieder über 100 $ liegen und sich diese Technik dann vielleicht doch  hier und da lohnen. In Europa allerdings kaum. Da fehlt die Infrastruktur und andere Vorraussetzungen. 

 

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16.2.- Beim Ölpreis scheint der Abwärtstrend gebrochen und bullischere Signale dominieren derzeit die Akteure. So stieg BRENT wieder über 60 $, der OPEC -Korbpreis auf 56 $ und auch WTI geht über 53 $ .  

Dennoch sollte man sich noch nicht zu früh freuen. Es kann noch einige Monate volatil hin und her gehen, da derzeit Spekulanten wetten und Gewinne mitnehmen werden. Auch werden die Saudis die US-Frackingindustrie noch einige Monate in die Preis-Knie zwingen.

Würde der Ölpreis zu schnell steigen, wäre die Strategie ja verpufft, da die Fracker dann weiter machen würden. Also sicher noch Geduld haben und wenn möglich billig einkaufen gehen. 

 

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12.2. - "Der Absturz war dramatisch, aber jetzt zeichnet sich eine Erholung ab. Öl ist zwar noch günstig, aber Investoren setzen schon auf einen steigenden Barrel-Preis. Tank befüllen ist das Gebot der Stunde.", schreibt WELTonline und sieht das Ende der Schnäppchenzeit beim Öl.  

Ja, die Spekulanten haben sich positioniert.

Auch Schweinefleisch hatte wieder mal einen ähnlichen Absturz, wird im Artikel berichtet. Daher kommt ja auch der Begriff des Schweinezykus, der auch beim Erdöl wirkt. 

 

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11.2. - Wie letztlich geschrieben, bestimmen jetzt zuerst die Spekulanten den Ölpreis mit. Die IEA gibt Entwarnung und sieht den Preisverfall bald gestoppt, hieß es gestern. Gleichzeitig meinen die dortigen Glaskugelschauer, daß es eine Rückkehr zu den alten Höchstpreisen nicht geben wird. Auch andere Experten sehen keinen steilen Anstieg wie 2009 folgen. 

 

Woher wissen die das? Haben wir voriges Jahr von den ganzen Analysten den aktuellen Zerfall prognostiziert bekommen? Kann mich nicht dran erinnern, hier so etwas verlinkt zu haben. Der Ölpreis hatte 2009 gar keinen so steilen Anstieg gehabt, sondern bis zur 100 $- Marke dauerte es zwei Jahre.  

Der Absturz ist immer steil, wie jetzt wieder, der Aufstieg üblicherweise langsam.

 

Aber die Prognose von 75 $ in der zweiten Jahreshälfte wird neue Investoren anlocken zumal die Frackingindustrie zunehmend abgebaut wird und das Überschußöl mit. Ich glaube, daß in der zweiten Jahreshälfte schon wieder ganz andere Preisprognosen kommen, so wie 2009. Aber das ist nun auch schon wieder Spekulation von mir........ oder Erfahrung? 

 

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10.2. - Was vor Jahren nicht opportun war, scheint jetzt möglich- der "Grexit", also Austritt Griechenlands aus dem Euro. Daher gibt es für den € neue Schreckensprognosen.Analysten von Morgan Stanley sehen dann gar den € auf 0,90 $ fallen. Das könnte etwas übertrieben sein, aber bis 1,05 könnte er schon nochmals crashen.  

Jedenfalls zeigen sich hier einige Vorteile eines Ölinvestments im Dollarraum, welche damit auch Währungsschwankungen abfedern helfen können. Schade eben nur, daß zeitgleich der Ölpreis im Tal ist, sonst würden die Prozentpunkte durch die Dollaraufwertung bei den Ausschüttungen richtig sichtbar. Der Dollar bleibt zunächst wohl noch einige Zeit Fluchtwährung Nr. 1 und verkraftet damit auch eine gesunkene weltweite Nachfrage nach Petrodollars. 

 

Sichtbar wird auch immer mehr Leuten, was ein Erdölprodukt an deutschen Hauswänden anrichtet.Der Dämmwahn flaut ab

Die KFW will wegen des dadurch auch zurück gehenden Kreditgeschäftes den Darlehenszugang erleichtern. Genau nur darum geht es, neue Nachschuldner durch sinnlose "energetische Sanierungen" zu rekrutieren, gleichzeitig damit sekundär auch den Ölverbrauch zu steigern, weil durch WDVS an den Mauern weder Energie noch Geld eingespart wird. Im Gegenteil es wächst an anderer Stelle nur noch stärker nach, neben den Algen und Pilzen an der Fassade. 

 

 

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6.2.- Der Ölpreis hat sich in Windeseile halbiert. Dauerhaft kann die Ölindustrie, und ganz speziell die Fracking-Industrie, diese Tatsache nicht ignorieren – denn Fracking verursacht deutlich höhere Förderkosten als die konventionelle Ölförderung – laut Financial Times fördert die US-Fracking-Industrie mit Kosten von 75 US-Dollar.  

hier weiterlesen

 

Man braucht nur abwarten bis der Schweinezyklus sich konsolidiert hat und dann in den Anstieg hinein gehen. Sowas dient auch zum Sammeln von Investmenterfahrungen. Ohne die geht es nicht und das braucht solche Ereignisse nun mal ....und Geduld. Wer das nicht aushält darf nicht investieren. 

 

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5.2.- Ein früherer Al-Qaida-Terrorist enthüllte vor einem US-Richter nun, daß das saudische Königshaus in den 1990er Jahren über Pläne zum Abschuß der US-Präsidentenmaschine diskutierte. Der Nachfolger des eben verstorbenen Königs Abdullah soll auch darin verwickelt gewesen sein. 

 

Die US-Regierung unterstreicht dagegen immer die guten Beziehungen zu Saudi-Arabien. Diese könnten jetzt dadurch belastet werden, oder sollen sie es gar? Man muß sich zwar vor selektiver Wahrnehmung schützen, aber es ist durchaus möglich, daß dies für eine Einleitung von Zwistigkeiten genutzt werden kann.  

Vor dem Hintergrund des durch die Saudis mit verursachten Ölpreisverfalls, wäre es naheliegend  eine Druck-o. Drohkulisse gegen das Land aufzubauen,um sie notfalls zu Maßnahmen zu bewegen, den Ölpreis zu stabilisieren, falls es in den USA dadurch zu einem neuerlichen Finanzcrash oder Wirtschaftsabschwung durch die Pleiten aus der Ölindustrie kommen sollte.  

Kann sein, muß aber nicht, sollte man jedoch im Hinterkopf haben. 

 

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 3.2. - Wie ich letztlich erwartet hatte, kommt doch schon jetzt die Zeit der Spekulanten, welche den günstigen Einstiegszeitpunkt erwischen wollen und damit den WTI-Ölpreis heute kurz auf 51 $ trieben, BRENT gar schon auf 58 $. Ein hoher Rückgang der Ölbohrungen hatte am Freitag Deckungskäufe ausgelöst und den Preis getrieben.

 

Derweil freut sich sicher die OPEC, die es mit Ihrer Ölschwemme schon jetzt schaffte, daß große Schieferölprojekte abgesagt wurden.Weitere große Ölkonzerne kündigten zudem weitere Investitionskürzungen an. Die Zahl der Ölbohrungen ist seit Oktober 2014 schon um 24 % eingebrochen.

 

Einige Monate wird es wohl noch dauern, bis sich der Preis langsam und volatil wieder nach oben tanzt. Dann profitieren jene, die durchgehalten haben. Das dürfte aber ehestens im nächsten Jahr beginnen. Zyklen sind träge. 

 

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2.2.- "US-Investoren haben in den vergangenen Jahren 1,4 Billionen Dollar in die Öl- und Gasindustrie investiert. Aufgrund des Ölpreis-Verfalls haben sie seit Juni 2014 insgesamt 390 Milliarden Dollar an Verlusten hinnehmen müssen."

hier weiterlesen 

 

Das sind womöglich Großteil noch buchhalterische Verluste aus den Bilanzen von Banken, Fonds , Anleihen , Aktien u.a. .

Diese sind auch abhängig vom Öl-u.Gaspreis.

Die Verluste müssen auch noch nicht realiert sein, es sei denn, man verkauft diese im Tief. 

Steigen die Preise wieder, dann können diese Verluste auch wieder sinken und es zu Gewinnen kommen. Dieses Auf und Ab gehört zum langfristigen Investieren dazu.  

Schlechter gestellt ist man jedoch bei kreditgehebelten Papieren, die an hohen Ölpreise orientiert sind,um die Raten zu bezahlen.  

 

 

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JANUAR 2015

 

 

29.1.- Der Ölmulti OMV sagt ca. 1 /4 seiner geplanten Investitionen in neue Projekte ab- statt 4 nur 3 Mrd. €.

 

Der Ölmulti Shell kürzt ebenfalls seine Investitionen und reduziert Ausgaben.

 

Dies sind  nur zwei Meldungen von zurück gefahrenen Investitionen.  

Meist sind das börsennotierte AG`s, die  immer auf die Dividenden der Aktionäre schielen müssen oder Kreditler, die die Raten nicht mehr zahlen können. Dabei muß man gerade jetzt kontrair investieren- gegen den Strom.  

Aber die AG-CEOs sind alles angestellte, befristete und überbezahlte Manager und kaum Unternehmer oder echte Investoren. So reagieren sie üblicherweise wie Angestellte, verkaufen im Tief und kaufen im Hoch - nur damit das nächste Quartalsergebnis keinen Aufstand der Aktionäre hervorruft und man sich nicht  von der ebenfalls gleich geschalteten Herde der Wettbewerber abhebt. 

 

Nur zu mit den Kürzungen! 

Die wegfallenden Projekte fehlen dann in einigen Jahren wieder, der Investitionsrückstau erhöht sich und die Preise werden deshalb bald anziehen und neue Höhen erreichen. Denn der Weltölverbrauch nimmt ungebrochen weiter zu, gerade dann, wenn man Öl, Diesel, Kerosin oder Benzin jetzt so schön billig verkonsumieren kann. 

 

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28.1. - Ender der 80er Jahre konnte man durch Senkung der Ölpreise der Sowjetunion derart schaden, daß diese später unterging.  

Gleiches versucht man jetzt erneut, wird sich aber womöglich diesmal selbst beschädigen.  

Putin als Judoka weiß wie man Drücken und Ziehen geschickt ausnutzt. Und so macht er das, was ich bereits 2008 vorhersagte, sich sein Öl und Gas mit Gold bezahlen zu lassen bzw. die Öl-Dollars-o. Euros gleich in Gold  tauschen.

 

Alle Zentralbanken der Welt haben im ganzen Jahr 2014 93 to gekauft.

Russland hat aber allein im Q. III schon 55 to gekauft. Da kann der Rubel auch mal absacken. Bereits im Nov. 2009 ließ er sich ukrainische Gasschulden mit Gold begleichen. 

 

Die US-Geological Survey stellte bereits fest, daß Europas Energieversorgung ohne Russland nicht überleben wird, bedeutet, ohne russisches Öl und Gas, was später womöglich mit Gold beglichen werden muß, bricht der Kontinent zusammen.

Man sollte also diese wichtige und womöglich künftige Öl-Reservewährung nicht unbeachtet lassen, auch wenn diese als Gegenpart zum Petrodollar weiterhin gedrückt wird.  

Aber wie beim Öl so beim Gold- Kaufen wenn es billig ist! 

 

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27.1. - Gelegentlich nützt auch beim Ölpreis ein Blick auf die Chart-Analysten, da deren Orakel natürlich Spekulanten anlocken. Demzufolge scheint es nach dem Abverkauf nun eine Suche nach dem Boden beim Ölpreis zu geben. Jedenfalls werden auf dem 5-Jahrestief nun Stabilisierungstendenzen ausgemacht. Diese kommen immer vor einer Konsolidierung und dem schleichenden Anstieg darauf.

 

Auch von OPEC-Generalsekretär Al -Badri kamen gestern schon erstaunlich optimistische Aussagen. Der Preis habe seinen Tiefpunkt erreicht und könne in Kürze wieder steigen. Diese Aussage ist bemerkenswert, zumal er nicht mit einem Wechsel der Ölpolitik des neuen Saudi-Herschers rechnet. Wer weiß, was da im Hintergrund schon läuft? 

Beides sind aber positive Signale für die Ölpreisentwicklung. 

 

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23.1.- König Abdullah von Saudi-Arabien ist tot. Der neue König Salman wird dem vernehmen nach an der Förderpolitik festhalten, ebenso wie der im Amt bleibende Ölminister. Demnach änderte sich heute auch nicht viel am Ölpreis.  

Aber wie hier unten schon berichtet, braucht der neue König und alle seine tausenden Fürsten Öl-Geld zur Ruhigstellung der Bevölkerung und Finanzierung des Landeshaushaltes. Das fehlt derzeit zur Hälfte, also wird "man" die Meinung des neuen Königs auch mal wieder ändern. Wie schnell sowas gehen kann zeigt die Geschichte des Erdöls und die Entscheidungen der SNB und EZB in diesem Monat.  

 

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22.1. - Wie erwartet flutet die EZB den Euro- Raum mit (zunächst?) über 1,1 Billionen €, was in 60 Mrd. €-Monats-Tranchen verteilt werden soll, ähnlich wie beim QE der amerikan. FED.

Der Dollar wertet daraufhin weiter auf, was auch den Eigentümern der US-Ölfelder zugute kommt, da diese in Dollar gehandelt werden. Schade nur, daß Öl gerade so billig ist. 

 

Derweil klagen aber aufgrund des Ölpreisverfalls nun auch die Nordsee-Ölförderer, die wegen der hohen Kosten kein Geld mehr verdienen können. Womöglich werden die geplanten Neuinvestitionen auch ganz gecancelt, zumindest eingefroren. Investitionen wären dort dringend nötig, denn die Förderquoten haben sich in den letzten 20 Jahren halbiert. Wie erwähnt sind wir am Beginn eines neuen Schweinezykluses, denn die jetzt fehlenden Neuerschließungen fehlen in einigen Jahren.

 

Mithin sind auch weitere Länder vom Preistief betroffen. Der IWF schätzt die Ausfälle der Golfstaaten auf nur 300 Mrd. Meine Rechnung hier vom 12.1. ergaben  450 Mio. am Tag. - nur für die Saudis, sofern man vom 100 $ -Level ausgeht.

Wir sehen also weltweit eine große Menge an Firmen, Ländern und Verbänden die ein Interesse gemeinsam haben:

wieder einen hohen Ölpreis zu schaffen. 

 

So ist es nicht verwunderlich, daß auch der Chef des italien. Ölkonzerns ENI in Davos vor einer Explosion des Preises auf 200 $ /bbl in 4 - 5 Jahren warnt, wenn die OPEC nicht eingreift. Er kennt eben den Schweinezyklus auch.

Wahrscheinlich dreht sich der Preistrend schon im Sommer nach oben. Bis dahin muß man durchhalten und sich positionieren.

 

Übrigens die gleichen Szenarien und ähnliche Medienberichte gab es auch beim letzten Preiscrash von 147 auf 37 $ in 2009. Danach pegelte sich der Ölpreis weit oberhalb seines vorherigen Durchschnitts, um die 100 $ ein. Wahrscheinlich werden es in der kommenden Welle dann 130 bis 150 $ werden. 

 

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21.1. - Der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Billiton zieht sich ebenfalls aus den US-Frackingggeschäft zurück und will nur noch 16 Anlagen behalten. 16 Anlagen sind natürlich nicht der Rede wert, aber es zeigt durch die Referenz eines Big-Players wohin der Trend geht. Zudem kündigt man dort auch die Verschiebung der Aktivitäten in die Zukunft an. Übliches Procedere. 

 

Auch in Großbritannien stockt der durch Cammeron 2014 ausgerufene Shale-Gas-Boom, ebenso in der Nordsee bei BP. England verspricht schon Steuererleichterungen für die Industrie. 

 

Im wesentlichen ist mir das Platzen der Frackingblase sogar sehr recht, warne und informiere ich doch schon seit 2009 darüber. Die angeblichen Umweltrisiken waren nie mein wesentliches Argument gegen diese Methode, sondern die Kosten, welche selbst bei 100 $/bbl nicht immer rentabel sind und die Erdgaspreise durch den kreditgenerierten Boom in den Keller trieben.  

Sollte das jetzt im Markt bereinigt werden, die Produktionen spürbar zurück gehen, kommen auch die Erdgaspreise wieder aus der Deckung und die konventionellen Spieler profitieren.  

Es baut sich zudem jetzt gerade der nächste Schweinezyklus auf, den wir in einigen Jahren erleben werden- wenn die Öl -und Gaspreise neue Höhen erreichen. 

All die Big-Player, die jetzt etwas jammern, haben genau daran Interesse - und positionieren sich natürlich auch jetzt schon für die Zeit nach dem Ölpreiscrash. 

 

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20.1. - Währenddessen die EU sich mit Ihren von den USA befohlenen Russland-Sanktionen weiterhin selbst schadet, greift der größte Ölfeldausrüster Schlumberger jetzt nach der großen russischen Bohrfirma Eurasia.  

Zuvor hatte Schlumberger wegen des Ölpreisabfalls und sinkender Aufträge vor allem seitens der Frackingindustrie  9000 Stellen gekündigt.

 

Politisch brisant, wirtschaftlich aber folgerichtig. Man kauft wenn die Preise unten sind und diese sind auch an der Börse gefallen. Da kann man eben günstiger einsteigen, nicht nur in Russland.  

Contrairien investments nennt man das- also gegen den Strom investieren. So machen es wie nur wenige. Die Masse verkauft üblicherweise im Tief und kauft im Hoch teuer ein- immer wieder. So kann man kein Vermögen aufbauen. Kaufen muß man tatsächlich wenn die Kanonen donnern. Und es donnert gerade im Markt.

 

Das nächste Gewitter kommt noch diese Woche von der EZB und den Griechenlandwahlen. Die Überschwemmung ist schon absehbar- bestehend aus zunächst einer Billion neuer Euro-Schuldscheine.  

Öl-Lizenzen in den USA werden damit weiter teurer, da der Euro weiter abwerten wird. Der gegenteilig erstarkende Dollar lässt die Gewinne, die in den Euroraum konvertiert werden, aber steigen. Leider wegen des aktuellen Preisverfalls z.Zt. nur eine leichte Gegenkompensierung. Aber das wird auch wieder anders. 

 

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19.1.- Der Erdölpreis scheint sich jetzt weiter zu konsolidieren.  

Derweil sollte man auf die Entwicklungen in den USA und auch in Saudi -Arabien achten. Kein Land, seien es die USA, Russland, Iran, Venezuela, Irak oder die arabischen Staaten haben ein dauerhaftes Interesse an solchen Kampfpreisen. Daher dürften unbemerkt von der Öffentlichkeit schon Szenarien laufen, die diese Phase beenden. Interessant ist hierbei, daß die Saudis offensichtlich mit Kampfhandlungen der IS rechnen, welche den Ölpreis durch kriegerische Konflikte im Schlüsselland des Erdöls schnell wieder steigen lassen können.

 

Um dem zu begegnen, wird jetzt in der Wüste an der Grenze zum Irak eine Hightec-Grenzanlage gebaut.  

Den Saudis dürfte es bewußt sein, daß man ihren Preiskrieg mit terroristischen Aktionen unterlaufen kann.  

Man darf nicht vergessen, daß deren Kooperation mit den USA bislang auch den militärischen Schutz des Öllandes mit einschließt. Dem ist man sich wohl nun nicht mehr so sicher. Schließlich kann man den Preiskrieg  auch als indirekte Kriegserklärung gegen  die USA auslegen. Deren Dollarnachfrage bricht damit ein und die hoch verschuldete Frackingindustrie könnte die USA in die nächste Finanzkrise bringen. Es ist kaum anzunehmen, daß sich Big-Oil das so unwidersprochen gefallen lässt. 

Man achte also auf die Entwicklungen im arabischen Raum. 

 

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15.1. - Die gestern hier gestellte Prognose weiterer Abwertung des Euros wurde heute durch die Schweizerische Nationalbank SNB beeindruckend bestätigt. Diese löste den €-SFr-Peg von 1,20 (Euro-Mindestkurs) unerwartet auf und sorgte damit für Panik an den Devisenmärkten.  

Zum Franken hin stürzte der Euro um mehr als 30 % ab und auch zum Dollar, Gold und Silber fällt er derzeit weiter. Trader können sich kaum an einen ähnlich starken Absturz wie den heutigen erinnern. Nicht mal aus Schwellenländern sind solche plötzlichen Stürze bekannt.

 

Auch der SMI-Leitindex der Schweiz verlor 14 %.Ein ordentlicher Crash also. 

Da die Schweiz nun offiziell den Euro nicht mehr mit stützen will, wird das international als Vertrauensverlust des Euro gewertet. Die beabsichtigten und definitiv durchgeführten Anleihenkäufe der EZB werden in den nächsten Monaten den Euro weiter schwächen.  

 

Um über 5 % stieg gestern abend noch Rohöl und bremste den Abwärtstrend. Dies wird aktuell weiter gestützt durch die Ankündigung Russlands den Erdgas-Transit über die Ukraine in die EU ganz einzustellen und diese nur noch über die Türkei und die Nord-Stream zu leiten. 

Russland will sich von der EU und der Ukraine jetzt nicht mehr erpressen lassen.

 

Es wird in den nächsten Monaten sicher wieder turbulenter hergehen und möglicherweise eine Fortsetzung der großen Finanzkrise kommen. So können sich die bisherigen Trends dann auch ganz plötzlich drehen.  

 

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14.1. - Der EuGh entschied jetzt über die Inflationierung der europäischen Gemeinschaftswährung.  

Die EZB dürfe, sofern sie diese indirekt und zeitverzögert am Markt erwerbe, Staatsanleihen unbegrenzt (!!!) aufkaufen.  

Damit ist nun auch in Europa, ähnlich der USA (dort heist das quantitative easing), die indirekte Staatsfinanzierung durch die Druckerpresse erlaubt.

Das verstößt zwar bei genauerem Hinsehen genauso wie die Umwidmung der No-Bail-Out-Klausel gegen die EU-Verträge, aber was soll man schon von EU-Richtern erwarten, hängen diese doch auch indirekt am Tropfe dieses Systems.  

 

In Konsequenz dessen werden ausländische Investitionen, wie in den Dollarraum, künftig erst mal weiterhin teurer. Im Gegenzug gewinnt man im umgekehrtem Fall, sofern der € weiter in Parität zum $ wandert.  

Aber irgendwann wird auch der Dollar wieder schwächer, denn das Geldsystem verlangt mathematisch immer mehr neues Geld aus Schulden. Da die USA bislang nicht wie die EU Schuldenschnitte (siehe Griechenland) vorhaben, werden diese also weiter inflationieren.  

Auch wenn es derzeit nicht danach aussieht sollte sich diese künftige $-Geldschwämme auch wieder auf den Ölpreis auswirken.  

 

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 12.1. - Saudi-Arabien liefert etwa 10% des Welttagesverbrauches (ca. 90 Mio.bbl) an Erdöl.

Bei einem Preis von 100 $ verdienten sie damit etwa 900 Mio. $ am Tag, was auch nötig ist, um ihre 7000 Prinzen-Dynastien (Zahl lt. Wikileaks aus 2011) zu finanzieren. Jetzt sind es plötzlich nur noch 450 Mio.$. Die Hälfte fehlt also den Saudis samt deren Diktatur.  

Hinzu kommt, daß es im Inland ebenso Terror wie Unruhen wegen Armut und Religionen gibt, was in den westl. Medien kaum erscheint. Diese Konflikte, die Aufrechterhaltung des Regimes usw. benötigen Öl-Geld, welches jetzt zur Hälfte fehlt.  

An alternative Einnahmen, wie es die Emirate machen, hat das Land nie gedacht. Man hat nur das Öl und versucht durch den Preiskampf Marktanteile zurück zu gewinnen.  

Es dürften aber auch nicht alle Prinzen mit dieser Art des Preiskrieges einverstanden sein, welcher ihnen den gewohnten Luxus raubt. 

 

Doch es scheinen noch weitere Konflikte auf die Saudis zuzukommen: 

Der IS, welcher im Irak und Syrien nicht weiter kommt, scheint sich jetzt die pro-westlichen Saudis und damit "US-Verbündeten" vorzunehmen. Saudi-Arabien gilt bei der IS als Verrräter und ein erster Anschlag auf einen hochrangigen saudischen Militär belegt schon mal deren neue Zielrichtung.

 

Geht man davon aus, daß auch die US-Geheimdienste den IS mit steuern, so könnten sie bei Bedarf dafür sorgen, daß es bei den Saudis zu brennen beginnt. So mal eben ein Ölfeld anzünden, dies der IS zuschieben und schon geht der Ölpreis wieder hoch, die Crash-Gefahr der Öl-Junk-Bonds aus der Frackingindustrie wäre gemindert, auch Europa von möglichen Deflationsgefahren wieder befreit. Da gibt es sicher weitere Interessengruppen als Unterstützer möglicher Konflikte zu Erhöhung des Ölpreises. 

Dabei muß das nicht mal vom Westen kommen. Auch Russland oder der Iran könnten über Verbündete dort zündeln. Die brauchen ebenfalls hohe Preise. Da gibt es sicherlich Szenarien in allen Think Tanks dazu. Das sollten wir bis Mitte des Jahres erfahren. 

 

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9.1. - Wie 2009: Die ersten Öl-Konzerne (hier Shell) bunkern den Rohstoff in nicht ausgelasteten und preiswerten Supertankern und warten beim Verkauf, bis der Preis wieder gestiegen ist.  

2009 gab es vor Hongkong eine riesige Reede mit Öl-Tankern. Stammleser erinnern sich bestimmt noch.

Auch kann man das Öl erst mal unter der Erde belassen und Neubohrungen verschieben. 

 

Das geht aber oft nur, wenn man nicht auf die Einnahmen zwecks Kredittilgung angewiesen ist, so wie die meisten Frackingfirmen, die defacto in einen fallenden Preis hinein produzieren müssen.  

Die ersten Fracking-Companies sind schon insolvent oder kurz davor, u.a weil die Banken bei der aktuell anstehenden Umschuldung jetzt bis zu 10 %  an Zinsen verlangen.

 

 

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8.1.- Die überwiegende Merheit der Öl-und Gasfirmen benötigen Ölpreise von 100 $ /bbl um einen positiven Cash flow, laufende Investitionen und Dividenten zu zahlen.

Die Hälfte der Industrie benötigt sogar 120 $, ein Viertel sogar 130 $.  

So eine Analyse von Goldman Sachs, die in einem Outlook von Steven Kopits vom Center of global energy policy an der Columbia University vom Febr. 2014 auf Seite 45 heran gezogen wird.  

Hier zu lesen. 

 

Und dort geht der Preis auch wieder hin. 

 

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7.1.- In einen gescriptetem Interview hat Obama indirekt mitgeteilt, daß die Ölwaffe gegen Russland eingesetzt wird.

 

"Wir hatten uns u.a. überlegt, dass das Einzige, das die russische Wirtschaft am Laufen hält, der Ölpreis ist. Wenn wir ständigen Druck durch Sanktionen ausüben könnten, würde das die russische Wirtschaft in einer Situation verletzbar machen, in der es Veränderungen beim Ölpreis geben würde..."

 

Das wundert uns nun nicht wirklich.

 

Analyst Rob Kirby sieht durch den Ölpreisverfall ebenfalls eine neue Finanzkrise aufziehen. Es sollen eine halbe Billion $ an Junk-Bonds aus der Schiefeölindustrie in den Büchern der Banken stehen. Das einzige was eine neue Bankenkrise vermeiden könne, wäre ein weiteres QE IV durch die FED. Auch der Finanzkrise ab 2009 ging ein extremer Ölpreiscrash voraus. 

 

Da auch in Europa Deflationsgefahren aufziehen, gibt es ebenso seitens der EZB zwingende Gründe die Geldschleusen zu öffnen.

 

Auch werden Investoren nervöser, da sie durch den Ölpreisverfall neue Kriege in der Welt befürchten.  

Negative Aussichten auf die US-Wirtschaft werden ebenfalls erwartet. Man muß bedenken, daß die Frackingindustrie samt Zulieferern die US-Wirtschaft der letzten Jahre mit stützten. Bricht das ein, hat das Effekte. 

 

Der gesunkene Ölpreis wird wohl höchst selbst nun die Umstände schaffen, daß er wieder steigt.

 

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6.1. - Hier wieder mal ein Kabinettstückchen aus dem Irrenhaus von Schilda:

 

Riesige Segel sollen für sauberen Strom sorgen.

 

Ich verzichte auf eine technische Beschreibung dieser "Design-Studie", da sie sowas von absurd ist und durch mehrfache Energieumwandlung wohl den Wirkungsgrad der Dampfmaschine unterbietet.  

Aber was will man von Künstlern, ein solcher "entwickelte" das Projekt, auch an technischem Verständnis verlangen. Schon der bloße Blick auf die dichte Anordnung dieser Segel zeigt, daß die meisten ohnehin im Windschatten der vorderen stehen und womöglich zusammen fallen.  

Aber schön viel Erdöl zur Herstellung würde sowas verbrauchen.... 

 

 

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5.1.- Das Jahr beginnt womit das alte endet. Der Ölpreis hat noch nicht seinen endgültigen Boden gefunden, die Abwärtsgeschwindigkeit veringert sich aber schon. Jetzt werden die Akteure der Aktion abwarten, ob die damit gesetzten Ziele sich erfüllen. Jedoch ist denen letztlich das Hemd auch näher als die Hose und ewig verzichtet der Saudi nicht auf mögliche Gewinne aus rein politischen Gründen. Aber einige Monate wird man noch zu leiden haben.

 

Dafür können sich jetzt neue günstige Einstiegschancen für Newcomer im Ölgeschäft bilden, auch wenn Investition aus dem Euroraum in den Dollar wegen der €-Abwertung unter 1,20 etwas teurer macht als vor Monaten.

 

Was weiterhin unklar ist, wohin die überschüssigen Petrodollar hinfließen um den $ nicht ebenso abzuwerten?  

Nimmt man den Welttagesverbrauch von ca. 90 Mio. bbl x 100 $ Ölpreis so müssen theoretisch weltweit 9 Mrd.$ dafür nachgefragt werden, solang wir mal grob die anderen Ölwährungen unterschlagen.  

Beim halben Preis wie jetzt, sind täglich 4,5 Mrd. $ nicht nachgefragt, im Jahr also 1,6 Billionen, welche sozusagen frei sind und anders unterkommen müssen, damit der Dollar nicht zu stark abwertet.

 

Wahrscheinlich kommt hier die neue Griechenland-Krise zur rechten Zeit. Der Euro wertet wegen künftiger EZB-Gelddruckerei schon mal ab, und man sucht sein Heil in der US-Währung auf Kosten des Euroraums. 

 

 

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zu den Öl-Markt-News 2014